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Design

Foundation Award in Basel

Junge, vielversprechende Architekten gibt es viele in der Schweiz. Um die besten von ihnen bei ihrem Start in die Selbstständigkeit zu unterstützen, wurde der Foundation Award gegründet und gestern Abend zum fünften Mal verliehen. Im S AM (Schweizerisches Architekturmuseum) in Basel überreichten drei der Jurymitglieder in feierlichem Rahmen den stolzen Gewinnern die Preis-Plakette. Über den zweiten Preis freuten sich Luca Camponovo und Marianne Baumgartner, deren Weg ich verfolge, seit ich für das Umbauen+Renovieren (UR) ein Portrait über sie geschrieben habe und die vor kurzem den Wettbewerb Aemtlerstrasse der Stadt Zürich gewannen. Nach der Laudatio von Jurymitglied Paul Mera verrieten sie, dass sie sich zur Zeit als «Archäologen der gebauten Landschaft» bezeichnen würden. Mit ihren Projekten wollen sie keine allgemeingültigen Antworten suchen und geben, sondern sich in der heutigen Zeit, in der es permanent an Zeit zu fehlen scheint, genau die Zeit nehmen, die jedes Projekt benötigt. Sie interessieren sich sowohl für das Flüchtige als auch das Konkrete und arbeiten mit Schärfe und Unschärfe. Spannend und neu waren für mich die Architekten Hans Focketyn und Miquel del Rio, die den ersten Preis erhielten. Jurymitglied Axel Simon betonte, dass beim Foundation Award nicht nur die architektonische Qualität im Vordergrund stehe, sondern auch die Arbeitsweise. Was genau diese bei Focketyn del Rio besonders macht, habe ich noch nicht ganz verstanden. Es fielen Schlagworte wie «kreuzbestäubende Prozesse», «den Fortschritt hinterfragen», «das Unvorhergesehene lieben». Aber wenn der Film über ihr vor einem Jahr gegründetes Büro bald bei art-tv.ch online ist, kann ich ihn mir nochmal in Ruhe anschauen. Als spannende «Challenge» empfanden sie es, sich für den Film Gedanken zu machen, wie sie sich präsentieren möchten und wie sie ihr architektonisches Statement formulieren. Mit dem Mittel der «soft Radicality» konnten sie jedenfalls jüngst den Wettbewerb für die Kaserne Basel für sich entscheiden. Mehr über Focketyn del Rio studio können Sie voraussichtlich demnächst in einem Portrait im UR lesen. Gern würde ich jetzt auch noch ein paar Worte über Michael Hirschbichler schreiben, der den dritten Preis gewann, doch jetzt muss ich los nach Fribourg zu LVPH Architekten, um eine umgebaute Scheune für den nächsten Report im UR zu besichtigen. Gute Woche!

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