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Café

Un peu de Paris in Solothurn

Jetzt, da das Schmuddelwetter vorbei ist (zumindest für das Wochenende so prognostiziert), ruft ein Stadtausflug ebenso laut wie die Neumöblierung der sich nach Frühlingsumschwung sehnenden Wohnung. Beides lässt sich in Solothurn wunderbar verbinden und gar noch mit einem ordentlichen französischen Kaffee und leckeren Bistro-Köstlichkeiten à la Paris toppen. Im Pop-up-Café «Belleville» bei teo jakob kann sich der Gast in elegant-nonchalantem Ambiente verköstigen und im gleichen Zug die neue Bistro-Möbel Kollektion von Ronan und Erwan Bouroullec für Vitra Probe sitzen. Das Café ist übrigens nach eben dieser Möbellinie benannt, oder noch genauer: nach dem Pariser Künstlerviertel, in dem Ronan und Erwan Bouroullec ihr Atelier betreiben und das als Namensgeber für die Möbelkollektion diente. Für den Gaumengenuss zeichnet die Confiserie Suteria verantwortlich, die übrigens demnächst umgebaut wird (Gestaltungskonzept von teo jakob) und ab dem 18. März ihre Tore wieder öffnet. Et ça c’est parfait, weil das «Belleville» eben nur ein Pop-up Café ist und am 6. März bereits wieder schliesst. Daher: On y va!

Zu Gast bei Tschopps in Schuders

Letztes Wochenende war ich zu Gast bei Barbara und Walter Tschopp im Berggasthaus Post Schuders im Prättigau. Das Paar hat das Walser Bauernhaus mit Stall und Heubühne selbst umgebaut. Sie und ihr Neufundländer Ueli begrüssen mit einer wunderbar persönlichen Gastfreundschaft stets entspannt bis zu 27 Gäste. Neben den Mehrbett- und Doppelzimmern im Wohnhaus von 1767, das in der Vergangenheit auch als Postbüro diente, gibt es im neu ausgebauten Stallteil herzige Doppelzimmer mit Bad und einer Treppe hinauf auf ein Mezzanin mit Bett, dort wo früher das Heu gelagert wurde. Ausserhalb der einstigen Stallungen wird die offene Galerie durch ein Fensterband geschlossen und so die Fassade mit ihrer Blockbauweise aus ganzen Baumstämmen im neuen Innenraum inszeniert. Die Ölheizung haben sie durch ein Heiz- und Warmwassersystem ersetzt, das mit Sonnenkollektoren, Holzöfen und Wärmetauschern funktioniert. Das Haus gilt damit als Co2-neutral. Trotz ausgebuchter Betten wollen die Tschopps altersbedingt Ende des Jahres verkaufen. Hoffentlich findet das Gasthaus wieder so herzliche neue Besitzer.

Optische Täuschung

Ach, bloss wieder ein neues Geschirr-Set, werden Sie sich vielleicht denken? Dann schauen Sie besser zweimal hin, denn die Dinge sind nicht immer so, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Das ist nicht bloss ein buntes Geschirr, sondern eigentlich eine sehr raffinierte Tasse. Aber mehr dazu verrate ich nicht, das Video müssen Sie schon selbst schauen.

 

Grand Palais Paris – neue und alte Liebe

Dem Grand Palais bin ich schon als kleines Mädchen verfallen und er ist noch immer eines meiner liebsten Gebäude in Paris. So war ich mässig begeistert, als ich von der Ausschreibung hörte, den Grand Palais zu modernisieren. Denn allzu oft misslingen solche Transformationen. Meist weil das Neue mit dem Alten in Konkurrenz tritt statt mit diesem eine Symbiose einzugehen oder weil die Kreativen ihre Ideen – mit denen sie den jeweiligen Wettbewerb gewonnen haben – schliesslich doch nicht konsequent umsetzen dürfen und seltsame Kompromisse geschlossen werden, die weder dem Alten noch dem Neuen gerecht werden. Umso erfreuter war ich, als ich obige Bilder zugesandt bekam. Als Gewinner des Wettbewerbs zur Restauration und Renovation mit Redesign des Grand Palais wurde dem 2002 von Benoît Jallon und Umberto Napolitano gegründeten Architekurbüro LAN (Local Architecture Network) Paris nun die Ehre und Verantwortung zuteil, eines der schönsten Wahrzeichen von Paris zu transformieren. Die beiden und ihr Team verstehen das Tätigkeitsfeld Architektur als die Schnittmenge verschiedener Disziplinen, was sie dazu treibt unter Einbezug sozialer, urbaner, funktionaler und formaler Fragestellungen immer neue Felder zu erforschen. Mit dem Ziel, elegante zeitgemässe Antworten zu kreieren für kreative wie pragmatische Belange. Dies ist ihnen mit den Eingriffen am Grand Palais ebenso gelungen wie dessen Historie und Anspruch, eine Kulturmaschine zu sein, zu respektieren und zu stärken. Die Neugestaltung bezieht auch Aussenräume bis zu Dachwegen hoch über und mit Blick auf Paris mitein und bietet dereinst noch mehr Raum sowie Infrakstruktur für verschiedenste kulturelle Veranstaltungen. Auf die ich mich ebenso freue wie darauf, bald die Zinnen des Grand Palais mit drei anderen grossen Paris-Lieben von mir bekannt zu machen und in einen seeligen Zuckerschock zu verfallen mit meiner geliebten heissen Schokolade von Angelina – die es mittlerweile auch zum Mitnehmen im Becher und in Flaschen für zu Hause gibt – und einem Tartelette aux Pommes sowie ganz vielen Punitions (den unscheinbaren «Bestrafungen» verfällt man nach dem dritten restlos) von Poilâne.

Organisierte Besetzung

Die Angst vor Zürichs Hausbesetzern macht kreativ. Da wird schon mal eine halbe Million Franken in die Hand genommen, um für acht Monate eine Zwischennutzung zu organisieren. Heute um 12 Uhr eröffnet das Projekt Photobastei an der Bärengasse 29 (einen Katzensprung vom Paradeplatz) – die wohl grösste Fotoausstellung, die Zürich je gesehen hat. Ach Pardon – es handelt sich ja nicht nur um eine Galerie oder ein Auktionshaus, ein Offspace oder Establishment. Nein! Es wird all das zusammen und noch viel mehr. Genug Raum gibt es jedenfalls: Auf 1500 Quadratmetern und sieben Stockwerken finden im ehemaligen UBS Bürogebäude von Stücheli Architekten bis zu fünfzig Ausstellungen gleichzeitig Platz. In den beiden unteren Etagen werden Bilder bekannter Fotografen gegen Eintritt gezeigt. In den restlichen Stockwerken ist es umgekehrt. Hier kann jeder für wenig Geld sein fotografisches Statement setzten. Ab CHF 220.– ist man in der Galeristen-Liga dabei. Ganz businessmässig gibt es einen «Jour fix»: Jeden Donnerstag werden die neuen Ausstellungen eröffnet. Die Bar im Erdgeschoss soll tagsüber als Treffpunkt, Arbeitsort und Lesehalle dienen und wird abends von wechselnden DJs beschallt. Viele Gründe also, in den nächsten acht Monaten ab und zu in der Photobastei vorbei zu schauen. Ich wollte schon immer einen Jour Fix!

Tom Dixon Café auf den Champs-Elysées

Während des Salone in Mailand war das von Tom Dixon gestaltete Café in der von ihm kuratierten Ausstellung MOST einer der Orte, wo sich die Messegänger stilvoll stärken und entspannen konnten. Nun wurde aus der temporären Café-Installation von Dixon, für die er das von ihm oft verwendete Klein-Blau in Form von getönten Scheiben einsetzte, ein Fixpunkt mitten im Concept Store Le66. Im Le66 Café kann man vom Intensivshopping entspannen oder auch einfach nur einen Snack oder Kaffee und Eclairs geniessen. Letztere sind vom unter Gourmets weltweit bekannten L’Atelier de l’Eclair.

Le66
Avenue des Champs-Elysées 66
F-75008 Paris
www.le66.fr

Salut «Salon» an der Weststrasse 20

Ich war neulich im frisch eröffneten «Salon» an der Weststrasse 20. Das neue Hochhaus stoppte mich bereits im Spätsommer als ich mit dem Velo daran vorbei rauschte. Ich so: «Häähh … ? Hier war doch letztens noch die Party in dem besetzten Haus? Und jetzt schon dieses mondän angehauchte Hochhaus? War ich solang nicht mehr hier? Und diese Fassade!» Ich musste sie anfassen und nahm mir vor, herauszufinden, von wem der neue Riese stammt. Loeliger Strub heissen die Architekten, die für den Bau verantwortlich zeichnen. Es würde den Blog-Rahmen sprengen über das ganze Gebäude zu berichten. Aber auf den Salon im Erdgeschoss kann ich ein- und Sie hin-gehen.

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Atelier Pfister Pop-up-Store

Bald ist es vier Jahre alt, das Pfister-Baby namens Atelier Pfister. Nun wagt es seine ersten Schritte hinaus in die Welt. Bis anhin wurden die Entwürfe von Schweizer Designern für Atelier Pfister in den Möbel Pfister Filialen, die überwiegend in der Agglomeration angesiedelt sind, integriert und verkauft. Ab morgen, 25. Oktober 2013 verlässt das Küken nun sein Nest. Ein Pop-Up-Store mitten in Zürich, an der Rämistrasse 7, ist sein erstes eigenes Daheim auf Zeit. Eine weiss-gepinselte Schaufensterscheibe unweit des Bellevues zog heute noch mit Langstrassen-Charme die Blicke auf sich. Ab morgen gibt es hier zwei Monate lang Möbel und Accessoires der neusten Kollektion zum Anschauen und Kaufen. Bevor die Räumlichkeiten Anfang 2014 das Café Bellavista erweitern werden.

10 Jahre Bar Babette, Berlin

Der «Kosmetiksalon Babette» rockt! An der Berliner Karl-Marx-Allee gelegen, ist der Glaskubus, anders als sein Name verspricht, aber eine Bar. Diese feiert am 25. Oktober 2013 ihr 10-jähriges Jubiläum. In Berlin ist die Einrichtung ein fester Begriff in der Bar- und Kunstszene. Passend dazu bringt der Betreiber Maik Schierloh einen Jubiläumskatalog heraus. Dieser erzählt anhand von zahlreichen historischen wie aktuellen Bildern, Anekdoten und Essays die Entstehungs- sowie Entwicklungsgeschichte dieses besonderen Gebäudes.  In den 50ern erbaut war der gläserne Würfel Teil eines vollkommen neuen, zwischen 1959 und 1965 errichteten modernen Bauensembles, dessen Architektur in der damaligen DDR ihresgleichen suchte. Der heutige Name lässt noch immer auf die damalige Nutzung schliessen. Zu Beginn wurde hier ein echter Kosmetiksalon geführt. Zur «Verschönerung» der Frau im staatlichen Auftrag der DDR. Für einen Kurzabstecher nach Berlin lohnt sich der Event allemal. Nicht nur, weil wir immer wieder gerne die deutsche Hauptstadt besuchen, sondern auch das Programm im architektonischen Highlight mit Buchvorstellung und anschliessender Tanzveranstaltung mit Liveband und DJs Futter für die Augen und Ohren ist. Ich wünsche viel Spass beim Schütteln der Locken im 50er DDR-Schick!

Bewegung und Stillstand by Claudia Nabholz

Frau Meise ist nicht nur ein verstecktes Juwel – in Gestalt eines Kaffees mit Pension – in der Badener Altstadt, hinter dem Pseudonym steckt auch die Modeschöpferin Claudia Nabholz. Heute Abend präsentiert sie ihre neue Herbst/Winter Kollektion 2013/2014. Ab 20:15 Uhr werden im Hive in Zürich Mode, Film und Musik zum Thema Bewegung und Stillstand gezeigt. «Command me to stay» heisst denn auch die Kollektion. Viel Spass!

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