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Allgemein

Grand Palais Paris – neue und alte Liebe

Dem Grand Palais bin ich schon als kleines Mädchen verfallen und er ist noch immer eines meiner liebsten Gebäude in Paris. So war ich mässig begeistert, als ich von der Ausschreibung hörte, den Grand Palais zu modernisieren. Denn allzu oft misslingen solche Transformationen. Meist weil das Neue mit dem Alten in Konkurrenz tritt statt mit diesem eine Symbiose einzugehen oder weil die Kreativen ihre Ideen – mit denen sie den jeweiligen Wettbewerb gewonnen haben – schliesslich doch nicht konsequent umsetzen dürfen und seltsame Kompromisse geschlossen werden, die weder dem Alten noch dem Neuen gerecht werden. Umso erfreuter war ich, als ich obige Bilder zugesandt bekam. Als Gewinner des Wettbewerbs zur Restauration und Renovation mit Redesign des Grand Palais wurde dem 2002 von Benoît Jallon und Umberto Napolitano gegründeten Architekurbüro LAN (Local Architecture Network) Paris nun die Ehre und Verantwortung zuteil, eines der schönsten Wahrzeichen von Paris zu transformieren. Die beiden und ihr Team verstehen das Tätigkeitsfeld Architektur als die Schnittmenge verschiedener Disziplinen, was sie dazu treibt unter Einbezug sozialer, urbaner, funktionaler und formaler Fragestellungen immer neue Felder zu erforschen. Mit dem Ziel, elegante zeitgemässe Antworten zu kreieren für kreative wie pragmatische Belange. Dies ist ihnen mit den Eingriffen am Grand Palais ebenso gelungen wie dessen Historie und Anspruch, eine Kulturmaschine zu sein, zu respektieren und zu stärken. Die Neugestaltung bezieht auch Aussenräume bis zu Dachwegen hoch über und mit Blick auf Paris mitein und bietet dereinst noch mehr Raum sowie Infrakstruktur für verschiedenste kulturelle Veranstaltungen. Auf die ich mich ebenso freue wie darauf, bald die Zinnen des Grand Palais mit drei anderen grossen Paris-Lieben von mir bekannt zu machen und in einen seeligen Zuckerschock zu verfallen mit meiner geliebten heissen Schokolade von Angelina – die es mittlerweile auch zum Mitnehmen im Becher und in Flaschen für zu Hause gibt – und einem Tartelette aux Pommes sowie ganz vielen Punitions (den unscheinbaren «Bestrafungen» verfällt man nach dem dritten restlos) von Poilâne.

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