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Archiv Juli, 2013

Neue Sterne am Firmament

Das vom spanischen Architekturbüro Cruz y Ortiz gestaltete neue Atrium. Photo: Pedro Pegenaute, courtesy of Rijksmuseum

Das vom spanischen Architekturbüro Cruz y Ortiz gestaltete neue Atrium. Photo: Pedro Pegenaute, courtesy of Rijksmuseum

Bei einem Kurzausflug nach Amsterdam konnte ich mich davon überzeugen: Die Holländer (und alle kunstinteressierten Touristen) hatten endlich ihr Rijksmuseum wieder. Nach 10 Jahren (!), in denen das berühmte Nationalmuseum wegen Umbauarbeiten komplett für die Öffentlichkeit geschlossen war, lockt es seit April endlich wieder endlose Besucherströme an – geschätzte 2 Millionen Besucher jährlich sollen es sein. Die sind auch nötig, denn die Kosten für die Restaurierung des Gebäudes aus dem Jahre 1885 betrug sagenhafte 375 Millionen Euro. (mehr …)

Young Architects Program 2013: «Party Wall» von CODA

Das Museum of Modern Art und «MoMA PS1» haben auch 2013 wieder den Wettbewerb «Young Architects Program (YAP)» ausgeschrieben. Der Wettbewerb soll junge Architekten und Designer anregen, kreative Entwürfe zu entwickeln. Das Gewinnerprojekt soll den Hof des MoMA PS1 und die Besucher der Sommerevents vor der Sonne schützen, mit Wasser versorgen und Sitzmöglichkeiten bieten. Noch bis 31. August 2013 lässt sich der Sieger «Party Wall» von CODA (Caroline O’Donnell, Ithaca, NY) entdecken.

Red Dot Edition – Punktesammlung

Im Fachverlag Red Dot Edition ist soeben das Designjahrbuch 2013/2014 erschienen. Loads of red dots in drei grossen schweren Büchern mit den Themen «Living», «Doing», «Working». «Living» zeigt, von der Küchenarmatur über die Plastikdose bis zum Dekostoff, fast 500 Seiten (knapp 4 Kilo!) Inspiration für Wohnen und Schlafen, Haushalt, Küche, Tableware und Dekoration, Bad, Wellness und Klima, Licht und Leuchten, Interior Design sowie den Bereich von Architektur und Urban Design. Ebenso atemberaubend ist die Aufzählung der Inhalte der anderen beiden Bände «Doing» und «Working» – eine Hochzeitswunschliste für Fortgeschrittene. Die Präsentation der ausgezeichneten Produkte wird ergänzt mit Porträts und kurzen Interviews der internationalen Jurymitglieder. Im Red Dot Design Museum gibt es die Ausstellung dazu. Bis Ende Juli angekündigt, wurde sie nun verlängert bis zum 1. September 2013.

Red Dot Ausstellung ist verlängert bis zum 1. September 2013

Red Dot Ausstellung ist verlängert
bis zum 1. September 2013.

Die Leiden des jungen Studentens

Traumberuf Architektur? Hören Sie mal, was dieser junge Student der Baukunst dazu zusagen hat. Immerhin hat er eine Erfolg versprechende Alternative, falls es mit der Architektur nicht klappt.

Töpferstunde bei Apparatu

Übung macht den Meister. So lernt auch der katalanische Keramiker, Xavier Mañosa, sein Handwerk durch viele Wiederholungen. Der Meister Juan Mañosa zeigt seinem Sohn an der Töpferscheibe, wie eine Vase gefertigt wird. Die Kunst ist es, diese Vase in der exakt gleichen Form und Grösse nachzubilden. Viel Erfolg!

Hans Ulrich Obrist kuratiert den Schweizer Pavillon in Venedig 2014

Hans Ulrich Obrist; Foto: Juergen Teller

Hans Ulrich Obrist; Foto: Juergen Teller

Schon geht es wieder in die nächste Runde der Architekturbiennale in Venedig. 2014 kuratiert Hans Ulrich Obrist, Co-Direktor der  «Serpentine Gallery» in London den Schweizer Pavillon. «Ich freue mich darauf, 2014 erstmals in meinem Leben einen Pavillon an der Biennale von Venedig zu gestalten», erklärt der 45-jährige Obrist. Mit dem Pritzker-Preisträger Rem Koolhaas, der die Architekturbiennale unter dem Motto «Absorbing Modernity 1914-2014» leitet, hat er bereits gemeinschftliche Projekte realisiert.

 

Farrow & Ball Wettbewerb – Eigene Farbe kreieren und gewinnen

Schnappschüsse können Inspiration für eine persönliche Farbe sein.  (Bild zvg F&B)

Schnappschüsse können Inspiration für eine persönliche Farbe sein.
(Bild zvg F&B)

Bilder einer Abendstimmung am See, eines geliebten Erbstückes oder gar eines aufziehenden Sturmgewitters könnten Inspiration liefern für eine Farbkreation, die es bis jetzt noch nicht gibt. Die britische Manufaktur für Farben und Tapeten Farrow & Ball lädt zu einem Wettbewerb ein, bei dem man selbst einen Farbton erfinden und 50 Liter davon gewinnen kann. Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, werden ein paar Worte zur Farbvorstellung erbeten und, es muss ein Name erfunden werden. Ein Name auf schwyzerdütsch, einer anderen Sprache oder eigene Wortschöpfungen sind willkommen. Melden Sie sich noch bis zum 18. August hier für das Gewinnspiel an. Zwischen dem 19. und 29. August wird es online eine öffentliche Abstimmung der zwanzig besten Farbideen geben. Der Gewinner wird am 30. August bekannt gegeben.

Eine Reise nach Japan in Paris: das Restaurant Kinugawa

Im Jahr 2012 erhielten die bekannten französischen Interior Designer Patrick Gilles und Dorothée Boissier von Romain Costa den Auftrag, das eben von ihm  erworbene japanische Restaurant Maison Kinugawa zu neu gestalten. Betritt man die von ihnen geschaffenen Räumlichkeiten mitten in Paris fühlt man sich sogleich in eine fremde Welt versetzt. Die Designer liessen sich von typischen japanischen Strassen in Kyoto und Tokyo inspirieren. Beide Charakteristiken dieser so unterschiedlichen Städte widerspiegeln sich im Interieur. Das Elegante, Meditative Kyotos und das Maskuline, Dreiste Tokyos. Eine offener, klosterähnlicher Treppenaufgang auf der einen Seite und ein gewagtes Wandbild auf der anderen spielen mit diesem Kontrast. Die Wandmalerei der Künstlerin Alix Waline wurde in akribischer Arbeit mit Filzstift auf die Wand des 6 Meter hohen Raums im Parterre appliziert. Der obere Raum wirkt intimer und eignet sich für eine ruhige Mahlzeit. Die Wände besitzen dort eine grobe Struktur, die an die Zeichnung von Wasser im Sand erinnert. Das graphische Muster des Teppichs vollendet das aussergewöhnliche Ambiente. Solche delikaten Spiele mit Farben und Texturen sind auch in der Küche des Chefs Toyofumi Ozuru zu finden, früher Chefkoch in keinem geringerem Etablissement als dem Nobu in Paris. Die Kombination von weich und knusprig, süss und salzig, die Harmonie der unterschiedlichen Geschmäcker sowie die kunstvolle Präsentation der Gerichte sind Augenweide und Gaumenschmaus zugleich. Ein einmaliger Ort und eine wundervolle Gelegenheit, kurz in die Welt Japans einzutauchen.

Kulturhauptstadt Marseille: Noch mehr Tipps

Villa Mediterranée von Rudy Ricciotti

Villa Mediterranée von Rudy Ricciotti

Marseille erfindet sich neu: Frankreichs zweitgrösste Metropole verabschiedet sich von ihrem rauen Image und wartet mit spannender neuer Architektur, Kunst und Kultur auf. Einen ausführlichen Bericht sowie mehr Adressen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Das Ideale Heim.

Hier ein paar zusätzliche Tipps:

Hotels:

Hotel Le Corbusier : 280 Boulevard Michelet, 13008 Marseille, T +33 4 91 16 78 00

Pension Edelweiss: 6, rue Lafayette, 13001 Marseille, T +33 9 51 23 35 11

Casa Ortega: 46, rue des Petites Maries, 13001 Marseille, T +33 6 07 49 13 88

Landmarks:

La Tourette (hinter Musée Fondation Regards de Provence): Gebäudekomplex von Fernand Pouillon

Le Vallon des Auffesmalerischer Hafen mit legendärem Restaurant Chez Fonfon

La Vieille Charité (ehemaliges Armenhospiz im Panier Viertel, dient heute als Kulturzentrum):

2, rue de la Charité, 13002 Marseille

Kirche Notre Dame de la Garde: Das kleine sportliche Intermezzo (es geht 30 Minuten den Hang hinauf) wird mit einem fantastischen Stadtpanorama belohnt. 

Museen:

Musée Cantini (eines der schönsten altehrwürdigen Museen der Stadt): 19, rue Grignan

13001 Marseille, T +33 4 91 54 77 75

Shops:

Comtesse du Barry (feine französische Delikatessen): 59, rue Paradis, 13006 Marseille

T +33 4 91 33 29 83

La Maison Marseillaise (Einrichtungsladen): 38, rue Davso, 13001 Marseille, T +33 4 91 55 54 43

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