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Kunst

Rituale *2: Kunst im Stadtbad

In der Wintersaison 2013/2014 präsentiert das Stadtbad erneut Kunst. Der Kurator Stephan Meylan hat fünf Videokünstlerinnen eingeladen, Installationen zum Thema Rituale zu zeigen. In der ‹Transit›-Zone zwischen Hammam und Ruheraum kann sich der Betrachter hinsetzten und die Videos in Ruhe auf sich einwirken lassen. Den Einstieg in die Serie macht die Zürcher Künstlerin Anina Schenker. Ihre beiden Videoarbeiten «from dusk till dawn» und «parole» nehmen das Thema des Rituals auf je eigene Art und Weise auf. In «parole» sieht man zwei Frauenköpfe, die sich gegenseitig mit Wasser bespucken. Das Wasser visualisiert dabei die Sprache, dargestellt wird ein misslungener Versuch der Kommunikation. Die Arbeit ist für eine Universität in Lausanne entstanden und bildet dort eine permanente Installation. Im zweiten Video  - das sich näher beim Bad befindet – sieht man einen Menschenkörper in einer schlafenden Pose. In langsamen Bewegungen steigt Dampf aus dem Körper auf: Dabei scheint er sich gleichsam aufzulösen. Man denkt dabei unwillkürlich an den Seelenhauch. Diese beinahe unheimliche Note scheint bereits im Titel mitzuschwingen. Dennoch ist es ja auch das, was man an einem solchen Ort sucht: eine Art Weg-Treten, die einen wieder zu sich bringen soll. Insofern reflektiert «from dusk till dawn» das Ritual des Badbesuchs als solchen. Unterstützt wird die Wirkung der Videoarbeiten durch einen passenden Soundtrack. Anina Schenker arbeitet dabei immer mit demselben Musiker, Simon Ho.

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