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Kunst

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Indoor Cloud

Der Niederländer Berndnaut Smilde hat die Wolken vom Himmel geholt und ins Museum gesteckt. Als seine Bilder erstmals im Web auftauchten, schlugen sie ein wie ein Gewittersturm. Jeder wollte hinter die «Magie des Wolkenmachens» blicken und erfahren, welche Technologie im Spiel war. Den Künstler selbst kümmert dies nur am Rande; ihn interessiert vor allem das Ungreifbare dieser flüchtigen Ansammlungen kleiner Wassertropfen. Und die verschiedenen Mythen, mit denen Wetterphänomene verknüpft werden. Mittlerweile hat er seine Wolken in die Freiheit entlassen und inszeniert sie auch inmitten der Landschaft. Mehr über Berndnaut Smilde gibts in der nächsten ATRIUM Ausgabe oder in der Publikation «Builded Remnants».

Forward Festival in Zürich

 

Am kommenden Wochenende findet das erste Forward Festival in Zürich statt. Ziel ist es, Schaffende aus allen Kreativbereichen zusammenzubringen, um Erfahrungen und Erfolgsgeschichten auszutauschen. Das Forward Festival wurde von Lukas Kauer und Othmar Handl gegründet und fand 2014 zum ersten Mal in Wien statt, 2016 hielt es in München Einzug und gastiert nun in Zürich. In verschiedenen Sessions sprechen bekannte Persönlichkeiten aus verschiedenen Kreativsparten über ihren Erfolgsweg und geben Einblicke in ihre Arbeit. Nebst international gefeierten Designern wie Stefan Sagmeister, den schwedischen Kreativrockern von Snask oder Street Artist Nychos, werden auch erfolgreiche Schweizer Kreativ-Unternehmer wie Daniel Freitag oder Illustrator Niklaus Troxler als Speaker auftreten. Daneben gibt es diverse Side-Events wie Workshops, Konferenzen, Ausstellungen oder Live Art Sessions.

Das erste Forward Festival in Zürich findet am 17. und 18. Juni in der FREITAG F-abrik @ NOERD statt. Das gesamte Programm finden Sie auf der Webseite. Es sind noch wenige Tickets verfügbar. Weitere Infos unter www.forward-festival.com

«Leaving Room»

Die Westschweizer Designerin Sibylle Stoeckli zieht für knapp einen Monat im Tipi in Zürich ein und präsentiert dort in ihrem selbst inszenierten «Leaving Room» eine Auswahl von Entwürfen, die ihren Umgang mit Gestaltung veranschaulichen. Zugleich ist die Ausstellung eine Art ausgedehnte «Farewell»-Party, bevor Sibylle Stoeckli im Sommer das Land verlässt. Dieser besondere Abschiedsgruss soll nochmals einen Einblick in ihre Arbeit geben. Speziell daran ist, dass nicht der Gegenstand als solcher im Mittelpunkt stehen soll, sondern die Interaktion mit seiner Umgebung. Gemeinsam mit den Keramikstücken von Barbara Postiasi und den Messingobjekten von Carl Auböck kreieren Sibylle Stoecklis Objekte Räume, die auch unsere Beziehung zur Welt der Dinge reflektieren. Schauen Sie im «Leaving Room» vorbei und sagen Sie Adieu.

Die Ausstellung dauert bis zum 15. Juli und ist jeweils von Mittwoch bis Freitag von 12 bis 18 Uhr und am Samstag von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Wo: Tipi, Ankerstrasse 31, 8004 Zürich

