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Architektur

Fünf Häuser in zwei SIA Tagen

Achtung Bilderflut! Doch ich will kurz die Gebäude vorstellen, die ich am letzten Wochenende kennenlernen konnte. Kennenlernen, fragen Sie sich jetzt? Menschen lernt man kennen, ja. Ich finde da aber Parallelen. So, wie mir Charaktereigenschaften an Menschen gefallen oder eben nicht, finde ich Themen an Gebäuden, die mir zusagen und andere, die mir eher «unsympathisch» sind. So kann mir ein Gebäude gefallen, weil die Äusserlichkeiten (Materialisierung) schön sind oder unsere Grundeinstellung (Villa oder Genossenschaft) übereinstimmt, mich der Tiefsinn (räumlicher Reichtum) in seinen Bann zieht oder die Konstruktionsweise (hier wird es schwieriger einen passenden Vergleich zu finden – Bodenständigkeit? Bildung?) interessant ist.  Wie bei den Menschen auch spielen die verschiedenen Faktoren zusammen. Und müsste ich sie auf den Punkt bringen, haben wir da das Mehrgenerationenhaus mit der «Balkonschicht, die verbindet», die Hausskulptur am Waldrand mit Traumsicht über Zürich, die schwarze Villa mit dem Schrägdachbonus, die innen ganz weiss ist. Dann eine Umnutzung von Büros und Lager zu Wohnungen in einer schönen Altbausubstanz, bei der die Materialisierung aber schwächelt ( … doch Äusserlichkeit ist ja nicht alles. Dafür gibt es Gemeinschaftsbalkone.) Und zu guter Letzt sind da 22 Alterswohnungen im Holz-Hybridbau (mit Betondecken) und einer Fassade und Kubatur, die an Mondrian Collagen erinnert. Hier also meine fünf neuen Bekanntschaften von den SIA Tagen. Angefangen mit der «Giesserei» in Winterthur von Galli Rudolf Architeken.

Das «Haus in Albisrieden» von Meier Hug Architekten hat eine aussen tragende Betonfassade und ist innen gedämmt.

Das «Haus Oertel-Höhn» von Harder Spreyermann Architekten ist aussen mit schwarzen Schieferschindeln überzogen, um sich in der Umgebung zu behaupten. Ein weisser Boden (Naturofloor) betont die skulpturale Form des Innenraums. In Zollikon erhält man einen Bonus von 0,5 Prozent auf die Ausnützungsziffer, wenn man ein Schrägdach baut. Hier zeigen die Architekten, wie man die gesetzlichen Vorgaben bis auf den letzten Kubikmillimeter ausreizt und trotzdem gute Architektur schafft.

Der ehemalige Volg-Hauptsitz in Winterthur wurde von Ruedi Lattmann Architekten zu Wohnungen umgebaut. Entstanden sind verschiedene, interessante Grundrisse und grosse Balkone zur gemeinschaftlichen Nutzung.

Im malerischen Oberwinterthur sind 22 Alterswohnungen entstanden. Armon Semadeni Architekten mit Meier Hug Architekten und dem Holzbauingenieur Hansbeat Reusser haben mit Dachgauben, Einschnitten und einer belüfteten Holzfassade einen Neubau gelungen auf dem Grundstück mit schönem Baumbestand eingebettet.

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