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Archiv März, 2015

Shelter

Einsame Häuser irgendwo im Nirgendwo: Die kleine Auswahl zeigt einige der Gewinnerbilder des Photocrowd.com-Wettbewerbs zum Thema kleine Hütten oder ganz einfach Unterschlupf. Über 400 Fotografen reichten im Februar 2015 ihr Bild ein und 52,422 User stimmten danach im Web über die Bilder ab. Alle Gewinner finden Sie auf der Webseite von Photocrowd.com.

One night in Delhi

Nach vier Wochen in Indien verbrachte ich die letzte Nacht in Delhi. Mein Gefühl, nicht das letzte Mal in Indien zu sein, wurde von der Begebenheit bestärkt, dass mich die Gastgeber im Master Guesthouse im Ganesha-Zimmer einquartierten. Ganesha ist eine der populärsten hinduistischen Gottheiten und steht für Neuanfang. Den Tipp für dieses liebvoll eingerichtete Guesthouse in Delhi hatte ich von meiner Freundin Nicole. Sie ist für das Hilfsprojekt Noon ab und zu in Indien unterwegs. Die indischen Gastgeber Avenish und Urvashi (genannt Ushi) begrüssten mich auf herzliche und persönliche Weise. Auch die anderen beiden Gäste kannten jemanden, der bereits im Master Guesthouse übernachtet hatte, und somit war die Atmosphäre wie bei Freunden zuhause. Da es bereits dunkel war, als ich ankam, freute ich mich darauf, die Dachterrasse, von der aus mein Zimmer abging, im Morgenlicht zu sehen. Am Abend verbreiteten viele kleine Lichtquellen eine gemütliche Atmosphäre und die Dachterrasse wirkte beinahe wie ein gedeckter Raum. Die Mischung aus offen und geschlossen ist perfekt. Am nächsten Morgen genoss ich dann meinen vorerst letzten indischen Chai auf der Terrasse, bevor es zum Flughafen ging. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Master Guesthouse in Delhi!

Neues aus dem Tipi

Tipi wurde von Bärbel Postiasi und Denise Locher als Werkstatt, Laden und Plattform für Kreative ins Leben gerufen. Am Freitag, 20. März ab 17 Uhr findet ebendort an der Ankerstrasse 31 die erste Vernissage statt mit neuen Raku Keramik Arbeiten (kombiniert mit Kakteen) von Bärbel Postiasi und Violeta Tschäppeler sowie Fotografien von Nicole Somogyi. Das Zurückgreifen auf alte Handwerkstechniken scheint momentan in der Kreativszene ein allgegenwärtiges Thema zu sein. Auch Bärbel Postiasi war fasziniert durch dieses alte, vor allem in Japan praktizierte Brennverfahren und baute sich letztes Jahr einen eigenen Raku Ofen. Das Resultat sind Unikate mit einer besonderen Patina. Ihre Experimentierfreudigkeit möchte Postiasi auch teilen: Jeweils am Mittwoch Nachmittag von 14.30 bis 17 Uhr bietet sie Gestaltungsworkshops für Kinder ab 5 Jahren an. Anmeldungen unter: ankertipi@gmail.com

Rost & Gold

Nun ist es soweit: Rost & Gold, ehemals Pop Up-Store an der Talstrasse für Antiquitäten, Raritäten und Kuriositäten, hat endlich ein dauerhaftes Zuhause gefunden und feiert morgen Donnerstag Eröffnung. Die Entscheidung über Bekanntgabe dieses Ereignisses hat mir schlaflose Nächte bereitet, denn so gerne ich den über alle Massen sympathischen Betreibern Werner Müller und Roland Hüttner ein volles Haus und gute Geschäfte gönne, so sehr wünschte ich, dass der Ort ein Geheimtipp fern der Massenkonsumzerstörung bleibt … Da die zwei fähigen Sucher, Finder und Restauratoren mir aber zu meinem lang ersehnten Ercol-Stuhl verhalfen, entschied ich mich für letzteres. Aus diesem Grund empfehle ich die morgige Eröffnung (und natürlich auch Besuche danach), inklusive Vernissage der Ausstellung Chrome Camera von Heino Heimann. Wo? An der Uetlibergstrasse 15, 8045 Zürich (direkt beim Manesseplatz) Wann? Ab 17 Uhr.

