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Archiv Juni, 2016

Personalisierte Notizbücher und Ledereinbände bei Bookbinders Design

Was Johannes Gutenberg mit Bookbinders Design zu tun hat? Seine Erfindung ermöglicht es, dass Kundinnen und Kunden der Bookbinders Design Shops heute hochwertige Notiz- oder Fotobücher, Ordner, Boxen und Ledereinbände personalisieren lassen können. Die geschulten Mitarbeitenden verarbeiten die Aufträge – von einfachen Initialen, über Logos bis zu komplizierten Klischees – innert weniger Tage mithilfe der Prägungsmaschine in der Boutique. Dabei nehmen sie sich viel Zeit für die Beratung der Kunden, insbesondere wenn es Neukunden sind. Eine sorgfältige Vorbereitung beim Prägeprozess ist das A und O, denn die Temperatur der Prägungsmaschine, die Folie, die gesetzten Buchstaben oder das Sujet sowie der Stoff, die Farbe und das Format des zu bedruckenden Objekts müssen allesamt übereinstimmen. Da jede Prägung von Hand erfolgt, wird in den meisten Fällen zuerst ein Probedruck gemacht. Neugierig geworden? Dann nichts wie hin – in einen der Bookbinder Design Shops in Bern, Basel, Luzern, Zürich oder Genf! Weitere Informationen zum vielseitigen Sortiment und zu den Preisen sind erhältlich auf: bookbindersdesign.ch

World Crafts Talk: Handwerk Stuckateur

Heute sind von Hand gefertigte Stuckprofile wieder gefragt.

Heute sind von Hand gefertigte Stuckprofile wieder gefragt.

World Crafts Talk goes Zurich: Am Donnerstag, 23. Juni, erklärt der Stuckateur Patrick Messerli, Inhaber der Stuckmanufaktur AG, alles über sein altes, traditionsreiches Handwerk. Gipsornamente wurden bereits von den Ägyptern und Römern eingesetzt. Allerdings war der Beruf des Stuckateurs schon immer eng an Hochblüten und Niedergänge der Stilepochen gebunden. Im Mittelalter etwa verschwanden die Fassadendekorationen fast völlig, um umso opulenter während Barock und Renaissance zelebriert zu werden. In den 70er-Jahren kam schliesslich der letzte Tiefpunkt, die ersten fabrikneuen Zierprofile kamen auf den Markt. Heute ist die Handarbeit der Stuckateure allerdings wieder gefragt. Wer mehr über die Welt der Rosetten, Konsolen und Sopraporten erfahren möchte, sollte sich die Veranstaltung in den Räumlichkeiten von Gartmann und Gutarra Architekten morgen Abend auf keinen Fall entgehen lassen und sich sofort anmelden – wir werden auf jeden Fall da sein!

World Craft Talks, Donnerstag, 23. Juni, 18.45–20.00 Uhr, Gartmann und Gutarra Architekten, Oberdorfstrasse 10, Zürich

Der neue Turm der Tate Modern

Der Erweiterungsbau der Londoner Tate Modern. Südansicht, ©Tate

Der Erweiterungsbau der Londoner Tate Modern. Südansicht, ©Tate

Endlich war es soweit: Nach neun Jahren Bauzeit eröffnete die Tate Modern am Wochenende ihren neuen Erweiterungsbau. Dank der zusätzlichen 21’000 Quadratmeter möchte die neue Tate Modern ihr Konzept weiter verfolgen und durch Zukäufe aus Südamerika, Afrika und Asien das geographische Blickfeld erweitern. Auch Künstlerinnen werden gezielt gefördert; in Zukunft sollen Frauen in der Tate Modern ebenso gut vertreten sein wie ihre männlichen Kollegen. Entworfen wurde das «Switch House» von den Basler Architekten Herzog & De Meuron, die auch schon die «alte» Tate Modern gestaltet hatten. Ziel von Herzog & De Meuron war es, Ursprungs- und Erweiterungsbau zu einem Konglomerat von Gebäuden verschmelzen zu lassen, die zusammen ein Ganzes bilden. Wer noch keine Ferienpläne hat und sich von der Strahlkraft des diesjährigen Sommers ermutigt fühlt, in Richtung Norden zu reisen: Die Ausstellung der palästinensisch-britischen Künstlerin Mona Hatoum läuft noch bis zum 21. August. Der Besuch der Sammlung ist nach wie vor gratis.

