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EM2N

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Die letzten Tage eines Kolosses

Gewöhnlich bedaure ich Häuser, die zum Abriss freigegeben werden. Ein Stück Geschichte verschwindet, wird ersetzt durch Neubauten ohne Charme und Patina. Anders an der Förrlibuckstrasse 180 in Zürich West: Der Granitkoloss «Orion» ist von so konsequenter Hässlichkeit, dass keinerlei Bedauern aufkommen mag. Umso weniger, als dass er kurz vor seinem Rückbau zum Hort für Kunst wird und somit zu einem würdigen Ende findet. Die Sollbruchstelle ist ein Kunstprojekt, das den Übergang von Altbau zu Neubau erfahrbar macht, indem sich die Kunstwerke ihrer eigenen Vergänglichkeit ausliefern. Kunst, die am und im sterbenden Bau präsentiert wird, verschwindet mit dem Abbruch. Kuratiert von Gründerin und Initiantin Nikkol Rot bespielen zehn Künstlerinnen und Künstler gegen 1000 Quadratmeter einer Etage. Vertreten ist auch das Architekturbüro EM2N, das den Neubau plant, der dereinst an der Förrlibuckstrasse in die Höhe wachsen wird. Noch bis Sonntagabend stehen die Tore offen, dazu gibt es Fischknusperli und Bier, Konzerte, eine Lesung und vor allem Zeit, sich vom sterbenden Bau zu verabschieden.

Tage der offenen Tür im Toni-Areal

Zürich hat eine neue Stadt. Eine Kunst-Stadt. In der Limmatstadt. Das Toni-Areal war einst Europas grösste Milchfabrik und ist nun eine der grössten Kunsthochschulen mit Berlin, Wien und Paris. Am Wochenende, 27. und 28. September 2014, wird die Eröffnung gefeiert, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Auf www.toni-tage.ch finden Sie das Programm so gross und umfangreich wie der Komplex selbst. Der Komplexe Wahnsinn heisst denn auch passend ein Artikel im Tagesanzeiger. Die Architekten von EM2N haben dieses 535 Millionen schwere Projekt geplant und mit Allreal (Besitzerin des Areals und Totalunternehmerin des Projekts) realisiert. Und falls Sie noch eine Wohnung suchen, finden Sie auf der Seite von Allreal www.toni-areal.ch Grundrisse und Preise von noch freien Wohnungen. Aber zurück zur Kunst: am Samstag, 25. Oktober 2014, geht es weiter mit dem ZHdK-Fest Creative City. Ich bin schon soooo gespannt! Die Wartezeit können Sie sich mit der nächsten Ausgabe von Das Ideale Heim vertreiben, in der Sie auf Seite 26/28 einen Artikel über den neuen Standort des Museums für Gestaltung im Toni-Areal lesen können. Die Ausgabe erscheint am 19. September am Kiosk.

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