// archives

Archiv August, 2013

INCH-Furniture und Linck-Keramik im Westflügel

Stuhl: INCH, Vase: Linck Keramik (Foto © Christian Knörr)

Stuhl: INCH, Vase: Linck Keramik
(Foto © Christian Knörr)

Der Westflügel im Zürcher Viadukt hält inzwischen seit drei Jahren Bücher und Möbel bereit. Bereit, um von Menschen gefunden zu werden, die mehr Liebhaber als blosse Käufer sind. Von Anfang an im Westflügel dabei sind das gesamte Sortiment von INCHfurniture, eine edle Bibliothek antiquarischer Foto- und Kunstbücher und alle Titel des Echtzeit Verlages. Neu, und offiziell ab morgen, macht der Westflügel den Link zu Linck, einem weiteren klassischen Schweizer Designlabel, der Berner Keramik-Manufaktur. Zum 3-jährigen Jubiläum nun gibt es an die 100 Modelle in Schwarz und Weiss. Vasen, Schalen und Lampen, die Design-Kenner magnetisch anziehen werden (und mich als Vasen-Fetischistin sowieso).
Am 6. September, im Rahmen der Viaduktnacht, wird der Diogenes-Verlag rund 700 Titel seines Verlagsprogrammes mittels einer «weissen Diogenes-Bücherwand» präsentieren. Die Präsi wird kein One-Night-Stand, sondern bleibt auf unbestimmte Zeit … und vielleicht für immer.

 

Back from Berlin

Endlich war es wieder so weit: Ein verlängertes Wochenende in Berlin stand auf dem Programm. Neben Papas Geburtstag, Friseurtermin und diversen Freundinnen, deren Updates schon lange überfällig waren, warteten natürlich auch einige Neuentdeckungen auf mich. So wurde ich zum Beispiel bei strahlendem Sonnenschein in die Neukölln Arcaden entführt. Doch was bitte sollte ich bei dem(!) Wetter in einer langweiligen Shopping-Mall? Mit dem Lift aufs Dach fahren natürlich! Was denn sonst!?! Dort, wo einen zuvor die gähnende Leere eines ungenutzten Parkdecks empfing, hat nämlich im Juli das Klunkerkranich eröffnet. Ein Kulturdachgarten mit 360 Grad Blick über Berlin. An Wochenenden wird hier von 14 bis 24 Uhr in alternativer Umgebung entspannt und gefeiert. Da sich abends schon lange Schlangen vor dem Eingang bilden, gingen meine Freunde lieber am Nachmittag mit mir zu dieser neuen, ungewöhnlichen Location. (mehr …)

20. Europäische Tage des Denkmals

Die «20. Europäischen Tage des Denkmals» finden am 7. und 8. September 2013 statt. Viele denkmalgeschützte Bauten, Kulturgüter und Veranstaltungen füllen das Programm.  Die Denkmaltage  sind dieses Jahr dem Thema «Feuer Licht Energie» gewidmet. Feuer ist ein wichtiges Element unserer Zivilisation. Als Spender von Wärme, Helligkeit im Dunkeln und warmen Mahlzeiten prägt Feuer bis heute unsere Gesellschaft. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Energiewende. Viele Veranstaltungen drehen sich um die Zerstörungskraft des Feuers in Form von Bränden. Wie zum Beispiel «1889 – Feuer und Flamme im Kloster Muri». Das Kloster wurde 1889 durch einen Brand fast komplett zerstört. Aber auch die Schöpfungskraft des Feuers wird gezeigt. In der Büchi AG Uster wird Feuer zur Glasherstellung genutzt. (mehr …)

«Ich mal’ mir die Welt – widdewiddewitt wie sie mir gefällt!»

