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Bokashi – Kompostieren in der Küche

Mit der japanischen Bokashi-Methode kann organischer Abfall direkt in der Küche kompostiert werden.

Mit der natürlichen japanischen Bokashi-Methode kann organischer Abfall direkt in der Küche kompostiert werden.

Gerade hat die Redaktion von Das Ideale Heim das Gartenjahresheft (erscheint am 7. März 2014) fertiggestellt. Aus Platzgründen, konnte ich den genialen «Indoor Composter» darin leider nicht vorstellen, deshalb empfehle ich ihn Ihnen auf diesem Weg.
In der Schweiz haben wir eine hohe Abfalltrennmoral, Papier, Karton, Glas, PET, Metall, Batterien usw., doch viele Gewillte haben nicht die Möglichkeit organische Abfälle zu kompostieren. Und selbst wenn man Zugang zu einer Kompostieranlage beim Nachbarn oder im Quartier hat, bleiben immer noch der Geruch, die sich ansammelnde Flüssigkeit, der zu kleine Behälter, der weite Weg zum Kompost, die unangenehme Reinigung des Behälters und unzählige weitere Gründe, weshalb man es lieber bleiben lässt. Nicht umsonst war das Kompost-Ämtli stets das unbeliebteste zu Hause, vor allem im Sommer, wenn «Fruchtmüggli»-Schwärme ihr Unwesen trieben.
Der  «Indoor Composter» lässt alle Ausreden nichtig werden, mit der natürlichen, japanischen Bokashi-Methode dauert der Kompostiervorgang nur halb so lang und ist ausserdem geruchlos. Der Behälter fasst ca. 18 Liter, nimmt also eine grosse Menge organischen Abfalls auf, und findet dennoch gut Platz unter der Spüle. Der Deckel schliesst luftdicht, so herrscht im Innern ideales Klima für anaerobische Fermentation, während Gerüche nicht entweichen und also auch weder «Fruchtmüggli» noch Fliegen angelockt werden. Die im organischen Abfall enthaltene Flüssigkeit tropft durch ein eingesetztes Filtergitter und sammelt sich so separiert am Boden des Behälters. Dank einem Zapfhahn kann sie separat entnommen und als nährstoffreicher Dünger für Topfpflanzen und -gemüse oder den Garten genutzt werden. Wenn der Behälter voll ist, dauert es nur 10 Tage, bis ein Vorkompost entsteht, den man dem Garten zuführen kann und der sich innert etwa einem Monat in eine reiche Humusschicht verwandelt. Der Kompost impft den Boden mit Mikroorganismen, die ihn von chemischen Behandlungen entgiften, unterstützt die natürliche Bodenökologie und zieht nützliche Insekten und Nematoden an. Er macht den Boden so fruchtbarer, wodurch die Ernte ertragreicher und von höherer Qualität sein wird. Weil die Fermentation 10 Tage dauert, empfiehlt es sich, zwei Behälter zu haben, um einen Dauerbetrieb zu gewährleisten.

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