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Design

Grün – aber richtig

Seit Wochen ärgere ich mich über die Flut an Pressemeldungen, die die angebliche Trendfarbe Grün bzw. Greenery losgetreten hat. Wem nun weder «Greenery» noch «Pantone Farbe des Jahres 2017» etwas sagt, der braucht sich nicht zu beunruhigen – es gibt wichtigere Dinge. Die können auch grün sein, so wie die Hoffnung. Oder wie der «CityTree» des Dresdner Start-Ups Green City Solutions. Dieser Stadtbaum ist nicht im eigentlichen Sinne ein Baum, sondern eine Wand und genauer: ein innovatives Bepflanzungskonzept, das Städten eine Lösung gegen Luftverschmutzung und zunehmende Hitzebelastung anbietet. Der City Tree besteht aus einer Stahlkonstruktion, die mit lebendem Moossubstrat und einer Deckbepflanzung aus ausgewählten Laub- und Nadelgehölzen, Stauden, Gräsern und Blühpflanzen bepflanzt wird und überall aufgestellt werden kann. Und was wissen wir nun über Pflanzen? Dass sie die positive natürliche Eigenschaft besitzen, Feinstaub und Stickoxide aus der Luft zu filtern und so unsere Atemluft zu verbessern. Durch die vertikale Anbringung der Pflanzen kann die Feinstaubbelastung gar um bis zu 30 Prozent verringert werden. Laut Green City Solutions ist ein City Tree im Stande, die Stadtluft so effektiv zu filtern wie 275 Bäume! Zudem sorgen Pflanzen mit ihrer Verdunstungs- und Verschattungsleistung für ein angenehmeres Klima und sind ganz einfach auch hübsch anzusehen. Das alles ist tatsächlich grossartig und spricht für die Sache. Und solange keine richtigen Bäume wegen dieser Bilanz weichen müssen, freuen wir uns über jede Pflanzenfilterwand, die in den Städten aufgestellt wird. (Bilder: Green City Solutions)

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