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Allgemein

Designförderung bei Lieblingstuhl

Der Stuhl gilt unter Designern als Königsdisziplin. Er ist gerade deswegen während des Studiums ein geeigneter Forschungsgegenstand. Die beiden Gründerinnen der Möbelgalerie Lieblingsstuhl, Nina Röhrs und Tina Boetsch, möchten die Entwicklung von jungem Design aktiv fördern. In Zusammenarbeit mit den beiden Professoren der Akademie der Bildenden Künste in München Carmen Greutmann-Bolzern und Urs Greutmann beauftragte man 9 Studenten ausgehend von einem Material, einen Stuhl zu entwickeln. Dieses Jahr wählte man ECOR aus, ein innovativer, biobasierter Werkstoff (absolut schadstoff-frei!), der aus Zellulosefasern und landwirtschaflichen Nebenprodukten besteht. Das vielseitig verwendbare Material, das von einem Architekten entwickelt wurde, wird beispielsweise im Messebau oder auch für Ladeneinrichtungen verwendet. Für die Studierenden galt es, das Material für den Möbelbau zu erkunden. ECOR ist sehr leicht, aber dennoch stabil. Zudem ist es in nassem Zustand formbar. Die Vielfalt der Entwürfe, die aus den Experimenten entstand, erstaunt. Ob die Prototypen einer seriellen Produktion standhalten würden, ist bei diesem Projekt sekundär. Gerade die Geschichte des Stuhls zeigt, dass neue Materialien immer wieder zu neuen Formen inspirierten, die später zu Ikonen wurden. Eine sinnvolle Förderung muss genau diese Experimentierfreudigkeit zulassen. Die Ausstellung kann bis 4. Juli  jeweils am Samstag zwischen 11 und 17 Uhr oder nach Vereinbarung besichtigt werden.

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