Wo: Tate Modern, Bankside, London SE1 9TG, www.tate.org.uk

Von Profis die Wohnung einrichten lassen

Die Wohnung nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen einzurichten, ist nicht nur kosten- sondern auch zeitintensiv. Dennoch greifen gerade einmal 3% der Schweizer auf Spezialisten wie Innenarchitekten zurück. Die Gründen dafür liegen breit gefächert: einerseits lassen sich die Kosten nur schwer abschätzen, man hat Berührungsängste oder fehlenden Zugang. An dieser Stelle springt beyoo ein. Entstanden ist eine Plattform, die ein neues Einkaufserlebnis für all jene schafft, die Ihren Wohntraum verwirklichen wollen. Und das Ganze funktioniert ganz einfach und ist erst noch kostenlos. Auf Basis eines digitalen Einrichtungsprofils und dem persönlichen Austausch erstellt beyoo einen Wohnvorschlag nach dem Bedürfnis und Budget des Kunden. Das Sortiment umfasst die gesamte Breite vom Basismöbel beliebtester Schweizer Einrichtungshäuser bis zum Designermöbel aus dem Fachhandel. Gefällt dem Kunden die Wohnungseinrichtung: liefert, montiert und übergibt beyoo dem Kunden seinen realisierten Wohntraum. Die Einrichtung mit beyoo ist bereits ab einem Budget von 4000 Franken «beyoo Basic» möglich. Mit «beyoo Premium» sind den Wohnträumen keine Grenzen gesetzt.

 

24 Stops – Wandern zwischen Fondation Beyeler und Vitra Campus

 

Der Rehberger-Weg verknüpft über eine Länge von rund fünf Kilometern zwei Länder, zwei Gemeinden, zwei Kulturinstitutionen – und unzählige Geschichten. Er verläuft zwischen Weil am Rhein und Riehen, zwischen der Fondation Beyeler und dem Vitra Campus, die das Projekt zusammen mit der Gemeinde Riehen und der Stadt Weil am Rhein initiierten. Geleitet von «24 Stops», 24 Wegmarken des Künstlers Tobias Rehberger, lässt sich eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft erkunden. So gibt der Rehberger-Weg mit seinen Wegmarken den Anlass, die Geschichte und Geschichten der Umgebung und seiner Menschen kennen zu lernen und neu zu erzählen, und lädt zu einem Ausflug in die Natur ein. Bereits im September 2015 wurden die ersten 12 Wegmarken installiert. Seit Juni 2016 sind die «24 Stops» nun mit allen 24 Wegmarken zu erleben. Weitere Informationen zum Projekt, zum Künstler und zur Anreise sind auf der Website zu finden. Auch die detaillierte «Wanderkarte» steht dort zum Download bereit.

Aus den Tiefen des Archivs

Der britische Tapetenhersteller «Little Greene» zieht seine Inspiration aus der Geschichte. Jede einzelne seiner Tapetenrollen trägt ein Muster, das Bezug nimmt auf historische Tapeten oder Wandmalereien. «Little Greene» schöpft dabei aus den besten Archiven Grossbritanniens und arbeitet eng mit dem Denkmalschützer «English Heritage» oder der «Whitworth Art Gallery» in Manchester zusammen. Hin und wieder tauchen vergessene Schätze auch auf Baustellen statt im Staatsarchiv auf. Durch Renovationsarbeiten in Privathäusern freigelegt, kommen handgemalte und oft nur als Fragmente erhaltene Tapetenmalereien ans Licht. Die inspirative Geschichtsspanne von «Little Greene» erstreckt sich vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Ihre Kollektionen tragen klingende Namen wie «Révolution Papers» oder «Archive Trails» und können auch online bestellt werden. «Whitworth» zeigt noch bis zum 04. September 2016 die Ausstellung «Wallpaper». Unter den Exponaten sind auch drei Originaldokumente, die «Little Greene» als Inspiration für die Entwürfe «Zingara», «Florette» und «Hampstead» dienten. Der Eintritt ist frei.

