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Architektur

Nya Nordiska Industriebau erhält Architektur-Preis des BDA

Im Sommer diesen Jahres wurde die neue Shedhalle von Staab Architekten Berlin mit dem BDA-Preis «NIKE für Fügung» ausgezeichnet. Der Gebäudekomplex erweitert die historische Industriesubstanz des Textilunternehmes Nya Nordiska in Dannenberg. Einen Preis «für Fügung» zu erhalten, halte ich für eine beachtenswerte Sache. Wenn sich etwas fügt, kommt quasi das eine zum anderen, idealerweise passgenau. Manchmal jedoch verbirgt sich hinter dem tugendhaften «sich fügen» ein Zwang, der mit Unwille und Notlösungen verbunden ist. Da geht es den Häusern wie den Menschen. Einen Produktionsstandort an einer innerstädtischen Lage zu konzipieren und zu realisieren, ist deshalb sicher einer der heikleren Bauaufträge. Deshalb hätte ich – wäre ich der BDA – den Preis auch an Nya Nordiska und Staab Architekten verliehen. Denn dieses Beispiel zeigt, wie es gelingen kann, neue Industriebauten in ein gewachsenes Stadtbild einzufügen und sogar städtebaulich aufzuwerten. Wo ein Wille ist, ist auch Fügung. Gratulation!

Eine Auswahl an entgegengesetzten Beispielen, nämlich alte Fabrikgebäude, die nicht mehr gebraucht werden und deren ursprünglicher Nutzungsauftrag nicht mehr aktuell ist, porträtieren wir in unserer aktuellen Ausgabe DAS IDEALE HEIM Nr. 9 (ab 16. August am Kiosk). Mehr und mehr alte Werks-, Montage- oder Maschinenhallen werden zu Wohnbauten umgestaltet. Und zum Glück gibt es nur wenige Beispiele bei denen ästhetische und kulturhistorische Unsensibilität die Abrissbirne schwingen lässt. Viele der manchmal eigenwilligen aber immer charakterstarken Gebäude erhalten ihr Gnadenbrot oder gar ein zweites Leben mit komplett anderen Nutzungskonzepten. Wie es sich beispielsweise in sogenannten Lofts leben lässt, lesen Sie im aktuellen Heft.

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