Noch mehr Tiefgang

Vor Kurzem haben wir uns hier den Haifischen im Pfäffikersee und ägyptischen Schätzen gewidmet, die aus den Tiefen des Meeres geborgen wurden und zurzeit in der Ausstellung «Osiris» im Museum Rietberg zu sehen sind. Irgendwie kriegen wir von den unergründlichen Tiefen der Ozeane aber gerade nicht genug und möchten euch das «Museo Atlantico» deshalb nicht vorenthalten. Allerdings: Wer es besichtigen will, muss sich auf einen Tauchgang begeben – es befindet sich nämlich in 12 Meter Tiefe unter der Meeresoberfläche, in der Bucht Las Coloradas vor der südlichen Küste von Lanzarote. Die Unterwasserausstellung besteht aus zehn Installationen, lebensgrosse Skulpturen, die der Künstler Jason deCaires Taylor aus pH-neutralem Zement gefertigt hat. Die Skulpturen sind jedoch nicht nur Ausstellungsobjekte, sie bilden auch ein grosses künstliches Riff, das der marinen Biomasse helfen soll, zu gedeihen und Unterschlupf für Engelhaie, Barrakudas- und Sardinenschwärme, Kraken und Schmetterlingsrochen bietet. Ziel von Jason deCaires Taylors Unterwasserkunst ist jeweils der visuelle Dialog zwischen Kunst und Natur, der ein Reflektieren über die heutige Zeit und die Fragen über die Nutzung der natürlichen Ressourcen aufwerfen soll. Die Frage, die sich mir im Moment stellt, ist: Sollte ich nicht doch endlich einmal den PADI-Tauchkurs absolvieren?

Berlin zu Gast in Zürich

Erleben Sie authentisches Berliner Lebensgefühl, coole Produkte und kreative Köpfe! Vom 5. bis 17. Dezember 2016 schnuppert Zürich echte Berliner Luft: Zum ersten Mal gastiert in der Schweiz «Pop into Berlin» ­ eine Kooperation von visitBerlin, Kulturprojekte Berlin und Berlin Partner, die den Spirit der Spreemetropole an die Limmat transportiert. Im Pop-up-Store präsentieren vom 5. bis 10. Dezember rund 20 kreative Berliner Labels angesagte Produkte aus den Bereichen Design, Fashion, Food, Kosmetik und Technik.

Danach wandelt sich der Store vom 13. bis zum 17. Dezember in einen Pop-up-Club mit Ausstellungen und Performances aus den Bereichen Architektur, Kunst und Musik. Die insgesamt vier Veranstaltungsabende werden mit Berliner DJ-Acts ausklingen. Abtanzen lässt es sich bereits in der ersten Woche in der teledisko, der kleinsten Disko der Welt.

Pop-up-Store: 5. bis 10. Dezember, Pop-up-Club: 13. bis 17. Dezember, Schoffelgasse 2/4, Rüdenplatz, Zürich

 

St. Gallen in neuem Licht sehen

Am 3. und 4. November gibt es in der Innenstadt von St. Gallen verschiedene Film- und Bildprojektionen zu sehen.

Mit dem Projekt «stadtprojektionen» wollen die beiden Initiantinnen Anna Vetsch und Nina Keel die Besucher animieren, einen neuen Blick auf die Innenstadt von St. Gallen zu werfen. «In St. Gallen befinden sich viele schöne Häuserfassaden und Plätze, die man kaum wahrnimmt, weil sich der Blick meistens auf Schaufensterebene bewegt», erklärt Anna Vetsch. Für zwei Nächte soll sich das nun ändern: Sieben Kunstschaffende aus dem In- und Ausland haben unterschiedliche Bild- und Filmprojektionen für verschiedene Plätze konzipiert. Diese hüllen vertraute Plätze und Häuser der Stadt in ein neues Gewand und sollen anregen, diese aus einer neuen Perspektive zu betrachten – sei es mit Blick auf die Gegenwart, auf ihre Geschichte oder eine Utopie.

Am 3. und 4. November werden die stummen Film- und Fotoprojektionen jeweils ab 18 Uhr zu sehen sein. Am 4. November finden zudem zwei Führungen durch «stadtprojektionen» statt: Führung 1 – Start: 19 Uhr / Treffpunkt: Klubhausstrasse 3, Dauer: ca. 60-90 Minuten. Führung 2 – Start: 21.30 Uhr / Treffpunkt: Webergasse 9, Dauer: ca. 60 Minuten.