 

 

Ortstermin Fachwerk – Sanierung mit Fingerspitzengefühl

Am Donnerstag, 9. Juni 2016 startet der neue Führungszyklus der Denkmalpflege des Kantons Bern. Erste Station ist Burgdorf: Ein schlichter Riegbau, 1860 von Robert Roller junior als Büro- und Lagergebäude für eine Leinwandfirma errichtet. Später wurde in dem Haus über Jahrzehnte eine Druckerei betrieben. Ein Investor kaufte den Bau 2006, der Abriss wurde diskutiert und wieder verworfen. Stattdessen bekamen die Architekten Hunziker und Partner aus Oftringen den Auftrag, im grossen Garten einen Wohnungsneubau zu planen. Die angebaute Remise wurde abgerissen, der schützenswerte Altbau kam wieder auf den Markt. Die neue Bauherrin ging behutsam ans Werk, plante selber Sanierung und Umbau. Unterstützt wurde sie dabei von der kantonalen Denkmalpflege. Sie engagierte einen erfahrenen Bauleiter mit der Ausführung und packte eigenhändig auf der Baustelle mit an. Nur die notwendigen Anpassungen an die neue Nutzung wurden vorgenommen; sämtliche Umbauphasen konnten als historische Zeugnisse erhalten werden. Für ihr Engagement erhielt die Bauherrin von der Fachkommission für Denkmalpflege den Spezialpreis 2016.

Treffpunkt: Bernstrasse 9, 18 Uhr
Die Teilnahme ist gratis.

 

Vitra Design Museum eröffnet Schaudepot

Heute Abend wird auf dem Vitra Campus feierlich das Vitra Schaudepot eröffnet. Das neue Gebäude wurde von den Basler Architekten Herzog & de Meuron entworfen. Das Vitra Design Museum nutzt das neue Schaudepot, um Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Sammlung umfasst insgesamt ca. 7000 Möbel, über 1000 Leuchten, zahlreiche Archive sowie Nachlässe von Designern wie Charles & Ray Eames, Verner Panton und Alexander Girard. Im Zentrum des Schaudepots steht eine Dauerausstellung von über 400 Schlüsselstücken des modernen Möbeldesigns von 1800 bis heute. Unter den gezeigten Objekten sind frühe Bugholzmöbel, Ikonen der klassischen Moderne von Le Corbusier, Alvar Aalto oder Gerrit Rietveld, aber auch bunte Kunststoffobjekte der Pop-Ära oder jüngste Entwürfe aus dem 3D-Drucker. Ergänzt wird das Schaudepot durch ein Café sowie einen Shop. Im Museumsgebäude von Frank Gehry sind auch zukünftig die grossen Wechselausstellungen zu sehen, in der Vitra Design Museum Gallery kleinere, experimentelle Projekte, während im Schaudepot die Dauerausstellung und je eine Wechselausstellung gezeigt wird. Alle Ausstellungsorte des Museums sind täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet heute um 19 Uhr statt.

 

World Crafts Talk – Handwerk Korbflechten

Am Donnerstag, 2. Juni 2016 findet der World Crafts Talk zum Thema «Handwerk Korbflechten» statt. Bereits zur Zeit der Neandertaler wurden Gräser, Zweige und Wurzeln zusammengedreht und miteinander verflochten. Die Flechttechnik entwickelte sich stets weiter und wurde vom Fischer für Fischfallen, vom Vogelfänger für Käfige und vom Bauer für Zäune genutzt. Im 18. Jahrhundert begann die Industrialisierung, wo im Akkord Stühle, Gebrauchskorbwaren und Transportkörbe hergestellt wurden. Als dann die Ära des Pappkartons begann, erlebte die Korbflechterei einen herben Tiefschlag. Viele Korbflechter wechselten in andere Branchen und ab 1950 wurden in der Schweiz keine Lehrlinge mehr ausgebildet. Erst 27 Jahre später wurde die Korbflechterei wieder reaktiviert und das Wissen an junge Leute weitergeben. In die Welt des Korbflechtens führen die Gäste Therese Leutwyler und Werner Turtschi ein. Handwerksbegeisterte erfahren dabei, wie aus Weiden, Papier- und Seegrasschnur, Hartriegel, Hasel und Birkenreisig, kunstvolle Objekte entstehen. Der World Crafts Talk zum Thema «Handwerk Korbflechten» findet am 2. Juni von 18.45 bis 19.45 Uhr im Qn’C-House of World Crafts an der Postgasshalde 23 in Bern statt. Der Eintrittspreis beträgt fünf Franken. Anmeldungen an: philipp.kuntze@qnc.ch, www.qnc.ch

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