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Archiv November, 2013

come in and beloved

Ich bewundere Frauen – und natürlich (!) auch Männer –, die sich neben der alltäglichen Routine Zeit für Handarbeit nehmen. Schon beim Anschauen strahlen die «handgefertigten Glückseligkeiten» – wie es das Mail verheisst – die Ruhe und Hingabe aus, mit der sie gefertigt wurden. Egal ob selbst gekocht, genäht, geleimt, gebacken oder gebraut, beim Kauf eines der Etuis, Kissen, Kleider, Marmeladen und dergleichen, fühlt es sich an, als könnte ich einen Hauch dieser Liebe und Gelassenheit mit erwerben. Freunde und Freundes-Freunde inszenieren inmitten von Tisch und Bank im Vintage Möbelgeschäft Hannibal in Zürich, am Samstag 7. Dezember von 10–20 Uhr ihre Hand-Werke. Ein Alternativ-Programm zum Weihnachtsmarkt im HB, bei dem sich mit Sicherheit Adventsfeeling im Züri-Style einstellt. Ich freu mich drauf! Come in and beloved*

Neue Räume

Wer sich aus der eisigen Kälte in warme und vor allem inspirierende Räume flüchten will, sollte die ABB Event Halle 550 in Zürich-Oerlikon ansteuern. Hier findet nämlich ab heute bis und mit kommenden Sonntag die Neue Räume 13 statt.  Die Interior Design Messe umfasst Schweizer wie auch internationales Design und Liebhaber von Möbelklassiker werden ebenso auf ihre Kosten kommen wie Fans von jungem und innovativem Design – versprochen. Wieso ich das so genau weiss? Nicht aus dem PR-Broschürli, nein. Bei einem Sneakpeek gestern Abend, das angeführt und kommentiert wurde von Designer und Kurator Stefan Zwicky, konnte ich mir einen ersten persönlichen Eindruck von der Ausstellung verschaffen und weiss deshalb, was Besonderes auf den Besucher zukommt. 117 Aussteller aus 14 Ländern füllen die Hallen mit ihren Neu- und Schönheiten und geizen auch nicht bei der Präsentation der Produkte.  (mehr …)

Ein Platz für Plätze

Haben Sie einen Lieblingsplatz? Während meiner Tätigkeit als Architektin mit Atelier in einem abgerissenen Maag-Areal-Gebäude in Zürich ist mir der Turbinenplatz ans Herz gewachsen. Obwohl im Niemandsland von Zürich West gelegen, haben wir da oft zu Mittag gegessen und Sonne getankt. Und was mit dem Sechseläutenplatz im Moment passiert, ist städtebaulich mehr als spannend. Das Verhältnis von gebautem und unbebautem Raum ist wesentlich für die Struktur unserer Städte. Aber öffentliche Freiräume sind auch Orte der Entspannung, des Durchatmens, des Sich Verliebens, des Wartens, des Stauens, der Feste, der Kriege, der Kundgebungen und vieles mehr. Die Swiss Squares App führt auf eine Reise zu den wichtigsten Plätzen in grösseren Schweizer Städten. Ansichten von gestern, heute und morgen erzählen, wie sich die öffentlichen Plätze entwickelt haben und weiter verändern. Dabei kommen Facetten wie Lage, Nutzung und Entwicklung genauso zur Geltung wie bauliche Artefakte. Die App startete heute mit 30 Zürcher Plätzen. Schon bald kommen Schaffhausen und Bern hinzu. Ab sofort gratis im App Store erhältlich.

Spaces In Between

London sprüht vor kreativer Energie. Museen, Galerien, Pop Ups aller Couleur, neue Hotels, ungewöhnliche Restaurants, undsoweiterundsofort, alles ist ständig im Wandel, vibrierend und schillernd und gleichzeitig so wohltuend unangestrengt. Was nicht heisst, dass die Dinge nicht genau durchdacht würden. Die Ausstellung «Spaces In Between», die zurzeit in der Designgalerie von Libby Sellers gezeigt wird, ist bestes Beispiel für ein kuratiertes Präsentieren von zeitgenössischem Design, das Dialoge reflektiert und solche auch anregt. Der holländische Designer Aldo Bakker wurde als Kurator der Ausstellung eingeladen. Er durfte aus dem Fundus der Galerie Werke auswählen und stellte diese eigenen Objekten gegenüber. Arbeiten von Formafantasma, Max Lamb, Julia Lohmann, Peter Marigold, Jonathan Muecke und Lex Pott sind zu sehen. (mehr …)

Tom Dixon Café auf den Champs-Elysées

Während des Salone in Mailand war das von Tom Dixon gestaltete Café in der von ihm kuratierten Ausstellung MOST einer der Orte, wo sich die Messegänger stilvoll stärken und entspannen konnten. Nun wurde aus der temporären Café-Installation von Dixon, für die er das von ihm oft verwendete Klein-Blau in Form von getönten Scheiben einsetzte, ein Fixpunkt mitten im Concept Store Le66. Im Le66 Café kann man vom Intensivshopping entspannen oder auch einfach nur einen Snack oder Kaffee und Eclairs geniessen. Letztere sind vom unter Gourmets weltweit bekannten L’Atelier de l’Eclair.

