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Kultur

Biennale Skulpturen-Symposium im Weiertal Winterthur

Der Titel des diesjährigen Biennale Skulpturen-Symposiums lautet «ein Sommertagtraum». Der Kurator der aussergewöhnlichen Freilichtschau, Guido Magnaguagno, erklärte anlässlich der Eröffnung seine Inspiration für diese Wahl. Gerade die Szenerie des zauberhaften Parks im Weiertal evoziert den «Sommernachtstraum» von Shakespeare. Im Traum gerät alles drunter und drüber, alles folgt einer anderen Logik, beziehungsweise setzt diese ausser Gefecht. Zugleich wird im Traum die Grenze zwischen Traum und Realität aufgeweicht. Üblicherweise träumen wir bei Nacht. Künstler träumen auch tagsüber. Ihre Kunst besteht unter anderem darin, den Traum in den öden Alltag zu holen. Tagträume seien die interessanteren Träume, soll der Surrealist René Magritte gesagt haben. Die Arbeiten im Park seien eine Einladung zum Tagträumen, meinte Magnaguagno. Die meisten der 30 geladenen Schweizer Künstler haben ihre Werke (Skulpturen, Objekte, kinetische Werke, Video-, Audio- oder Lichtkunst) für den Ort geschaffen. Unter den Künstlern befinden sich grosse Namen wie Not Vital oder Daniel Spoerri, aber auch unbekanntere oder wieder vergessene Künstler. Alle haben letzten Sommer die Örtlichkeit besucht und ihre Lieblingsplätze ausgesucht. Entstanden sind ganz unterschiedliche Arbeiten, welche den Garten in eine Traumlandschaft verwandeln. Die künstlerische Leitung (Ulla Rohr und Maja von Meiss) hat bewusst auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Lesungen, Führungen, Diskussionsrunden und Konzerten geschaffen. Der Kunstort Weiertal soll ein Ort der Begegnung für alle sein. Auf dass das Träumen kein weit entferntes Trugbild sei, sondern real gelebt werde.

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