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Archiv September, 2013

Helmrinderknecht zeigt Mobiles in alter Immobilie

Eine leer stehende Villa in Zürich Oerlikon wird noch bis Donnerstag, den 03. November von einer Komposition aus beweglichen und unbeweglichen Objekten okkupiert. Unter dem Titel «This is the house that Jack built» präsentiert die Galerie Helmrinderknecht Mobiles, Vintagemöbel und andere grosse und kleine Kunstwerke. Obwohl es in so gut wie jeder Ecke etwas zu entdecken gibt, verrät der hallende Schritt, dass das Haus eigentlich leer ist. Knarzende Dielen, fleckige, zerfetzte Tapete und der Geruch auf dem Dachboden liefern Flashbacks nonstop. Die schwingenden Mobiles und die ebenso mitschwingende Melancholie der Verlassenheit, geben der Ausstellung eine besondere Poesie. Besucher erhalten am Eingang eine Preisliste. Alles ist käuflich hier. Nur die Villa nicht.

Michelin-Stern für peruanisches Restaurant in London

Geschockt im positivsten Sinn war Virgilio Martínez, als er gestern, Donnerstag morgens um 2 Uhr peruanischer Zeit erfuhr, dass sein zweites, kleines Restaurant Lima in London mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war, dem ersten überhaupt für ein peruanisches Restaurant. Im Vergleich mit seinem Fine-Dining-Restaurant Central in Lima, Peru, mit dem er die Nummer 50 der San-Pellegrino-Liste ist, gleicht das «Lima» in London einem Bistro. Die Gerichte sind einfach, aber in Virgilio-Manier sind auch im «Lima» die einzelnen Zutaten so feinfühlig aufeinander abgestimmt, dass jeder Bissen einer Reise durch ein wunderbar-überraschendes Spektrum von Geschmackskomponenten und Texturen gleichkommt.

Die Auszeichnung belegt den Haute-Cuisine-Anspruch der besten peruanischen Köche. Mit dem kleinen Restaurant in London eröffnete Virgilio Martínez (seit zwei Jahren der beste Koch von Peru gemäss dem landeseigenen Summum-Guide) mit seinen venezolanischen Partnern, Gabriel  (mehr …)

And the winner is …

… Buchner Bründler Architekten. Gleich für zwei Projekte erhielten die Architekten aus Basel gestern Abend den Architekturpreis Beton 13. Vor 300 geladenen Gästen im Auditorium Maximum der ETH Zürich wurde der renommierte Preis zum zehnten Mal seit 1977 verliehen. Lukas Lenherr gewann den Förderpreis für Jungarchitekten, der dieses Jahr zum ersten mal verliehen wurde. Ausgezeichnet wurden zudem Silvia Gmür Reto Gmür Architekten und Staufer & Hasler Architekten. Alle fünf Projekte sind ab heute und noch bis zum 24. Oktober 2013 in der Haupthalle, Zentrum der ETH Zürich ausgestellt. Alle Einreichungen finden Sie hier.

Pub mal anders

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von euch seinen nächsten Urlaub im englischen Tillington in West Sussex verbringt ist, das gebe ich zu, äusserst gering. Nichtsdestotrotz möchte ich es nicht versäumen demjenigen, den es vielleicht doch einmal auf diesen Flecken Erde verschlägt, einen Geheimtipp anzuvertrauen: The Horse Guards Inn. Pubs gibt es in England ja (noch) wie Sand am Meer und Pubs mit gutem Essen mittlerweile auch viel mehr, als die Klischees über schlechtes englisches Essen vermuten lassen.

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Ella Liebich

Ella Liebich verschönert seit dem 14. September 2013 Berliner Wohnzimmer über den neu eröffneten Shop in Berlin Kreuzberg. Das neue Ladengeschäft in der Mariannenstrasse 50 vertreibt Wohnaccessoires passend zum Berliner Szene-Look aus ganz Europa. Möbel im Shabby-Chic oder Landhausstil, farbenfrohe Keramik und Porzellan-Serien oder Designer Tapeten stehen zur Auswahl. Ein kurzer Abstecher während eines Berlinbesuchs lohnt sich. Wer nicht schnell nach Berlin jetten kann, kann sich auch im Onlinestore mit Produkten eindecken.

Das un-heimliche Daheim: ein Vortrag am Migros Museum

Filmstill aus "Lost Highway"  (David Lynch, USA / Frankreich 1997)

Filmstill aus Lost Highway” (David Lynch, USA / Frankreich 1997)

«Daheim. Überlegungen zu einer Topografie des intimen Sein» hiess der etwas mysteriös klingende Titel des Vortrags, den Dr. Andreas Cremonini letzten Donnerstag im Migros Museum hielt. Die Abteilung Moderne und Gegenwart des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bern organisiert  im Rahmen des Projekts «Anagrammatic Spaces: Interiors in Contemporary Art» eine dreiteilige Veranstaltungsreihe zum Thema Raum und Interieurs in der zeitgenössischen Kunst. Cremoninis Vortrag (der erste in der Serie) galt weniger der bildenden Kunst als philosophischen Überlegungen und ausgehend davon der Bezugnahme zu zwei filmischen Werken, welche diese illustrierten. Nämlich «Lost Highway» von David Lynch sowie «Home» der Schweizer Regisseurin Ursula Meier. In beiden Filmen kippt das traute Daheim in eine un-heimliche Dimension und thematisiert damit die generelle Frage nach dem Zuhause-Sein des Menschen in der Welt. Aber was heisst zuhause sein? (mehr …)