Neue Medien in Museen – Gauguin in Basel

Das interaktive Buch – Ausstellung Paul Gauguin, Fondation Beyeler, 2015 (Foto ©

Das interaktive Buch – Ausstellung Paul Gauguin, Fondation Beyeler, 2015 (Foto © Mark Niedermann)

Die Bilder, die zu Lebzeiten Paul Gauguins niemand kaufen wollte, gehören heute zu den teuersten der Welt. Die Zeiten ändern sich. Das Präsentieren von Malerei – Wand, Nagel, Bild – ist auch nicht mehr (nur) das, was es mal war. Die Fondation Beyeler in Basel zeigt derzeit die Ausstellung Paul Gauguin (bis 28. Juni) mit einer Erweiterung durch einen sogenannten multimedialen Vermittlungsraum. Der Clou: das interaktive Buch, in dem die Bilder bewegt und mit einer weiteren buchfremden Dimension, mit Ton, erweitert worden sind. Das Brüten über neue museale Vermittlung gelingt der Firma iart auf wirklich eindrückliche Weise. Gemälde (im Allgemeinen) locken zwar immer noch Kenner ins Museum, aber die breite Masse, auf die Museen natürlich auch spekulieren (müssen), ist das nicht gerade. Das Buch und andere New Media vermitteln Leben und Werk Gauguins unterhaltsam und mitreissend. Nicht zuletzt weil ausgerechnet Gauguins Leben auch viel hergibt an Eskapismus, an Paradies und Drama. Schlussendlich gelingt es den Ausstellungsmachern Artefakt, Dokument und Erzählung zu verschmelzen und einen Galeriebesuch fast so spannend wie einen Kinobesuch zu machen. MakingOf Teil 1 und MakingOf Teil 2.

ZigZagZurich

ZigZagZurich ist eine 2013 kreierte Lifestyle-Marke mit Sitz in der Schweiz. Hier werden Heimtextilien und Wohnaccessoires gefertigt, die künstlerische, gesellschaftliche und ökologische Aspekte miteinander verbinden. ZigZagZurich fördert junge Talente der internationalen Künstler- und Designerszene, indem es ihre Werke produziert und vermarktet. Wie zum Beispiel das Duvet Cover «Chesa Flurina» von Pol Kip. Pol Kip liess sich von den Schweizer Bergen und der Kindergeschichte «Schellen-Ursli» der Autorin Selina Chönz und des Künsters Alois Carigiet inspirieren. Die Bettwäsche ist aus 100 Prozent «Oekotex 100» zertifiziertem Baumwoll-Satin mit Reissverschluss bei den Duvet- und Kissenbezügen. Ist Waschmaschinen und Tumbler geeignet und wird liebevoll in Italien hergestellt.

Wir gratulieren!

 

Wusste ich’s doch! Schon damals, als ich ein Porträt im UMBAUEN+RENOVIEREN (Ausgabe 4/13) über die Architektin machen durfte, und als ich hier auf ihr neu gebautes Schulhaus in Thal aufmerksam machte. Aber Selbstlob beiseite: Wir gratulieren der Bündner Architektin Angela Deuber von Herzen zum arcVision Prize, der dieses Jahr zum dritten Mal verliehen wurde. Der Preis ist eine internationale Auszeichnung von Italcementi Group für weibliche Architekten. Die Vogue Italia redet darüber, der L’Eco di Bergamo und domus. Und wir verfolgen weiterhin gespannt, mit was Frau Deuber uns in Zukunft überraschen wird.

