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Archiv Oktober, 2014

20 Jahre Kunst Zürich

Bis zum 2. November findet in der ABB-Halle 550 in Zürich Oerlikon die Kunst 14 Zürich statt. Sie schaut heuer auf eine 20-jährige Messeaktivität zurück. Die kleine Messe hat sich über die Jahre etablieren können und hat ihre Eigenständigkeit bewahrt. Neben den Ausstellern (dieses Jahr nehmen ein paar neue Galerien teil, wie beispielsweise die Galerie Monica de Cardenas oder die feine Galerie Rothamel) liegt der Fokus vermehrt auch auf Nachwuchsförderung. Zum 20-jährigen Jubiläum stellt die Messeleitung 10 Förderkojen gratis zur Verfügung, was einem Förderpreis von je 11’000 Franken entspricht. Schwerpunktmässig stammen die teilnehmenden Galerien aus der Schweiz, auch viele deutsche Aussteller sind dabei sowie einige andere internationale Galerien. Kleinere Galerien, die nicht zentral gelegen sind (wie beispielsweise die auf Fotografie spezialisierte “Bildhalle” in Kilchberg) erhalten hier die Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Doch auch gestandene Galerien (wie die Galerie Buchmann aus Agra und Berlin), die auch an Megamessen wie der Art Basel teilnehmen, nutzen die Chance in der Kunststadt Zürich auszustellen. Beim Rundgang schätzt man die grosszügigen Stände, die angenehme Atmosphäre der Hallen sowie die Möglichkeit, sich mit den Galeristen austauschen zu können. Und man freut sich, Bilder die man nur aus Abbildungen kannte, endlich einmal live erleben zu können. So geschehen bei den kleinen Bergbildern des Bündner Künstlers Conrad Jon Godly bei Tony Wuethrich, die in Original eine ungeheuerliche Wucht entfalten, in der Stille und Kraft auf magische Weise miteinander harmonieren.

Tiergerechte Gestaltung

Kaum vorstellbar, dass hier vor Kurzem noch in einem Hörsaal mit kalten, weissen Plättli und karger Atmosphäre doziert wurde. Zur Freude der angehenden Tierärzte und -ärztinnen der Zürcher Vetsuisse-Fakultät haben die kreativen Köpfe vom Bureau Hindermann die ehemalige Schlachthofatmosphäre erfolgreich in eine ansprechende und zugleich funktionale Umgebung verwandelt. Schon bei der Ankunft wird man von den neonleuchtenden Umrissen eines Pferdes, einer Kuh und einem Schaf empfangen und dank Moiré-Effekt und Leuchtkasten geht eine Gruppe Nutztiere über dem Eingang spazieren. Der Empfang erinnert mit seiner Holztür und der Wand voller Plaketten an einen Stall. Die Leistungsauszeichnungen, die man sonst von Pferde- und Kuhboxen kennt, bilden hier eine spannende Signaletik, aus der eine Beschriftung hervorgeht. Der Hörsaal schliesslich vereint Studierende, Dozenten und Demonstrationstiere in einem schlichten und warm gestalteten Raum. Spielerische Details wie das mobile Rednerpult, das aus einem Futtertrog gestaltet wurde, weisen liebevoll auf die Hauptakteure und ihr Umfeld hin. Bei so einer Lernumgebung ist man versucht, seinen Traumberuf aus der Kindheit doch noch anzupacken.

Das Team vom Bureau Hindermann präsentiert übrigens am kommenden designers’ saturday -Wochenende Tapeten in ganz neuer Form. Wir sind tierisch gespannt!

