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Architektur

Sollbruchstelle die Dritte

«Vergesst den Regenwald! Moos ist viel wichtiger fürs Klima», erklärte gestern der Künstler Jürg Egli sein Werk im Rahmen des Projektes Sollbruchstelle 03.  «Kunst am sterbenden Bau», so das Motto der temporären Nutzung von Abbruchgebäuden, die nun bereits zum dritten Mal stattfindet und heute Abend ab 17 Uhr zur Vernissage lädt. Diesmal in der ehemaligen Autocarrosserie Boffa & Zimmermann in Zürich-Wiedikon, gleich neben dem SalutSalon im Wohnhaus an der Weststrasse 20. Gebannt folge ich auch den Erläuterungen von Chrissy Angliker. Die junge Schweizer Künstlerin, die seit ihrem 16. Lebensjahr in Brooklyn lebt, erscheint auf den ersten Eindruck kaum fähig, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen. Doch mit ihrem amerikanisch eingefärbten Schweizerdeutsch und den tiefenpsychologischen Überlegungen zu ihrer Arbeit am sterbenden Bau fasziniert mich die zierliche Frau schon nach wenigen Sätzen. Neben Werken weiterer Künstler gibt es ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Konzerten, Film, Food und Drinks. 140 neue Wohnungen nach Plänen der Moser Wegenstein Architekten werden dann nach dem Abriss der Garagen zur Nachverdichtung der Stadt Zürich beitragen. Die Visualisierungen der vier Mehrfamilienhäuser versprechen jedenfalls lebendige Dichte mit Aufenthaltsqualität im Inneren und städtische Qualität nach traditionellem Vorbild in aufgelockerter Blockrandstruktur.

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