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Architektur

En amour avec Nice

Das Beste was man an einem verlängerten Regen-Wochenende tun kann? Regen da lassen und auf nach Nizza! Die Côte d’Azur-Perle ist seit meinem letzten (und ersten) Besuch meine neu-erkorene Lieblingsstadt. Auslöser dafür gibt es viele. Die gehören aber nicht hierher und daher nenne ich den einen relevanten, alles entscheidenden Grund: Wenn man durch Nizzas Strassen geht, bleibt der Kopf erhoben. Nicht wegen den vielen schicken Leuten, denen man es an Ele- und Arroganz gleichtun möchte, auch nicht, weil man all die Leckereien der Geschäfte und Restaurants auf Augenhöhe meiden will und schon gar nicht, weil man den Blickkontakt zu den zahlreichen Bettlern und weniger Begüterten auszuweichen versucht – nein, es liegt an den Gebäuden. Selbstbewusst schiessen sie links und rechts entlang der Strassen und Gassen in die Höhe oder formen einen verschworenen Kreis sowohl um mächtige «Places» als auch um versteckte Innenhöfe. Ein buntes Mischmasch aus einfachen provenzalischen Dorfhäuschen, an deren sonnenvergilbten ockerfarbenen Fassade die Wäsche zum Trocknen hängt, und aus mondänen Stadtrefugien, die einem die Begriffe wie Belle Époque, Fin de Siècle und Art Déco regelrecht entgegen schleudern. Schlussendlich ist es nicht so wichtig welche Route man durch Nizza wählt, solange man erhobenen Hauptes geht.

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