Herbstliche Stimmung mit Flag

Kerzenhalter Flag von Normann Copenhagen

Kerzenhalter Flag von Normann Copenhagen

Von Samstag auf Sonntag wurde die Zeit umgestellt. Jetzt ist nicht mehr FF (Frühling v(F)or) sondern HH (Herbst Hinter), beziehungsweise es wird abends schneller dunkel und morgens trotzdem nicht früher hell. Aber das Schöne an der dunklen Jahreszeit ist natürlich die kuschlige Gemütlichkeit, der wir uns jetzt wieder hingeben können. Tee, Suppen, Hausschuhe und Strickpullover gehören genauso dazu wie Feuer. Für die kleine Kerzenflamme hat Normann Copenhagen den Kerzenhalter «Flag» herausgebracht. Gedeckte Farben bringen zusätzliche Herbststimmung nach Hause. Am besten gleich mehrere Farben kombinieren und so mehr Licht in die gemütliche Stube zaubern.

Marina Bautier – Designer Of The Year 2014

Wall-Desk, Kollektion MA, Marina Bautier

Wall-Desk, Kollektion MA, Marina Bautier

Aller zwei Jahre wird während der Biennale Interieur in Kortreijk/Belgien die Auszeichnung «Designer of the Year» verliehen. Die diesjährige Titelträgerin ist Marina Bautier. Ihre Kollektion «MA», beinhaltet Bett, Sideboard, Garderobe und mehr. Marina fokussiert auf das Wesentliche und entwarf Möbel, die sind, was sie sind – nicht mehr, nicht weniger. Funktionalität und pures Material sind Attribute, die sie hervorkehrt, und die Stücke, die so entstehen, dürfen sich sehr wohl Archetypen nennen. Den Fakt, dass alle Möbel unter ihrer Leitung in Brüssel produziert werden, sieht die Designerin als einen wesentlichen Teil ihrer schöpferischen Leistung. Wir gratulieren!

Mehr News von Swiss Architects dank e-Magazine

Vor wenigen Jahren bin ich über Swiss Architects zu meinem ersten Praktikum in Berlin gekommen – das fachspezifische Angebot der Jobvermittlung auf der Plattform war entscheidender Schlüssel dazu. Swiss Architects bietet aber noch viel mehr: ein umfangreiches Netzwerk ausgesuchter Architekturbüros, Innenarchitekten, Designer, Fotografen, Ingenieure, Lichtgestalter und Landschaftsarchitekten; es wird über neue Produkte, Designobjekte und Veranstaltungen berichtet und man erfährt von spannenden Bauprojekten im In- und Ausland. Ergänzend zur Homepage und dem kostenlosen Newsletter, der wöchentlich verschickt wird, können die Neuigkeiten aus der Welt der Architektur nun seit Kurzem auch via e-Magazin abgerufen werden. Fortlaufend durch die Woche werden so Informationen zum Baugeschehen in und ausserhalb der Schweiz vermittelt.

Schwanensee und die Biennale Interieur

Roomba Ballett,  Broelschool Kortreijk

Roomba Ballett, Broel School Kortreijk

Die Biennale Interieur 2014 Kortreijk in Belgien ist einer der europäischen Messeevents, die versuchen, sich gegenüber der grossen Master-Messer Salone del Mobile in Mailand zu emanzipieren. Das gelingt bespielhaft, auch wenn die Dimensionalität in keinerlei Verhältnis steht. Eine Messe ist keine Messe ohne künstlerischem Rahmenprogramm. Joseph Grima kuratierte die begleitenden Interventionen in Kortreijk und während sich auf einem etwas ausserhalb gelegenen Gelände ein Messestand an den anderen reiht, passieren in der Stadt ganz schöne und ganz merkwürdige Dinge. Ein Beispiel: Die Broel School ist ein Gebäudekonglomerat dessen Tage gezählt sind – krumm und schief, miefig und morbid, geheimnisvoll und wunderschön. Joseph Grima und Space Caviar zollten der Broel School, die in naher Zukunft abgerissen wird, eine Art letzte Ehre und siedelten hier mehrere Projekte an. Ausstellungen, ein temporäres Hotel, im Speisesaal wird aufgetischt (bevor die Schule abserviert wird) und in der Turnhaale gibt es das «Roomba Ballett». Eine lustige «Show», passend zum Thema Wohnen oder zum Titel der Interventionen Grimas «The Home Does Not Exist»: ein Ballett der Staubsauger-Roboter.

