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Archiv April, 2015

Shades of blue

Als mir letzte Woche eine liebe Bekannte die Einladung für ihre Vernissage in die Hand drückte, reagierte sie ganz erstaunt, als ich fragte: «Soll ich es auf unserem Blog posten?» Das Erstaunliche an ihrem Erstaunen ist, dass Claudia Marson eben eine PR-Lady ist oder eine «PR-Perle», wie ich es jetzt im Netz las. Es ist also ihr Job, dafür zu sorgen, dass neue Produkte und spannende Veranstaltungen ein möglichst grosses und passendes Publikum erreichen. Dass sie bei ihrer eigenen Veranstaltung gar nicht auf diese Idee kommt, zeigt mir, dass es ihr bei ihrer Kunst um die Freude an der Sache geht. Ich werde sicher hingehen, um in ihre neusten Bilder, die sich alle um Schattierungen ihrer Lieblingsfarbe Blau (Meer und Himmel) drehen, einzutauchen. Wann? Am kommenden Donnerstag, den 7. Mai, ab 18 Uhr. Wo? Im Haus der Kulturen (ehemals Casa d’Italia) in der Erismannstrasse 6 in Zürich. Gleich um die Ecke vom wunderbaren Café du Bonheure.

Der Feuerring: mit Kunst grillieren

Schon Goethe beschrieb in einem Tagebucheintrag den rauen Sandsteinfelsen, den er Ende des 18. Jahrhunderts nahe des Zugersees passierte. An diesem besonderen Ort entstand der Feuerring, ein ästhetisch-sinnliches Kunstobjekt, das Form und Funktionalität zu einem revolutionären Grillerlebnis verschmelzen lässt. Dem Künstler und Stahlplastiker Andreas Reichlin sind Einfachheit, schwungvolle Kanten und Perfektion wichtig. Für seinen Feuerring verwendet er speziell legierten Stahl. «Der Ring wird nahtlos verschweisst; ein echter Feuerring ist wie aus einem Guss», sagt Andreas Reichlin. Der Feuerring ist die gelungene Symbiose aus Design und grossartigen Nutzungsmöglichkeiten, egal, ob man vegetarische Kost oder ein saftiges Steak zubereiten möchte. Das Grillgut wird auf einen breiten Stahlring gelegt, der Temperaturzonen zwischen 150 und 300 Grad bietet. Das einzigartige, schweiz- und europaweit patentierte Grillverfahren ermöglicht schonendstes Garen und Grillieren von Köstlichkeiten wie Fisch, Gemüse, Fleisch, Spiegeleier, Crèpes, Raclette oder Rösti. Mit seinem unverwechselbaren Original gibt Andreas Reichlin ein Stück seiner Lebensphilosophie weiter: mit Freunden rund um ein loderndes Feuer, edel gefasst, gesund speisen – dazu lädt der Feuerring das ganze Jahr über ein.

Galaktisch! – Impressionen aus Milano

Jemand (ich, du, er, sie oder es) sagt ein Wort. Zum Beispiel: «Weltall»! Und jetzt gestalten Sie mal was zu diesem Thema! Sie sind ganz frei! Was fällt Ihnen ein? Hier einige überirdische Design-Mitbringsel aus Milano. Milano? Ja, da war doch mal was. Der Salone del Mobile più Fuori Salone. Vor vier Tagen. Lichtjahre her!

Butterfly Bridge

Demnächst steht Christi Himmelfahrt an – ein Feiertag, den viele Menschen nutzen, um «die Brücke zu machen», wie man im Schweizerdeutschen und Französischen so schön sagt. Wer für das lange Wochenende noch keine Pläne hat, dem sei ein Ausflug nach Kopenhagen empfohlen. Kopenhagen ist aufregend und kennt sich mit Brücken aus, wie ein kürzlich veröffentlichtes Projekt beweist. Die «Butterfly Bridge» des österreichischen Architekten Dietmar Feichtinger passt sich der Wasserlandschaft Kopenhagens mit den zahlreichen Kanälen an, indem sie nicht nur von einem Ufer auf das gegenüberliegende führt, sondern gleich drei Uferkanten miteinander verbindet. Der Clou: Zwei der Brückenarme, die über Trangraven und Christianshavn Kanal führen, sind beweglich, um Segelbooten die freie Durchfahrt zu ermöglichen. Wie die Flügel eines Schmetterlings können diese hochgeklappt werden und ist nur ein Brückenflügel geöffnet, bleibt der Weg über den anderen befahrbar. Na, wenn das kein Grund ist, um Brücken zu schlagen?!

Fotos: Christian Lindgren (1) und Barbara Feichtinger-Felber (3)

Konfetti

Das «Musée du papier peint» in Mézières zeigt bis zum 31. Mai 2015 die Ausstellung «vis-à-vis / visarte». Gezeigt werden Werke von 17 zeitgenössischen Künstlern des Verbandes «visarte». Unter anderem auch Cornélia Patthey. Gemeinsam mit «Swisspearl» erarbeitete die Künstlerin ein weiteres Projekt, das die Besucher der Ausstellung vom Garten bis ins Museum begleitet. Für diese Kreation hat sich Cornélia Patthey von Tapeten – die für sie der Inbegriff der Wiederholung sind – und von den Freiräumen im Eingangsbereich des Museums inspirieren lassen. «Daraus hat sich für mich ein ganz klares Konzept ergeben: eine Ansammlung von Konfetti, ein Werk, das mit Leere und Fülle spielt, das dem Auge einen Weg vorgibt und einen Fluchtweg aufzeigt. Ich nehme die Besucherinnen und Besucher bei ihrem ersten Schritt in den Garten in Empfang, lade sie dazu ein, zwischen meinen Konfetti zu flanieren, die wie zufällig verstreut auf dem Rasen liegen und den Weg zu den üppig tapezierten Zimmern weisen, die von den anderen Künstlern gestaltet wurden.»

