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Design

Zuschauen, wie Design entsteht: Workshop “Love Me Bender”

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Im Rahmen der Ausstellung “neu/vertraut” war das Wiener Kollektiv “Breaded Escaloppe” – bestehend aus Sacha Mikel, Martin Schnabl und Michael Tatschl – für eine Designperformance zu Gast. In ihrer mobilen Biegewerkstatt wurde das Holz erhitzt, um es formbar zu machen. Dabei spielte den geübten “Biegern” die hohe Lage (1800 M.ü.M.) der alpinen Destination St. Moritz ein Schnippchen. Nicht nur siedet Wasser dort oben schneller, sondern auch der Prozess des Holz-Weichmachens dauert aufgrund der Trockenheit viel länger als üblich.

Nachdem es schliesslich so weit war, packten die “Buben” zu dritt an.  Je stärker gebogen werden muss, desto mehr Kraftaufwand bedarf es.

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Mit fünf weiteren Designern war das Trio eingeladen worden, eine moderne Interpretation der traditionellen Stabelle zu liefern. Die Arbeit von “Breaded Escaloppe” ist gekennzeichnet durch eine kritische Auseinandersetzung mit der Aufgabe und Notwendigkeit zeitgenössischen Designs.  Insofern liegt ihnen das Thema der Appropriation besonders. Das prozesshafte Entwickeln eines Entwurfs sowie ihr experimenteller Ansatz konnte man an der Designperformance von Nahem erleben. Die klassische Stabelle wurde wurde mit einfachen Eingriffen zu einem neuen Objekt weiter entwickelt.

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Zwei gebogene Holzteile umarmen die bestehende Stuhlstruktur; durch das nachträgliche Beizen derselben wird die präzise Intervention der Designer sichtbar gemacht.

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Zum Schluss wurde das neue Objekt feierlich auf den Namen “Pipistrello” getauft.

Weitere Infos unter: www.happenprojects.com, www.breadedescaloppe.com

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