Unbekannte Orte zu entdecken, ist für sich bereits eine schöne Sache. Wenn aber Künstler die Ziele unserer Reiselust in Farbe und Form fassen, dann ist das der wahre Glücksfall und nennt sich «They Draw & Travel». Hervor gerufen wurde die Internetplattform mit illustrierten Land- und Städtekarten von den Amerikanern Nate Padavick und Salli Swindell, die seit zehn Jahren mit dem «Studio SSS» erfolgreich Bücher, Post- und Grusskartendesigns und Magazine illustrieren. Und eben Landkarten. Zuerst stand das Schwesternprojekt «They Draw & Cook» auf dem Radar der beiden – die grösste Sammlung der besten illustrierten Kochrezepte (Hach, wie die Amerikaner Superlative lieben…). Sie waren so hin und weg ob der kreativen Beiträge Tausender künstlerisch tätiger Hobby- und Profiköche, dass sie etwas Ähnliches mit Land- und Städtekarten ins Leben rufen wollten. Gesagt, getan und mittlerweile finden sich zahllose wunderschön gestaltete Karten aus aller Welt auf der Webseite. Grossartig bebilderte Stadtpläne von professionellen Künstlern, kunterbunte Landkarten von fleissigen Amateur-Zeichnern und knifflige Lagepläne von persönlichen Lieblingsplätzen. Wer verreisen und einen Ort mit etwas anderen Augen entdecken will, dem sei dieses Projekt empfohlen. Und wen es gleich selbst in den Fingern juckt: Stift in die Hand und loslegen!

St. Moritz Art Masters und Engadin Art Talks

Zum vierten Mal fanden voriges Wochenende die Engadin Art Talks (E.A.T.) statt; sie laufen jeweils parallel zu den St. Moritz Art Masters (SAM), die heuer zum 8. Male in der «Top of the World»- Destination die Aufmersamkeit auf die Kunst lenken möchten. Schliesslich sind Geld und Kunst keine schlechten Freunde. Der diesjährige Länderfokus China ist einer aufstrebenden «Kunstnation» gewidmet, deren Kunst-Produktion allerdings nicht gerade unter optimalen Bedingungen geschieht (was uns ja durch die medial ziemlich ausgeschlachtete Verwahrung Ai Weiweis vorgeführt wurde; demnach durfte auch das obligate Werk der international bekannten Grösse am SAM nicht fehlen). Ein Umstand, dem abgesehen von einer Gesprächsrunde mit jungen chinesischen Künstlern in der Chesa Planta in Zuoz, zu wenig Rechnung getragen wurde. Aber na ja, Politik ist eben ein anstrengendes Thema.

(mehr …)

Schönes Wochenende mit Ricard und Lehanneur

Es ist Freitag, 17.47 Uhr, 27 Grad Aussentemperatur, 72 Grad Schreibtischtemperatur. Ich geh jetzt nach Hause – gerne ohne Worte, aber doch wenigstens mit der Auszeichnung des obigen Videos: Ricard Glass by Mathieu Lehanneur, August 2013, Client: Ricard, Projektmanager: Axel Schindlbeck. Schönes Wochenende!

Endlosspiel mit QuaDror von Dror Benshetrit

QuaDror-Bauklötze von Dror Benshetrit machen jeden zum geschickten, kreativen Baumeister.

QuaDror-Bauklötze von Dror Benshetrit machen jeden zum geschickten, kreativen Baumeister.

2006 spielte der Designer Dror Benshetrit mit zwei L-förmigen Stücken und entdeckte, dass sie sich in alle Richtungen ineinanderfügen lassen und dabei gegenseitig stabilisieren. Selbst nach sieben Jahren interdisziplinärer Forschung im Team scheint das Potenzial des von Dror QuaDror getauften Elementarteilchens längst nicht ausgeschöpft. Ausgereifte Entwürfe in den Bereichen Produktdesign und Architektur reichen von einer Elementkombination, die als coole Tischbeine oder Brückenstützen dienen kann, über eine, die Trennwände für den Inneraum oder dank ihrer schallschluckenden Geometrie auch solche für Autobahnen bildet, bis zu Anwendungen im Notunterkünftebau. Etwa 1750 QuaDror-Home-Kits (Eckteile, Anleitung, Werkzeug und Universal Joints) passen in einen 40-Fuss-Container. Mit diesen und lokal vorhandenem Material lassen sich überall schnell, unkompliziert, ökologisch und ökonomisch äusserst stabile Behausungen bauen. Ob Objektkunst, ein mobiler Messepavillon, ein Haus im See oder ein Wolkenkratzer, dank immenser Tragfähigkeit, akustischer Qualitäten, einfacher Produzierbarkeit und Zerlegbarkeit ist QuaDror ein Teil, auf das man bauen kann.

Wer gerade kein Bauvorhaben ins Auge fasst, aber dennoch mit QuaDror spielen möchte, kann dies nun mit der bunten Bauklötze-Edition tun, die bei Module R erhältlich ist.