Eröffnung des Hilding Anders Good Night’s Sleeplab

 

Am Dienstag, 14. Oktober feierte Hilding Anders mit Sitz in Malmö die Eröffnung seines «God Night’s SleepLab» in Schänis (St. Gallen). Beim SleepLab handelt es sich um ein Testcenter, das Matrazen nach Ergonomie, Hygiene, Bettklima und Langlebigkeit als zentrale Faktoren individueller Verbraucherbedürfnisse klassifiziert. Das unabhängige Schweizer AEH Institut kontrolliert Testmethoden und -ergebnisse und zertifiziert die Hilding Anders-Produkte. Diese sollen Kunden zielgerichtet zu der Matraze führen, die ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Auch der schwedische Botschafter Magnus Hartog-Holm war anwesend und verglich die Schwedisch-Schweizer Kooperation als «perfekte Hochzeit». Alex Myers, CEO von Hilding Anders wertete die Investition in ein eigenes Testlabor in der Schweiz als einen wichtigen Baustein auf dem Weg zum erklärten Ziel: «Giving the world a good night’s sleep».

Storia – Original und Kopie

Wer kennt sie nicht, die Kappellbrücke in Luzern. Schon seit längerem findet ein Diskurs über die Neubestückung der Joche der Kapellbrücke statt. 2013 lancierten die Jungfreisinnigen der Stadt Luzern eine Initiative, um die original Gemälde der Kappellbrücke durch Kopien zu ersetzen. Vom 16. bis 31. Oktober 2014 zeigt die Architekturgalerie Luzern und die Galerie TUTTIARTluzern in der Ausstellung «Original und Kopie – Storia» drei bis vier ausgewählte Originale und die dazugehörigen Kopien der Kapellbrückenbilder. Auch Hintergrundwissen zur Historie und zum Handwerk werden in der Ausstellung veranschaulicht. Begleitend zum Thema haben sich die Künstler Viviana Galli, Eva Stürmlin, Carlos Matter, ALMA, Henri Spaeti, Doris Schläpfer und Claudia di Gallo mit dem Thema Kopie auseinandergesetzt und Kopien von Alltagsgegenständen erstellt.

in&out

Von Freitag, 17. Oktober bis Sonntag, 19. Oktober findet die Trend- und Verkaufsmesse in&out für Schweizer Design in Langenthal statt. Die rund 100 Aussteller zeigen Produkte aus den Bereichen Mode, Möbel, Wohnaccessoires, Schmuck, Textil, Keramik, Karten und Papeterie. Dieses Jahr zum ersten Mal dabei, sind unter anderem die Möbellabel Klybeck aus Basel, Aeon aus Gossau und Einzigartiges aus Murten. Auch im Bereich Textil- und Produktdesign gibt es Neues zu entdecken.

Überformt die Energiepolitik Innenräume?

Was geschieht bei einer energetischen Sanierung mit den Innenräumen der Gebäude? Überformt unsere Energiepolitik Gebäudeinnenräume? Mit dieser Thematik setzt sich eine Tagung des Departements Technik & Architektur an der Hochschule Luzern auseinander. Es werden typische Probleme bei baulichen Ergänzungen beleuchtet, wobei auch räumlich konstruktive Ansätze aus dem Forschungsprojekt «Energie & Baudenkmal – Erneuerung von Innen» präsentiert werden. Ziel der Tagung ist eine möglichst breite, interdisziplinäre Sicht auf das Thema. Neben den Forschenden werden sich VertreterInnen politischer Institutionen, Planer und Bauherrenvertreter äussern. Die Tagung findet am 10. Oktober 2014 von 09:45 bis 18:00 Uhr im Dr. Josef Mäder-Saal an der Hochschule Luzern in Horw statt.

 

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