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Kultur

Neue Medien in Museen – Gauguin in Basel

Das interaktive Buch – Ausstellung Paul Gauguin, Fondation Beyeler, 2015 (Foto ©

Das interaktive Buch – Ausstellung Paul Gauguin, Fondation Beyeler, 2015 (Foto © Mark Niedermann)

Die Bilder, die zu Lebzeiten Paul Gauguins niemand kaufen wollte, gehören heute zu den teuersten der Welt. Die Zeiten ändern sich. Das Präsentieren von Malerei – Wand, Nagel, Bild – ist auch nicht mehr (nur) das, was es mal war. Die Fondation Beyeler in Basel zeigt derzeit die Ausstellung Paul Gauguin (bis 28. Juni) mit einer Erweiterung durch einen sogenannten multimedialen Vermittlungsraum. Der Clou: das interaktive Buch, in dem die Bilder bewegt und mit einer weiteren buchfremden Dimension, mit Ton, erweitert worden sind. Das Brüten über neue museale Vermittlung gelingt der Firma iart auf wirklich eindrückliche Weise. Gemälde (im Allgemeinen) locken zwar immer noch Kenner ins Museum, aber die breite Masse, auf die Museen natürlich auch spekulieren (müssen), ist das nicht gerade. Das Buch und andere New Media vermitteln Leben und Werk Gauguins unterhaltsam und mitreissend. Nicht zuletzt weil ausgerechnet Gauguins Leben auch viel hergibt an Eskapismus, an Paradies und Drama. Schlussendlich gelingt es den Ausstellungsmachern Artefakt, Dokument und Erzählung zu verschmelzen und einen Galeriebesuch fast so spannend wie einen Kinobesuch zu machen. MakingOf Teil 1 und MakingOf Teil 2.

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