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Archiv Februar, 2013

Nur noch reinbeissen!

Die Küche ist seit den 1920er Jahren immer mehr in den Fokus zahlreicher Erfinder, Designer und grosser Unternehmen gerückt. In der so genannten “Küche der Zukunft” wurden nicht nur die Grenzen der Technologie ausgetestet, sondern es wurden auch fantastische Visionen erdacht. Eine immer grössere Anzahl automatisierter Tätigkeiten sollten sie optimieren und sie so noch effizienter gestalten. Im goldenen Zeitalter der Zukunfts-Küche, das von den späten 30er bis Ende der 50er Jahre reichte, wurden der Öffentlichkeit zahlreiche Prototypen vorgestellt, die den Konsumenten nicht nur neue Möglichkeiten aufzeigten, sondern auch darauf abzielten, die Küche als zusätzliches Prestigeobjekt zu etablieren.
Eine tschechische Dokumentation von 1957 stellt diese in einem kurzen Film vor, den wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=42aUCl_YPso]

Zuschauen, wie Design entsteht: Workshop “Love Me Bender”

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Im Rahmen der Ausstellung “neu/vertraut” war das Wiener Kollektiv “Breaded Escaloppe” – bestehend aus Sacha Mikel, Martin Schnabl und Michael Tatschl – für eine Designperformance zu Gast. In ihrer mobilen Biegewerkstatt wurde das Holz erhitzt, um es formbar zu machen. Dabei spielte den geübten “Biegern” die hohe Lage (1800 M.ü.M.) der alpinen Destination St. Moritz ein Schnippchen. Nicht nur siedet Wasser dort oben schneller, sondern auch der Prozess des Holz-Weichmachens dauert aufgrund der Trockenheit viel länger als üblich.

Nachdem es schliesslich so weit war, packten die “Buben” zu dritt an.  Je stärker gebogen werden muss, desto mehr Kraftaufwand bedarf es.

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Mit fünf weiteren Designern war das Trio eingeladen worden, eine moderne Interpretation der traditionellen Stabelle zu liefern. Die Arbeit von “Breaded Escaloppe” ist gekennzeichnet durch eine kritische Auseinandersetzung mit der Aufgabe und Notwendigkeit zeitgenössischen Designs.  Insofern liegt ihnen das Thema der Appropriation besonders. Das prozesshafte Entwickeln eines Entwurfs sowie ihr experimenteller Ansatz konnte man an der Designperformance von Nahem erleben. Die klassische Stabelle wurde wurde mit einfachen Eingriffen zu einem neuen Objekt weiter entwickelt.

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Zwei gebogene Holzteile umarmen die bestehende Stuhlstruktur; durch das nachträgliche Beizen derselben wird die präzise Intervention der Designer sichtbar gemacht.

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Zum Schluss wurde das neue Objekt feierlich auf den Namen “Pipistrello” getauft.

Weitere Infos unter: www.happenprojects.com, www.breadedescaloppe.com

Tidy up your life!

Seit vielen Jahren gewährt der Möbelhersteller Vitsoe in Broschüren und im Internet Einblick in das Leben langjähriger Vitsoe-Kunden mit ihrem Regalsystem 606 von Dieter Rams.

Den Schein wahren

Was am Tage aussieht wie eine ganz normale Betonfassade, zeigt bei Nacht erst sein wahres Gesicht. Der sogenannte Lichtbeton der Firma Lucem macht’s möglich. In einem speziellen Herstellungsverfahren werden lichtleitende Fasern in einen Feinbeton integriert. Sie sorgen dafür, dass einfallendes natürliches oder künstliches Licht verlustfrei durch das Material gelangt. Das Ergebnis lässt sich sehen: Am Neubau des Instituts für Textiltechnik an der RWTH Aachen.

LUCEM Lichtbeton Fassade der RWTH Aachen

LUCEM Lichtbeton Fassade der RWTH Aachen.

Tagsüber unbeleuchtet, hat die Lichtbetonfassade die Optik einer anthrazitfarbenen Natursteinfassade.

LUCEM Lichtbeton Fassade der RWTH Aachen bei Nacht.

LUCEM Lichtbeton Fassade der RWTH Aachen bei Nacht.

In der Dämmerung und im Dunkeln beginnt die Fassade  quasi von „innen heraus“ zu leuchten.

LUCEM Lichtbeton

LUCEM Lichtbeton

Auf der Rückseite jeder Lichtbetonplatte befindet sich ein flaches LED-Lichtpaneel, das mit dreifarbigen RGB-Chips (Rot, Grün, Blau) ausgestattet ist.

LUCEM Lichtbeontfassade

LUCEM Lichtbeontfassade

Beim Neubau des CFM an der RWTH Aachen kamen Lucem Lichtbetonplatten in den Abmessungen von 150 cm Breite und 50 cm Höhe zum Einsatz und bilden eine Fassade von 4 Metern Höhe und circa 30 Metern Breite. Jede Lichtbetonplatte kann unabhängig von allen anderen Lichtbetonplatten in über 16 Millionen Farben von hinten beleuchtet werden. Die Lichtwirkung wird umso intensiver, je dunkler das Umgebungslicht wird. Nachts genügt eine minimale Leuchtstärke der LED-Paneele, um die Fassade effektiv leuchten zu lassen.

www.lucem.de

NEU/VERTRAUT: Alpenwerke und Design im Dialog

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Neu/Vertraut ist eine Interaktion zwischen lokaler Tradition und internationalem Design. Eine ehemalige Schlossereiwerkstatt in St.Moritz wird für das Projekt zum temporären Ausstellungsort umgestaltet und als Plattform für den Austausch zwischen regionaler Kultur und zeitgenössischem Design genutzt.

Zentraler Ausgangspunkt des Ausstellungs-Projekts ist die Stabelle, jener archetypische Stuhl, der im Engadin seit Generationen zum Alltag gehört. Trotz der seit Jahrhunderten unveränderten Konstruktionsweise lässt die oft höchst individuelle handwerkliche Detailverarbeitung den Stuhl zu einem vielschichtigen Zeitzeugen alpinen Lebens werden – und verweist zugleich auf Fragestellungen, die auch im zeitgenössischen Design aktuell sind.

Neu/Vertraut hat internationale Designer eingeladen, diesen spezifischen Stuhl und seine formalen, kulturellen und sozialen Eigenschaften zu erforschen.

Die Stabelle wird so zum Interaktionspunkt, der in der Ausstellung das Spannungsfeld zwischen dem Alltäglichen und Exklusiven, dem Erwarteten und Überraschenden, dem Ländlichen und Urbanen, neuartig auslegen wird.

Elf Stabellen wurden von Designern wie Anton Alvarez (SE), Aita Bott (CH), Breaded Escalope (AT), Martino Gamper (IT), Florian Hauswirth (CH), und Claire-Anne O’Brien (IR) bearbeitet und werden im Februar und März 2013 in der dafür inszenierten Schlossereiwerkstatt gezeigt. Ausgewählte, einheimischen Handwerksobjekte ergänzen die Gegenüberstellung von Neu/Vertraut.

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Weiter ergänzen diverse Veranstaltungen das Ausstellungsprojekt:

‘Sport & Design’ am Samstag 23. Februar 2013, ab 18.30 Uhr

Die Gesprächsrunde wird verschiedene Facetten beider Themenbereiche beleuchten:Entwicklung und Innovation, Designpraxis, lokaler Bezug und historische Hintergründe. Mit Simon Jacomet, Zai Ski, Rolf Sachs, Designer, Gregor Dill, Leiter Sportmuseum Basel und Livia Lauber, Designerin Loris & Livia

Am Sonntag, 24. Februar 2013 (ab 17 Uhr) gibt Thomas Lampert, Kunstschmied aus Guarda/Engadin Einblick in sein Kunsthandwerk. Lampert ist mit seinen handgefertigten Messern im Februar Vertreter des lokalen Handwerks in Neu/Vertraut.

Neue Tapeten – Farrow and Ball Kollektion 2013

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Seit Jahren sind wir begeistert von Farben und Tapeten von Farrow & Ball – obwohl immer zeitlos und schön, dürfen sie auch gerne mal ersetzt werden. Natürlich durch Farrow & Ball. Bis zum 15. März kannst du hier am Wettbewerb teilnehmen und Tapete gewinnen.  Leider nichts für Farbenblinde.

Catch me if you can – der «Shuffle» von Leolux

Sie kennen sicher diejenige Szene im Film «Catch me if you can» mit Leonardo di Caprio, in der Hunderte von Modellfliegern in der Badewanne liegen damit das Logo der PAN AM sich ablöst und er als mutmasslicher Pilot seine Checks einlösen kann.

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Es war weniger der Film als die legendäre Erscheinung der amerikanischen Fluggesellschaft, die uns beim Anblick des neuen Sofas «Shuffle» von Leolux immer wieder in den Sinn kam.

Shuffle Leolux

Shuffle Leolux

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Das reduzierte Design, natürlich auch die ausgestellte Farbe und vor allem die aufklappbaren «Flügel» sagen für mich ganz klar: «Ready to take off». Das Design stammt von Hugo de Ruiter.

Apropos gibt es den «Shuffle» auch in anderen Farben und nicht nur als Zweisitzer. Nebst den Armlehnen sind auch die Rückenpartien verstellbar und in verschiedenen Höhen zu haben. Ich sage dazu nur eines: «Catch me if you can».

www.leolux.de/shuffle/

Maison & Objet

Vom 18. Bis 22. Januar 2013 fand in Paris die Maison & Objet statt. Die Redaktion von Das Ideale Heim war vor Ort und hat zehn Lieblingsstücke mitgebracht.

Anna Torfs

Anna lernte ihr Handwerk in Belgien und der Tschechischen Republik. Seit 2002 entwirft sie ihre eigenen Stücke. Drei sind bisher schon zusammengekommen. “Basic”, “Edition” und zu letzt “Objects”. Aus der letzten Entwurfsreihe stammt auch “Moments”. Bunte Blasen, gefangen in einem Block aus Glas.

www.annatorfs.com

Moments square ruby/smoke Foto: J. Kviz

Moments square ruby/smoke
Foto: J. Kviz

Artek

Sinn für Nachhaltigkeit beweist Artek. “Nothing old is ever reborn but neither does it totally disappear. And that which has once been born, will always reappear in a new form.” heisst es dort.
Artek nimmt sich das zu Herzen und sammelt alte Aalto-Stühle von Flohmärkten, Schulen, älteren Menschen und aus Garagen. Sie sollen ein zweites Leben erhalten und ihre Geschichte weitererzählen.

www.artek.fi

Chairs 2nd CycleFoto: Marco Melander

Chairs 2nd Cycle
Foto: Marco Melander

Delightfull

Zuhause hängen jetzt die Engelstrompeten von der Decke. Die neue Deckenleuchte “Botti” von Delightfull bringt einen Flair von Jazzbar in die Wohnzimmer. Und ein witziger Eyecatcher ist sie auch.

www.delightfull.eu

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Botti

Karimoku

Pastelltöne und weiche Formen dominiren die Entwürfe von Karimoku. So auch der kleine Beistelltisch “Soft Triangle” in Mintgrün designt von Taf.

www.karimoku-newstandard.jp

Soft Triangle

Soft Triangle

Mariage Frères

Aus schönen Kannen lässt sich gut Tee schlürfen. Vor allem aus den quietschbunten Eisenkannen von Mariage Frères. Sie sind in vier schönen Farben erhältlich: Pink, Blau, Lila und Schwarz. Und damit das Teevergnügen noch mehr Spass macht, am besten noch die Teegläser Rainbow dazu stellen. Die gibt’s nämlich, wie der Name schon sagt, in noch mehr Farben. Elf um genau zu sein.

www.mariagefreres.com

Pleine Lune und Rainbow Tea

Pleine Lune und Rainbow Tea

Norman Copenhagen

Die Designerin Anne Lehmann hat  Bettwäsche-Sets in minimalistischem Design für Normann Copenhagen entworfen. “Cube” lässt einen zwischen schwarzen Quadraten auf Pastelltönen in den Schlaf gleiten.

www.normann-copenhagen.com

Cube Bettwäsche

Cube Bettwäsche

Oyuna

Die samtweichen Kaschmirdecken von Oyuna wärmen im Winter nicht nur wunderbar, sie bringen auch einen Hauch Mongolei in’s Wohnzimmer, denn dort hat Oyuna seinen Ursprung. Viele Farben und Webmuster machen die Wahl besonders schwer.

www.oyuna.com

Spektra Throw und Mali Throw

Spektra Throw und Mali Throw

Petite Friture

Die Linie “Swell” wurde von Luca Nichetto designt um Zuhause oder auf der Arbeit die besten Dienste zu leisten. Und hat man “Swell Clock” in der Küche und im Büro, kommt man mit Garantie nirgends mehr zu spät.

www.petitefriture.com

Swell Clock

Swell Clock

Einfach und trotzdem elegant sind die Beistelltische “Bala” von Jamie Hayon mit der metallic Lasur. Die Ablagefläche aus weissem Carrara-Marmor passt wunderbar zu den glänzenden Oberflächen.

www.se-london.com

Bala Hi

Bala Hi

Vanessa Mitrani

Ob Sie jemals von diesem Miniatur-Olivenbaum Früchte ernten können, bleibt fraglich. Aber egal ob mit Tulpen, Margeriten oder komplett ohne Blumen ist die “Tree”-Vase eine Augenweide.

www.vanessamitrani.com

Tree

Tree

Sock Lights

Noch ein winterliches Objekt von Jay Watson. Der Designer recycelt Socken. Er kreiert daraus Lampen. Unglaublich aber elegant!

Sock Lights von Jay Watson

Sock Lights von Jay Watson

Den Designer faszinierte das ätherische Schimmern von Licht durch textiles Gewebe. Zuerst benutzte Jay Socken aus dem eigenen Bestand, heute können Kunden ihre Wünsche äussern, eigene Strümpfe verarbeiten lassen. Herz- und fusserwärmend!

Raw Edges für Lema

Wir unterhielten uns in Köln mit Shay Alkalay von Raw Edges (siehe Bild) über das aussergewöhnliche Bücherregal, welches das Duo für den auf Regale spezialisierten Hersteller entworfen hat. Für die talentierten Jungdesigner, die beide in Israel und London studiert haben, ist es ihre erste Zusammenarbeit mit Lema.

Ausgehend von der Tatsache, dass man Bücher nach deren Lektüre kaum mehr verwendet, hatten sie die geniale und simple Idee, das Buch selber als Abstellfläche zu benutzen. Dabei ergibt sich je nach Dimension der Bücher aus den Buchrücken eine Art Landschaft. Einfache Stäbe werden wie Buchzeichen in das Buch gesteckt und dann hängend ins Regal “gestellt”. “Wir hatten ein solches System für unsere Wohnung in London gebaut und fanden es eine lustige Interpretation des klassischen Regals”,erzählt Shay Alkalay. “Uns gefällt die Direktheit des Entwurfs”, doppelt er nach.

Eine Idee zum Nachbauen oder zum Kaufen…..

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