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Café

Pub mal anders

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von euch seinen nächsten Urlaub im englischen Tillington in West Sussex verbringt ist, das gebe ich zu, äusserst gering. Nichtsdestotrotz möchte ich es nicht versäumen demjenigen, den es vielleicht doch einmal auf diesen Flecken Erde verschlägt, einen Geheimtipp anzuvertrauen: The Horse Guards Inn. Pubs gibt es in England ja (noch) wie Sand am Meer und Pubs mit gutem Essen mittlerweile auch viel mehr, als die Klischees über schlechtes englisches Essen vermuten lassen.

Doch dieses kleine Goldjuwel ist so etwas wie eine Goldgrube. Zumindest für jene, die Wert und Gewinn nicht in finanziellen Angelegenheiten, sondern in Genussdingen erkennen. Wie etwa einer gemütlichen Atmosphäre, Speis und Trank von höchster Qualität und einer Umgebung, in die offensichtlich genauso viel Liebe zum Detail gelegt wurde, wie in die täglich wechselnden Gerichte, die ausschliesslich aus englischen und hauptsächlich aus lokalen Produkten bestehen. Während man im Pubinnern neben offenen Kaminen, allerlei Pferdegeschirr und alten Holzmöbeln zufriedene Gäste mit – je nach Tageszeit – mehr oder weniger gefüllten Cidergläsern vorfindet, setzt sich das kunterbunte Potpourri von Gebrauchs- und Dekorgegenständen (und trinkenden Gästen) auch im Garten fort. Die Engländer und ihre Gärten. Hier, im wild-gehegten Aussenbereich, erfahren die Hühner ein freies und glückliches Leben, bevor sie als ausgezeichnete Terrine auf dem Teller vor dem Gast landen. Wenn das nicht das Paradies ist, wo ist es dann? Womöglich im ersten Stock des 350 Jahre alten Pubs, denn wer den Ort aufgrund bereits zu früh eingesetzten Ciderkonsums nicht mehr verlassen kann, findet in einem von drei wunderschönen Zimmern Unterschlupf. Hingehen und sehen!

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