Reline – Geschirr mit Geschichte und rotem Faden

 

Für ihre Reline-Geschirrsets sucht Anna Bormann überall von Haushaltsauflösungen bis auf Flohmärkten nach einzelnen, alten und übrig gebliebenen weissen Geschirrstücken. Diese fügt sie dann zu kompletten Services oder kleinen Gruppen wie für Kaffee, Suppe und Hauptgericht zusammen und achtet selbstverständlich darauf, dass jede Tasse eine gut sitzende Untertasse erhält. Damit die einzelnen Stücke dennoch eindeutig zusammengehören und so auch immer wieder passend erweitert werden können, erhalten sie den einem roten Faden gleichenden Aufdruck. Der kräftige Rotton von Letzterem kann durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Glasuren minimal changieren und ist spülmaschinenfest.

Die einfache senkrechte rote Linie, die vom Boden jedes Stückes bis auf die Ober- oder Innenseite verläuft und mit dem Recyclingzeichen endet, ist aus fast allen Perspektiven sichtbar. Sie symbolisiert und veranschaulicht das Konzept der Wiederverwertung und soll Benutzer gegenüber dem heutigen Konsum von Gegenständen sensibilisieren. Anna Bormann will mit Reline auch ein Bewusstsein für das Material Porzellan erzeugen und dessen Stabilität, Langlebigkeit und Charme aufzeigen. Reline ist ein per se individuelles Tafelgeschirr, das für Wertschätzung steht und sich gegen Wegwerfen ausspricht.

 

Erhätlich bei Interiorpark: www.interiorpark.com

Bitte setzen Sie sich – auseinander

Das Projekt Take a Seat läuft nun schon seit April 2009. Inzwischen ist eine interessante Sammlung entstanden. Mit dem immer gleichen Stuhl, dem Horgenglarus Classic 1-380. Aber immer wieder anderen Designern und Künstlern, die damit beauftragt werden, sich mit vier Exemplaren des Klassikers gestalterisch auseinanderzusetzen. Diese Design-Unikate gehören dann 6 Monate lang zur Einrichtung des Cafés Z am Park, bevor sie an einer Auktion versteigert werden. Für beides – Café Konzept und Stuhl Projekt – zeichnen Fabrice Aeberhard und Christian Kaegi vom Design Studio AEKAE verantwortlich.
Es ist zwar ein anderes Thema, sollte aber in diesem Zusammenhang doch erwähnt sein. Mit ihrer Tasche Qwstion nehmen die beiden Schweizer zurzeit am Wettbewerb für den Design Preis Schweiz teil und gehören zu den 37 Nominierten. Wir drücken die Daumen und nehmen derweil Platz auf den Stühlen von Sarah Parson, Jan Henrik Hansen und drei weiteren Kreativen im Café Z am Park. Die nächste Auktion findet dort am 15. November statt.

Das Fotomuseum Winterthur zu Gast bei modissa

Seit der Gründung des Fotomuseums Winterthur im Jahre 1993 findet jedes erste Wochenende im November ein besonderer Anlass statt: Bei einem opulenten Brunch können sich die Freunde des Museums von professionellen Fotografen aus der Schweiz portraitieren lassen. Auf diese Weise sind in den letzten 20 Jahren circa 2000 Portraits entstanden. Dieses Archiv dokumentiert nicht nur die Menschen, die sich teilweise mehrmals fotografieren liessen, sondern ist zugleich auch ein Zeitdokument. Dieses liefert auch Informationen zu den wechselnden Stilen. So gesehen stehen Mode und Portraitfotografie in einer engen Beziehungen zueinander. (mehr …)

The Tabletoppers

The Tabletoppers, das sind Martin Schmidt, der Geschäftsleiter, und Jovan Schneider, der Chefkoch. Die zwei passionierten Gastgeber kreieren seit 2008 für ihre Gäste, Private und Unternehmen frische und aromatische Gaumenerlebnisse im Bereich Catering. Der Fokus liegt auf Lifestyle, Kulinarik und private Caterings wie Hochzeiten und Familienfeiern, auf Modeshows, Special Events mit Show Acts und Business-Anlässen. Dabei könnten die Locations, an denen die Events durchgeführt werden, unterschiedlicher nicht sein: Galerien, Coiffeursalons, Boutiquen oder gar Juweliere. Aber überzeugen Sie sich selbst von den vorzüglichen Kreationen der zwei Jungs. Am 27. September 2013 findet ein Entdeckungs-Apéro unter dem Titel «Kunst, Styling, Fine Food & Weine»  in der Galerie Kunstwarenhaus direkt am Zürcher Neumarkt statt. Auf dem Programm stehen neben Live-Art mit dem bildenden Künstler René Etter eine Styling-Show, Violin-Musik und Tastings von Wein, Whisky und dem Food-Angebot der Tabletoppers. Anmelden können Sie sich bis zum 25. September 2013.

 

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