Le66
Avenue des Champs-Elysées 66
F-75008 Paris
www.le66.fr

Bienen als Doktor

Die portugiesische Designerin Susana Soares hat mit Bee’s Project eine poetische Form von Diagnostik geschaffen. Man bläst seinen Atem in Glasobjekte mit zwei Kammern. Die trainierten Honigbienen befinden sich in der grossen Kammer und fliegen nur dann in die kleine Kammer, wenn sie Biomarker von Krankheiten wie Tuberkulose, Lungen-, Haut- oder Schilddrüsenkrebs ausmachen. Honigbienen können Moleküle in einer Verdünnung von eins zu einer Billion ausmachen und haben einen ausgeprägteren Geruchssinn als Spürhunde. Sie sind aber vor allem extrem einfach und schnell trainierbar. Die Honigbienen werden nach Pawlowschem Prinzip innert 10 Minuten mit Belohnung entsprechend konditioniert. Honigbienen können auch auf Sprengstofferkennung konditioniert werden, beim britischen Unternehmen Insectinel werden sie zur Terrorbekämpfung ausgebildet.

QWSTIONs?

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Mein Tipp für diese Woche? Weihnachtskässeli frühzeitig plündern! Am 22. November öffnet nämlich der temporäre Concept Store vom Taschenbrand QWSTION seine Tore. Grund dafür ist das fünfjährige Bestehen der Zürcher Design Marke, deren Taschen meiner Meinung nach zu den cleversten und vielseitig einsetzbarsten tragbaren Begleiterscheinungen überhaupt gehören. So können wir während vier Wochen in Zürichs Neugasse 41 unsere Sparsocken leeren und den Inhalt in eine neue Lieblingstasche investieren. Das ist aber noch nicht alles, denn das Jubiläum soll nicht alleine gefeiert werden. Als Verstärkung holen sich QWSTION drei weitere Design-Perlen ins Boot: das Berliner Label VELT, mit seinen in der Schweiz angefertigten, Dandy-würdigen Schuhen, die schlichten Holzmöbel der Lausanner A.C.E. und das Brillen-Label VIU, dessen handgefertigten Modelle erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir freuen uns auf wildes Einkaufen und gratulieren zum Jubiläum!

Cloud Lamp von Richard Clarkson

Cloud Lamp von Richard Clarkson

Wer hat Angst vor Blitz und Gewitter? Bei der Cloud Lamp des New Yorker Designers Richard Clarkson muss man sich nicht fürchten, sondern darf staunen. Die schäfchenhafte Gewitterwolke sieht nicht nur täuschend echt aus. Nein, sie tönt auch so! Mit Audio- und Bewegungssensoren ausgestattet, erzeugt Cloud, sobald ihr eine Person «zu nahe» kommt, Blitz und Donner. (mehr …)

Das Unsichtbare sehen: Wolfgang Laib und Marianne Engel in Lugano

Was sehen diese Leute? Von Weitem ist das zunächst die Frage, die sich dem Betrachter aufdrängt. Angekündigt war eine in situ Installation von Wolfgang Laib in der Luganer Stadtdependance der Buchmann Galerie. Eine spirituelle Dimension ist zwar für den deutschen Ausnahmekünstler nichts Neues. Aber würde er so weit gehen, nichts zu zeigen? Nicht nichts, aber etwas, das sich erst zeigt. Dann erst, wenn man näher tritt, scheint das Werk auf magische Weise aus der Wand zu treten. Ist da wie eine Erleuchtung oder profaner gesagt – wie ein Gedanke. Wie etwas aber, nach dem man nicht bewusst gesucht hat. Weiss auf Weiss, mit Ölpastell auf die frisch verputzte Wand gemalt wurde das Werk. Das Motiv – eine Art Urhaus – ist für Laibs Werk kein unbekanntes, diese Form ist in vielen Arbeiten zu finden. Häuser aus Bienenwachs, aus Marmor und hier nunmehr auf eine kaum wahrnehmbare Zeichnung reduziert. Die Arbeit trägt den Titel «The Known and the Unknown». Wissen wir mehr, wenn wir das Werk sehen? Oder ist es gerade seine ‹Unsichtbarkeit›, die uns etwas sagt über die Aufgabe der Kunst? Das Unsichtbare sichtbar zu machen, indem es das Werk zunächst dem (besitzergreifenden) Blick entzieht? Dem Blick nämlich, der meint, sehen und erkennen seien dasselbe. Nicht so explizit wie bei dieser Wandarbeit befassen sich auch andere Werke Laibs mit der unlösbaren Dichotomie zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit.  (mehr …)

Webshop mysukha – für Yogis wie für Unentspannte

Peaceful

Schwebstoffe für den Alltag von (und für einen) moshi moshi mind.

Wie geht es Ihnen? Wie war Ihre Woche? Sind Sie zufrieden? In Balance? Work, Lifestyle … Sie wissen schon. Die, die einen echt knackigen Tag haben und sich dann noch um den Po (also, auch darum, dass die Backen schön gleichmässig gross sind) kümmern sollen, wissen, dass auch dann noch «Ohne Fleiss kein Preis» gilt und vor wellbeing selbstverständlich erstmal wellbecoming kommt. Bewegung. Pflege. Sinnenfreude. Wichtig! Da darf man nicht aufgeben! Ich jedenfalls habe Hochachtung vor jenen Kolleginnen, die nach einem langen anstrengenden Tag noch so straff sind, sich zu straffen. Für sie gibt es den neuen Webshop mysukha – Balsam, Kleider, Kuschelteile – zwar eher für Sie als für Ihn, aber auch für Ladies, deren aktiver Tonus gerade noch für einen schlappen Gump aufs Sofas langt.

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