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Design

Dadadum bei teo jakob

Das Schweizer Möbellabel Dadadum, 2012 von Tessiner Grafikdesigner Demian Conrad ins Leben gerufen, präsentiert sich endlich auch im Norden der Schweiz. Die Entwürfe sind bei teo jakob im Löwenbräu-Areal bis zum 25. April zu sehen. Demian Conrad war an der Eröffnung der Ausstellung vor Ort und erklärte seine Motivation. Die drei ersten Würfe der Marke führen es vor Augen: Es geht hier um Solidität. Und zwar sowohl bezüglich der Materialität und der Form (ehrliche Schweizer Werkstoffe, schnörkellose Schnitte, keine Farbe) als auch der Botschaft, welche die Marke vermitteln möchte: zurück zu den Wurzeln der «guten Form», zurück zu den Vorreitern der Schweizer Designkultur aus den 40erJahren! Aber nicht im Sinne von nostalgischem Kultivieren der Tradition, sondern eher als Akt des Weiterdenkens und Weiterentwickelns. Eine klare Ansage also. Die Designer hat Conrad mit Bedacht gewählt: Es sind selbstverständlich Schweizer, sie haben einen gewissen Bekanntheitsgrad («Schliesslich wollen die Leute  auch Namen», meint Conrad dazu) und sie stehen mit ihrer gradlinigen Formensprache für die Urqualitäten des Schweizer Designs. Der Gründer möchte weiterhin mit wenig Designern arbeiten, dafür eine intensive Zusammenarbeit pflegen. Dieses klar formulierte Programm, das auch stark territorial verankert ist, hat dennoch auch eine verspielte Note. Der Name «Dadadum» spielt mit dem Bezug zum (in der Schweiz geborenen) Dadaismus. Vielleicht war es an der Zeit, dass Dada nach 96 Jahren seine Spur auch im Design hinterlässt. «Blago bung, blago bung» (Hugo Ball) und – dumdumdum. Da da!

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