Neues Schulhaus für Thal

Neues Schulhaus und neue Architektur für die Gemeinde Thal. Foto © Schaub Stierli Fotografie

Neues Schulhaus und neue Architektur für die Gemeinde Thal. Foto © Schaub Stierli Fotografie

Ich bin beinahe etwas stolz. Die Architektin, der dieser aussergewöhnliche architektonische Wurf gelungen ist, durfte ich nämlich bereits einmal porträtieren (Umbauen + Renovieren 4/2013). Dort stand ein Umbau eines spätmittelalterlichen Wohnhauses mit Stall im Zentrum, heute ist es ein Schulhaus im neu gestalteten Dorfzentrum in der Gemeinde Thal. Angela Deuber ist zweifelsohne eine jener Architektinnen, die man besser im Auge behält. Ansonsten läuft man Gefahr, Schönes und Ungewöhnliches in der Bau-Landschaft zu verpassen. Kommenden Samstag, am 24.8.2013, findet von 10–14 Uhr nun die Eröffnung des neuen Schulhauses «Buechen», an der Steigstrasse 1 in Buechen/Thal statt. Der Bau ging 2009 als Siegerprojekt aus einem Wettbewerb hervor und hat den Beteiligten seither wohl einige Schweissperlen auf die Stirn gezaubert. Aber der Mut der Gemeinde, eine etwas unkonventionellere Lösung zu favorisieren, hat sich offensichtlich gelohnt. Das Gebäude dürfte zu einem baulichen Wahrzeichen in der Gegend werden und hoffentlich einigen Schülern und Kindergärtnern den Gang zur Schule erleichtern. Die teilweise raumhohen Fensteröffnungen lassen viel Tageslicht hinein und geben den Blick in die Weite frei. Die massive Aussenwand und die Geometrie der Öffnungen wiederum vermitteln Geborgenheit und man fühlt sich «beschützt, geerdet und mit der Schule verwurzelt», so die Architektin. Da möchte man doch gleich wieder die Schulbank drücken.

Mosaïcultures Internationales Montréal 2013 – Land of Hope

Die Mosaïcultures Internationales Montréal 2013 ist eine der grössten und überwältigensten Garten-Shows. Überdimensionale, bepflanzte Skulpturen sind im ganzen Areal des Botanischen Gartens Montreal zu entdecken. 2003 fand das Event zum ersten Mal in Montreal statt und wurde seither auch in Shanghai und Hamamatsu veranstaltet. Nach zehn Jahren ist sie wieder in Montreal, wo bis zum 29. September 2013 50 Gartenbaukunst-Werke aus 25 Ländern bestaunt werden können. (mehr …)

Kulturvermittlung durch Ernährung: Das Shinwazen

Das Restaurant Shinwazen unweit vom Hauptbahnhof Zürich ist ein einmaliger Ort, um japanische Kultur zu erleben. Denn hier werden nicht nur vorzügliche japanische Gerichte und Getränke serviert; man bekommt auch zu allem eine ausführliche Erklärung (diese findet man auch auf der Homepage des Restaurants). So beispielsweise zur Sake-Herstellung oder zu anderen typischen Produkten aus der Küche Japans. Den Rohstoffen für die japanische Küche wird im Shinwazen grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Die Inhaber  Yuko Suzuki und Markus Baumgartner wählen jeden Produzenten (sowohl solche aus Japan wie auch Schweizer  Lieferanten)  sorgfältig aus und pflegen intensive Kontakte zu ihnen. Die Sorgfalt und der liebevolle Umgang mit der “Materia prima” widerspiegelt sich in der Zubereitung und Präsentation der Gerichte, in der schlichten, aber stimmigen Innenarchitektur wie auch im persönlichen Umgang mit den Gästen. Gerade in Zürich muss man nämlich oft  feststellen, dass der Gast nicht König ist, sondern bestenfalls Statist für eine Szenerie. Das Shinwazen bietet die beste Therapie für solche Enttäuschungen. Und wer nach dem Verzehr gleich nach Hause springen und sich in der japanischen Küche versuchen möchte, kann im kleinen Shop allerlei Produkte erwerben. Dazu gehören auch Geschirr, Stäbchen und reizende Mitbringsel. Das Shinwazen ist defintiv in die Liste meiner Lieblingslokale aufgenommen.

Neueste Beiträge

Follow

Get every new post delivered to your Inbox

Join other followers: