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Architektur

Bikini und viel Liebe

Die Zeit in Berlin reicht nie. So habe ich wieder einmal unendlich viel verpasst wie etwa die Berlin Design Night von Create Berlin, bei der über 40 Designstudios und -agenturen aus den Bereichen Grafik, Design, Mode, Interactive und Sound ihre Türen von 17-24 Uhr geöffnet hatten. Dafür bin ich unerwartet gewissen Formen von Kunst am Bau und an der Strasse begegnet und habe zudem das umgebaute Bikini-Haus besucht. Letzteres ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus den 1950er-Jahren, das erst kürzlich mit einem überarbeiteten Gebäude-Konzept wiedereröffnet wurde. Das eigentliche Haupthaus beherbergt neben verschiedenen Design- und Fashionshops auch eine Markthalle mit ständig wechselnden Pop-Up Stores. Der Fokus liegt dabei auf kleineren Brands und Labels, denen man in den grossen Einkaufsstrassen sonst kaum begegnet. Das Bikini-Haus wird vom hübschen Kino Zoo Palast und dem 25hours hotel flankiert, für dessen Innenleben das renommierte Studio Aisslinger verantwortlich zeichnet. Summa summarum ist das Bikini ein durchaus schöner Ort für einen entspannten und erfolgreichen Shoppingtag. Und wem das zu öde wird, der kann sich gleich nebenan im Zoo unterhalten.

Das habe ich jedoch ausgelassen, damit ich noch rechtzeitig zur Vernissage von Llot Llov kam. Das Designkollektiv begeistert regelmässig mit seinen Rauminstallationen, und Möbel können sie auch richtig gut entwerfen… Jedenfalls haben sie ein paar andere Kreative zu sich ins Baerck geladen und veranstalteten eine «In-House Objekts»-Ausstellung, an der man nicht nur wunderschöne Objekte bestaunen konnte, sondern von den Designern gleich Rede und Antwort erhielt. Meinen Landsmann, den Schweizer Product Designer Nikolas Kerl, konnte ich leider nicht ausfindig machen und musste ohne einer seiner wunderschönen Glasobjekte heimkehren. Eben, die Zeit in Berlin reicht nie.

 

Anmerkung zum Titel: Llot Llov erinnert zwar an «viel Liebe» (mit etwas Spielraum aus dem englischen übersetzt…), bedeutet aber nichts anderes als «Voll Toll» – rückwärts gelesen.

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