Der neue Turm der Tate Modern

Der Erweiterungsbau der Londoner Tate Modern. Südansicht, ©Tate

Der Erweiterungsbau der Londoner Tate Modern. Südansicht, ©Tate

Endlich war es soweit: Nach neun Jahren Bauzeit eröffnete die Tate Modern am Wochenende ihren neuen Erweiterungsbau. Dank der zusätzlichen 21’000 Quadratmeter möchte die neue Tate Modern ihr Konzept weiter verfolgen und durch Zukäufe aus Südamerika, Afrika und Asien das geographische Blickfeld erweitern. Auch Künstlerinnen werden gezielt gefördert; in Zukunft sollen Frauen in der Tate Modern ebenso gut vertreten sein wie ihre männlichen Kollegen. Entworfen wurde das «Switch House» von den Basler Architekten Herzog & De Meuron, die auch schon die «alte» Tate Modern gestaltet hatten. Ziel von Herzog & De Meuron war es, Ursprungs- und Erweiterungsbau zu einem Konglomerat von Gebäuden verschmelzen zu lassen, die zusammen ein Ganzes bilden. Wer noch keine Ferienpläne hat und sich von der Strahlkraft des diesjährigen Sommers ermutigt fühlt, in Richtung Norden zu reisen: Die Ausstellung der palästinensisch-britischen Künstlerin Mona Hatoum läuft noch bis zum 21. August. Der Besuch der Sammlung ist nach wie vor gratis.

Wo: Tate Modern, Bankside, London SE1 9TG, www.tate.org.uk

24 Stops – Wandern zwischen Fondation Beyeler und Vitra Campus

 

Der Rehberger-Weg verknüpft über eine Länge von rund fünf Kilometern zwei Länder, zwei Gemeinden, zwei Kulturinstitutionen – und unzählige Geschichten. Er verläuft zwischen Weil am Rhein und Riehen, zwischen der Fondation Beyeler und dem Vitra Campus, die das Projekt zusammen mit der Gemeinde Riehen und der Stadt Weil am Rhein initiierten. Geleitet von «24 Stops», 24 Wegmarken des Künstlers Tobias Rehberger, lässt sich eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft erkunden. So gibt der Rehberger-Weg mit seinen Wegmarken den Anlass, die Geschichte und Geschichten der Umgebung und seiner Menschen kennen zu lernen und neu zu erzählen, und lädt zu einem Ausflug in die Natur ein. Bereits im September 2015 wurden die ersten 12 Wegmarken installiert. Seit Juni 2016 sind die «24 Stops» nun mit allen 24 Wegmarken zu erleben. Weitere Informationen zum Projekt, zum Künstler und zur Anreise sind auf der Website zu finden. Auch die detaillierte «Wanderkarte» steht dort zum Download bereit.

Kindermalworkshop mit Ted Scapa

Farbenfrohe Zeichnungen mit teils skurrilen und lustigen Figuren sind Ted Scapas Markenzeichen. Nun feiert der niederländisch-schweizerische Gegenwartskünstler seinen 85. Geburtstag ebenso bunt – und gemeinsam mit wohnbedarf in Zürich. Das Möbelhaus für Klassiker darf heuer ebenfalls ihr 85-Jahr-Jubiläum feiern. Exklusiv wird dafür ein Möbelmalbuch für Kinder lanciert, das kostenlos bei wohnbedarf an der Talstrasse 15 in Zürich abgeholt werden kann. Zudem lädt wohnbedarf Zürich alle Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen, an einen der vier Malworkshops mit Ted Scapa ein. Die Malworkshops finden jeweils am Samstag, 28. Mai sowie am 4. Juni um 11 bis 12 Uhr oder um 13 bis 14 Uhr statt. Anmeldung mit gewünschter Zeit sowie Anzahl von teilnehmender Kinder und Erwachsenen an meet@wohnbedarf.ch. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

World Crafts Talk – Berber Teppiche

Bereits zum vierten Mal findet am Donnerstag, 28. April 2016 der World Crafts Talk zum «Handwerk Berber Teppiche» statt. Der diesmalige Gast von Initiant und Moderator Philippe Kuntze ist die Inhaberin von Ait Selma und grosse Kennerin der Berber Kultur Salomé Bäumlin. Sie gewährt Interessierten einen Einblick in das durch die Globalisierung bedrohte Leben der Berber Frauen, die neben Landwirtschaft und Familie nach alter Tradition und in Heimarbeit, einzigartige Teppiche weben und knüpfen. Der World Crafts Talk zum Thema «Handwerk Berber Teppiche» findet am 28. April von 18.45 bis 19.45 Uhr im Qn’C-House of World Crafts an der Postgasshalde 23 in Bern statt. Der Eintrittspreis beträgt fünf Franken. Anmeldungen an: philipp.kuntze@qnc.ch, www.qnc.ch

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