Giardina – Der Startschuss in den Frühling

Noch einmal schlafen dann ist Frühling! Die Vögel melodisieren es. Und die Giardina findet statt! Zur gleichen Zeit (11. bis 15. März) am gleichen Ort (Messe Zürich) ist die Giardina jedes Jahr das magische Ereignis, das den Frühling im Schlepptau hat. Und dieses Jahr scheinen sich die beiden auch mal einig zu sein. Die Giardina, die grösste Gartenmesse der Schweiz wartet in sieben Hallen mit allem auf, was Gärtner und Gartenbesitzer glücklich macht: Ideen, Ideen und nochmals Ideen, dazu Gewerk, Gerät und Gewächs. Mit viel Hingabe und unglaublichen Aufwand, schaffen es die Gartenspezialisten die kargen Messehallen in blühende Landschaften zu verwandeln. Knapp 80 Aussteller präsentieren ihre Garten-Visionen, ihr Verständnis von einem wohlgestalteten Aussenraum, stehen Besuchern mit Rat und Tat zur Seite und/oder haben die passende Ausstattung parat. Wie immer bietet der Giardina Market Pflanzen, Accessoires, quasi ein kleines Stück Frühling zum Mitnehmen. Tipp: Giardina Friday, Freitag, 17.00 bis 22.00 Uhr, inklusive Überraschungsprogramm, Tickets hier. Viel Spass und Happy Frühling!

Design Messe Bern 2015

Bereits zum fünften Mal findet im Zentrum Paul Klee die Design Messe Bern 2015 statt. Der Renzo Piano Bau eignet sich perfekt für die Präsentation von Designklassikern, Lifestyle Interieur und Vintage. Es werden Designklassiker, Einrichtungsgegenstände, Leuchten, Keramikware und Accessoires aus der Zeit Paul Klees und des 20. Jahrhunderts, aber auch zeitgenössische Designobjekte präsentiert.

Architektur ahoi!

 

Ich gebe zu: Wenn ich an Kreuzfahrt denke, dann habe ich unweigerlich die ZDF-Serie «Das Traumschiff» vor Augen. Dass sich der Urlaub zu Schiff seit den 1980er-Jahren und fernab vom Fernseh-Kitsch zu einer beliebten Art des Reisens entwickelt hat, sehe ich hauptsächlich an der steigenden Zahl begeisterter Kreuzfahrer in meinem Bekanntenkreis. Trotzdem tat ich mich bis anhin schwer, dem Titanic-Erlebnis etwas Positives abzugewinnen. Bis ich vom Angebot von Architectour erfuhr. Der Reiseveranstalter für Architekturreisen lädt zu einer 7-tägigen Schifffahrt rund um das Imperium Romanum, auf der für historische Bauwerke wie der Diokletianpalast in Split, Pompeji und das Kolosseum in Rom der Anker gelichtet wird. Verschiedene Referentinnen und Referenten vermitteln dabei ihr Fachwissen zu Architektur, Geschichte und politischen Zusammenhängen – Schwerpunkt der Reise bildet die Auseinandersetzung mit dem Städtebau und der Architektur des faschistischen Italiens. Die Idee für das Architekturschiff entstand übrigens, weil der berufsbegleitende Bachelor-Studiengang für Architektur der ehemaligen Hochschule für Technik in Zürich nach 80 Jahren Ausbildungstätigkeit in die ZHAW in Winterthur integriert wird. Man wollte nochmals mit Architekten aus allen Generationen eine inspirierende Auseinandersetzung mit gebautem Raum durchleben und schon kam das Traumschiff ins Spiel. Die Segel werden am 9. Mai gesetzt und wer sich für dieses aussergewöhnliches Ferienerlebnis interessiert, muss sich beeilen: Über die Hälfte der Plätze ist bereits ausgebucht.

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