Sollbruchstelle die Dritte

«Vergesst den Regenwald! Moos ist viel wichtiger fürs Klima», erklärte gestern der Künstler Jürg Egli sein Werk im Rahmen des Projektes Sollbruchstelle 03.  «Kunst am sterbenden Bau», so das Motto der temporären Nutzung von Abbruchgebäuden, die nun bereits zum dritten Mal stattfindet und heute Abend ab 17 Uhr zur Vernissage lädt. Diesmal in der ehemaligen Autocarrosserie Boffa & Zimmermann in Zürich-Wiedikon, gleich neben dem SalutSalon im Wohnhaus an der Weststrasse 20. Gebannt folge ich auch den Erläuterungen von Chrissy Angliker. Die junge Schweizer Künstlerin, die seit ihrem 16. Lebensjahr in Brooklyn lebt, erscheint auf den ersten Eindruck kaum fähig, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen. Doch mit ihrem amerikanisch eingefärbten Schweizerdeutsch und den tiefenpsychologischen Überlegungen zu ihrer Arbeit am sterbenden Bau fasziniert mich die zierliche Frau schon nach wenigen Sätzen. Neben Werken weiterer Künstler gibt es ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Konzerten, Film, Food und Drinks. (mehr …)

Stattutopie Festival Basel

Weissheimer Stattutopie

Weissheimer Stattutopie

Ab heute bis einschliesslich 18. April 2015 findet in der Markthalle Basel das  Festival «Stattutopie» statt. Mit Vorträgen, Workshops, Kino, Interventionen und Stadtspielen werden gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern im Laufe der Woche Visionen, Ideen und Projektansätze für die Stadt von morgen entwickelt. In den tagsüber stattfindenden Workshops – angeleitet von Studierenden des Instituts HyperWerk der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und der Bauhaus Universität Weimar – stehen Zukunftsstrategien und Projektideen zu verschiedenen Themen wie Arbeit, Wohnen, Bildung, Öffentlicher Raum, Produktion und Konsum im Fokus. Abends stellen geladene Gäste aus der Region und aus dem Ausland ihre Gedanken und Projekte zu einer nachhaltigen Stadtgesellschaft vor.

Belleville Kollektion von den Bouroullecs für Vitra

Mit der Produktfamilie Belleville, bestehend aus dem Belleville Chair, dem Belleville Armchair und den Belleville Tables, präsentiert Vitra eine neue Kollektion, die aus der Zusammenarbeit mit den Designern Ronan und Erwan Bouroullec entstanden ist. Belleville ist der Name eines Pariser Viertels, das für seine Lebhaftigkeit und Kreativität sowie seine Bistros, Bars und Cafés bekannt ist. Hier liegt auch das Studio der Designer Ronan und Erwan Bouroullec.

Helles Köpfchen

Die Sonne scheint immer gleich. Doch aus unserer Perspektive herrscht zurzeit wieder helle Freude über ihre «Rückkehr». Da schliesse ich mich doch gleich mal meiner Kollegin Antje und ihrem gestrigen Blogpost «Helle Zeiten» an. Und wie sollte es anders sein; es geht ums Thema LICHT, denn was wären wir ohne Licht? Dieser Frage gehe ich jetzt mal NICHT auf den Grund. Stattdessen stelle ich Ihnen die Lampenaufhängung Baldachin von Georg Bechter vor. Die ist nämlich kürzlich mit dem Red Dot Award ausgezeichnet worden. «Lampenaufhängung? Wie laaaaaaangweilig … », werden Sie jetzt vielleicht denken. Aber wenn ich Sie nicht für diese schnieke Lösung von Georg Bechter begeistern kann, dann vielleicht für eine seiner anderen Einbau-Module? Auch nicht? Dann vielleicht für seine Architektur? Und? Überzeugt? Ist schon ein helles Köpfchen der Georg, gell? Haben Sie das Haus aus Strohwänden gesehen? Also ich finds dufte!

Helle Zeiten

Wenn einem ein Licht aufgeht, hat er eine Idee oder schlicht den Lichtschalter bedient. Die beiden Eventualitäten könnten verbunden werden und, wenn die Weisheit mehr oder weniger erhaltenswert ist, ein Neonschrift-Eintrag «on the wall of my own fame» das Medium der Wahl sein. Geistesblitze in Schreibschrift oder einfache Skizzen, auch nach eigenen Vorlagen, stellen SYNGS für Geschäfts- und Privatkunden her. Den Initiatoren blieb dabei nicht verborgen, dass in Zeiten von LED die Herstellung von «Leucht-Reklame» eigentlich auch schon ein sogenanntes altes Handwerk und somit voll im Trend ist. Text und Licht für Künstler, Designer und Normalos – strahlend schön.

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