//
you're reading...

Architektur

Will it sustain?

Mit dem Thema Nachhaltigkeit setzt sich die Ausstellung «Will it sustain?» im Dänischen Architektur Zentrum auseinander. Mittlerweile ist das Gebiet schon so umfassend, dass man sich nicht mehr zurechtfindet. Manche meinen sogar, viele Nachhaltigkeitsstempel sind nur Lug und Trug. Besonders stark wird der Bereich Architektur und Städtebau durch Nachhaltigkeit und deren Ansprüche beeinflusst. «Städte kurzer Wege» kommen zur Sprache und Ausbau der Verkehrswege, um den Verkehr möglichst fliessend zu halten. Minergie, Effizienz und Nutzerfreundlichkeit sind Punkte, die Gebäude stark beeinflussen. Hightech oder Lowtech, was ist die bessere Lösung? Grauwassernutzung? Wie funktioniert das genau? Und kann ich die … in mein Haus überhaupt noch selbst beeinflussen, wenn alles durch Lüftungs-, Heiz- und Energietechnik kontrolliert wird? Das zweite grosse Thema der Ausstellung bezieht sich auf unser privates Leben. Ökologischer Fussabdruck ist noch mal genau was? Und kann ich meinen verringern dadurch, dass ich biologisch erzeugte Lebensmittel esse oder doch lieber aus der Mülltonne hinter dem Supermarkt? So komplex, Nachhaltigkeit auch ist und wir vielleicht nie richtig verstehen werden, wie wir uns «korrekt» auf dieser Erde bewegen sollen, so komplex ist auch die Ausstellung «Will it sustain?». Sie gibt nicht nur Antworten auf all diese Fragen, aber zeigt viele verschiedene Ansätze und Möglichkeiten. Die Ausstellung ist in drei Schwerpunkte unterteilt. «Behind the Green Door», kuratiert von der belgischen Künstlergruppe Rotor, stellt 600 nachhaltige Projekte von Architekturbüros, Unternehmen oder Umweltorganisationen vor. Die Palette reicht von solarbetriebenen Rasenmähern über energiesparende Fassaden bis zur Produktion von nachhaltiger Kleidung. Der Ausstellungsbereich «The Banality of Good» gibt einen Blick auf nachhaltigen Städtebau und dessen soziale Komponente. Sogenannte «New Towns», ideale Städte aus sieben verschiedenen Ländern werden untersucht auf  Gleichberechtigung der Bevölkerungsgruppen, sozialen Fortschritt und die Möglichkeiten, die sie der Durchschnittsbevölkerung bieten. Das dritte Standbein bildet der Ausstellungsbereich «Shifts». Die dänische Powerhouse Company hat in Zusammenarbeit mit dem Architekturkritiker Hans Ibelings einen Blick auf die Finanzkrise und ihren Einfluss auf die Architektur geworfen. Was passierte in der Architektur vor 2008 und welche Auswirkungen hatte die Krise auf die Architekten?

Die drei Ausstellungsteile wurden ursprünglich in anderen Museen gezeigt und werden nun im Dänischen Architektur Zentrum zusammen gezeigt. In dieser Konstellation bieten die Ausstellungen auch mehr als reine Befriedigung der Schaulust. Viele Diskussionen, Vorträge, Filme, geführte Touren und Familien Aktivitäten begleiten die vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die genauen Termine finden Sie im Kalender des Dänischen Architektur Zentrums.

Diskussion

Keine Kommentare.

Post a Comment

Neueste Beiträge

Follow

Get every new post delivered to your Inbox

Join other followers: