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Archiv Juli, 2014

Blaserei

Dies soll wirklich keine Müll-Woche werden. Der Beitrag meiner Kollegin Antje über den Pappe-Stuhl von Dan Goldstein ist mir jedoch so hängengeblieben, dass ich mich einerseits aufraffte, um meinem PET-Flaschenberg zu Hause den Garaus zu machen und mir andererseits die BLOW Vasen von Ruben der Kinderen im Chaos meiner Mailbox wie ein Omen erschienen. PET-Flaschen waren mir schon immer suspekt. Ich gehöre der Generation an, welche die Milch mit dem Chännli beim Bauern holte und die erlebt hat, wie Harassen voll Henniezglasflaschen im Auto angekarrt wurden. Ich gehöre aber leider trotzdem auch zu denen, die am Kiosk mal eben schnell eine Apfelschorle im 0,5l-PET-Fläschchen kaufen. Und dann im Angesicht des sich türmenden Plastikberges ein schlechtes Gewissen entwickeln. Deshalb mag ich PET nicht. Der Ruben bringt sie mir aber auf eine neue und schöne Art näher. Nämlich tatsächlich als «Art». Die Idee hinter BLOW ist simpel: Aus einem bestehenden Produkt etwas Neues schaffen. Gleichzeitig wird man aber auch ermuntert, über die Herstellung des Objektes nachzudenken. Ruben wandelt die automatische Produktion in eine manuelle um. Dabei erhitzt er PET-Flaschen und vollführt  eine Art modernes Glasblasen, indem er Luft in die Plastikflasche pumpt. Resultat sind die schicken Vasen. Ich mag Ruben. Ich mag PET.

 

«Am Montag ist Pappe!»

Mein Chef sagt: «Am Montag ist Pappe!», und meint damit die monatliche Kartonabfuhr. Vor dem Verlagsgebäude türmt sich dann eine virtuose Skulptur aus Schachteln, Mappen, Faltwerk – eine Knautschzone in Grau und Beige, die für einige Designer eine Ressource allerfeinsten Rohstoffs ist/sein könnte … «Am Montag ist Pappe!» und hier kommt der schicke Re-Ply-Chair! Der amerikanische Designer Dan Goldstein entwarf ihn vor einem reichlichen Jahr und zeigt so, dass Upcycling – im Speziellen Möbel aus Karton – aus ihrer pubertären Plumpheit herausgewachsen ist. Schöner Stuhl! Schöne Woche!

Knackige Kalkbreite

Als ich diesen Montag zum Interview mit Schmid Schärer Architekten an der Kalkbreite vorbeikam, sah ich, dass der Innenhof nun offen ist. Schnurstracks stellte ich mein Velo ab und stieg den Treppenschlund durch die Wand aus Wohnungen hinauf. Leider kann ich jetzt nicht viel dazuschreiben, denn wir haben heute Heftabschluss vom nächsten UMBAUEN+RENOVIEREN, das am 23. August 2014 am Kiosk erscheint. Aber gehen Sie doch einfach selbst hin. Der Innenhof ist öffentlich und auch die Kaffees und Shops, die den Neubau im Quartier verankern, freuen sich sicher über Ihren Besuch! Am 22./23. August ist die offizielle Eröffnungsfeier. Auch auf der Seite der Architekten Müller Sigrist erfahren Sie mehr über das Projekt. Schönen Tag!

Gewinnen Sie einen Flux Chair

 

Fluxchair_web

Die Archithema Redaktion hat den Test gewagt und einen Flux Chair zusammengeklappt. Erstaunlicherweise lässt er sich wirklich in nur wenigen Handgriffen aufstellen – auch wenn die Youtube-Anleitung dazu nötig war. Einmal aufgestellt, lässt es sich bequem auf dem aussergewöhnlichen Stuhl des Online-Designshops ISDA GmbH aus Zug verweilen. Danach lässt er sich problemlos wieder zusammenfalten, wodurch er flach wie ein Brett und schnell verstaubar ist. Den Flux Chair gibt es in verschiedenen bunten Farben von Anthrazit über Orange und Schwarz bis Rot, Gelb und Blau. So fügt er sich ideal in jede Umgebung ein, egal, ob drinnen oder draussen.

Dieser tolle Designstuhl mit passendem Sitzkissen kann bald bei Ihnen stehen! So können Sie beim Wettbewerb mitmachen und diverse weitere Gadgets aus dem Hause ISDA gewinnen: Auf Facebook gehen und dort bei der Seite von isda.ch «Gefällt mir» klicken: https://www.facebook.com/pages/isdach/638710129484813?fref=ts. Die Aktion läuft bis am 31. Juli 2014. Anschliessend werden die Preise unter den «Likern» verlost. Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bergy Bit

 

Eine Kerze für den guten Zweck oder auch: Globalisierung für Anfänger. Die Kerze Bergy Bit ist das, was andere Sensibilisierungsaktionen nicht sind: ein Abbild der Realität. Bergy Bit soll die Auswirkungen von globaler Erwärmung naturgetreu nachahmen und die Folgen ins Bewusstsein der Bevölkerung rufen. Während die Kerze nämlich brennt, schmilzt der Eisberg bzw. die Kerze – und nicht anders ist es mit unseren Gletschern. Das Produkt wurde speziell dafür gemacht, um die Folgen der Umweltveränderungen aufzuzeigen und auf die Folgen aufmerksam zu machen. Den einzigartigen Eisberg für Zuhause gibt es in zwei Grössen (14 oder 18 cm) und in drei Düften: Bergamotte, Mandarine und grüner Bambus. Zusätzlich fliessen auch noch Duftnoten von Harz, Galgant, Muskat, Zedernholz, Sandelholz, weissen Moschus und Bernstein mit ein.

House of switzerland

Auf dem Sechseläutenplatz in Zürich wird zurzeit das «House of Switzerland» aufgebaut. Nachdem es in Sotschi Swissness verbreitete, legte es einen Zwischenstopp in Mailand ein und dient nun ab dem 9. August in Zürich als Übertragungsschauplatz der Leichtathletik-EM (12. bis 17. August). Die Architekten Spillmann Echsle, die durch den Freitag-Taschen-Turm aus Schiffscontainern bekannt wurden, zeichnen für den Entwurf verantwortlich. Vergangenen Donnerstag präsentierten sie zusammen mit Karin Murbach von Ortreport (verantwortlich für das szenografische Konzept) und anderen Beteiligten in der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich den Entstehungsprozess von der Ausgangsidee bis hin zu den Schwierigkeiten mit den russischen Behörden. Die Baubewilligung wurde zum Beispiel erst dann erteilt, als das Gebäude bereits wieder abgebaut wurde. Ein spannendes Projekt. Es lohnt sich also nicht nur wegen der EM, mal im «House of Switzerland» vorbei zuschauen.

Der Schumacher

Der sympathische, 91 jährige Frank Catalfumo repariert Schuhe in Bensonhurst, Brooklyn. Seit er aus der Schule kam, arbeitet Catalfumo als Schuster. Zuerst mit seinem Vater. 1945 eröffnete er sein eigenes Schustergeschäft F&C Shoes und nun arbeitet er hier immer noch mit seinem Sohn. Jeden Tag von neun bis fünf. Das Videoporträt filmte der in New York ansässige Fotograf und Regisseur Dustin Cohen.

Die Besten der Besten – Iconic Awards 2014

Beim disziplinübergreifenden Architektur-Wettbewerb des Rates für Formgebung wurden aus einer Vielzahl hochkarätiger Einreichungen 48 Arbeiten mit der höchsten Auszeichnung «Best of Best» geehrt. Der Kommentar des Hauptgeschäftsführers des Rates für Formgebung Andrej Kupetz, «Der grosse Erfolg der Iconic Awards 2014 zeigt, dass es in der Branche einen nachhaltigen Bedarf für einen Architekturwettbewerb gibt, der das ganzheitliche Zusammenspiel der Disziplinen würdigt …», tönt verheissungsvoll nach Gesamtkunstwerken. In den Kategorien Architecture, Product, Communication und Concept sowie in vier Sonderkategorien erwählte die Jury Arbeiten, die als solches gelten dürfen und mit dieser Auszeichnung zu internationalen Benchmarks avancieren. Gratulation an die Gewinner! Die hier gezeigten Arbeiten sind eine wertungsfreie Auswahl aus insgesamt 52 beeindruckenden Projekten.

Triennale Bex & Arts

Bex & Arts findet alle drei Jahre im Parc de Szilassy im Kanton Waadt statt. Der Titel der diesjährigen Ausgabe “Emergences” (Emergenz/Entstehung/Erscheinung) ist dabei Programm. Die Kunstwerke werden dabei nicht als Entitäten verstanden, die hermetisch abgeschlossen sind, sondern als (auch für sich allein bestehende) Teile eines Ganzen. Die Arbeiten stellen Schnittstellen zwischen verschiedenen Diskursen dar. Auf diese Weise entsteht ein mehrstimmiger Dialog, der visuelle und akustische Sinneserlebnisse zu einem synästhetischen Erlebnis verbindet. Die beiden Kuratorinnen Jessica Schupbach und Noémie Enz luden 50 Künstler (die zum Teil in Duos arbeiten) ein. Entstanden sind 43 Werke, die auf dem riesigen Areal verteilt sind. Es sollen hier nicht allzu viel Worte verloren werden (Genaues in der nächsten Ausgabe von Das Ideale Heim). Nur so viel: Gehen Sie hin!

Kinetische Licht-Klang-Installation im Kraftwerk Birsfelden

Das Wasserkraftwerk Birsfelden feiert dieser Tage sein 60-jähriges Jubiläum. Anlässlich des Jahrestages realisierte die Basler Firma iart eine Installation namens «Wirbelstrom». Das Wirkprinzip des Kraftwerkes ist beeindruckend und der Sechzigste eine ideale Gelegenheit, Wasser und Werk zu huldigen und ihm – im metaphorischen Sinne – ein Geschenk zu machen. Schliesslich produziert das Kraftwerk Kraft. Kraft, die wir nicht haben, aber brauchen. Wie im Tanze umwirbelt das Wasser die Turbine, die wiederum mit Energie nur so um sich schmeisst. «Wirbelstrom» ist eine Licht-Klang-Installation, die in erster Linie eine Interpretation des Elementes Wasser ist, aber nicht zuletzt auch eine Anregung unsere Kultur des «Verpulverns» zu reflektieren. Die Installation wird bis Oktober 2014 in der Maschinenhalle des Kraftwerks Birsfelden zu sehen sein.

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