//
you're reading...

Allgemein

Global Design Research im Depot Basel

Sibylle Stœckli, Produktedesignerin aus Lausanne, brach 2012 bewusst mit ihrer bisherigen Praxis des Entwerfens neuer Gegenstände und begab sich auf Forschungsreise. Bei der Suche nach der Antwort auf die Frage, was die Menschen letztlich alle gemein haben, stiess sie auf ihrer Weltreise auf die Nahrung. Ihr widmet sie sich seither im Rahmen ihrer Global Design ResearchDepot Basel hat Sibylle Stœckli eingeladen, ihre Rechercheerbnisse rund um das Thema Nahrung in einer Ausstellung und im Rahmen einer ‹Residenz› im Ausstellungsraum zu zeigen. Bis zum 5. Oktober wird die Designerin vor Ort wohnen, um sich mit BesucherInnen auszutauschen und ihnen von ihrer Weltreise zu erzählen, die sie auf der Suche nach unterschiedlichen Formen der physischen und geistigen Nahrungsaufnahme unternommen hat. Ihren Ausstellungs- und temporären Lebensraum versteht Sibylle Stœckli selbst als einen fluiden, wandelnden Ort, auf den Begegnungen, Gespräche und Erinnerungen Einfluss nehmen werden. Vier Mal in der Woche (Dienstag bis Freitag) passend zum Menu stellt sie jeweils eine Miniausstellung zusammen, die sie auf dem Esstisch zeigt. An den Wochenenden finden Workshops, Diskussionen, Lesungen und Filmvorührung rund um das Thema Nahrung und Konsum statt. Beim Kochen und bei der Ausstellungskomposition geht die Designerin gleich vor. Die Zutaten, welche sie verwendet – seien es nun Gemüse oder Gewürze, Alltagsgegenstände, Fotos oder Erinnerungen – ergeben je nach Menge und Zusammenstellung ein anderes Gericht, erzählen eine andere Geschichte und zeigen damit eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Sichtweisen auf. So wird auf unterschiedliche Weise Exotisches mit Vertrautem gemischt und verbunden, gezeigt und verhandelt, was auch eine «sinnliche Reflexion» dessen ermöglicht, was man im eigenen Erleben als ‹fremd› oder ‹gewohnt› wahrnimmt. Das Projekt soll neue Wege öffnen, über Nahrung und Konsum nachzudenken und möchte damit die Rollen von Designern, Produzenten und Konsumenten als Handelnde, Meinungsbildner, Multiplikatoren und Rezipienten hinterfragen.

Diskussion

Keine Kommentare.

Post a Comment

Neueste Beiträge

Follow

Get every new post delivered to your Inbox

Join other followers: