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Öffentliche Bauten

Bau des Jahres 2016: Schwimmbad Allmendli von Illiz Architektur

Das Schwimmbad Allmendli in Erlenbach von Illiz Architektur ist auf der Online-Plattform Swiss-Architects mit grossem Abstand zum Bau des Jahres 2016  gewählt worden. Es verwies die Schiffstation Rüschlikon von Naomi Hajnos und die Bahnstation in Churwalden von Ritter Schumacher auf den zweiten, respektive dritten Platz. Die Rubrik «Bau der Woche» von Swiss-Architects ist gut besucht und beliebt. Mittlerweile hat sich auch die Abstimmung zum Bau des Jahres etabliert und die Verantwortlichen freuten sich dieses Jahr erneut über eine hohe Stimmbeteiligung.

Nach :mlzd, Lischer Partner Architekten, Gigon Guyer Architekten, kit architects und MET Architects ist Illiz Architektur das sechste Büro, das diese Auszeichnung erhält. Illiz Architektur wurde 2008 in Zürich und Wien von Sabrina Mehlan, Petra Meng und Stefanie Wögrath gegründet. Die Architektinnen begründen die Besonderheit ihres Entwurfs für das Schwimmbad Allmendli folgendermassen: «Eine unterirdische Militärschutzanlage auf dem Erlenbacher Schulareal sollte zu einem Lehrschwimmbad umgenutzt werden. Da das Gelände jedoch einen Ausblick auf den Zürichsee bietet, haben wir das eigentliche Schwimmbecken in die bestehende unterirdische Kubatur nur hineingehängt, ­ so liegt der Wasserspiegel des Beckens nun ebenerdig im Gelände und ermöglicht beim Schwimmen einen weiten Blick auf den See.»

Mehr zum preisgekrönten Schwimmbad finden Sie hier.

 

Grün – aber richtig

Seit Wochen ärgere ich mich über die Flut an Pressemeldungen, die die angebliche Trendfarbe Grün bzw. Greenery losgetreten hat. Wem nun weder «Greenery» noch «Pantone Farbe des Jahres 2017» etwas sagt, der braucht sich nicht zu beunruhigen – es gibt wichtigere Dinge. Die können auch grün sein, so wie die Hoffnung. Oder wie der «CityTree» des Dresdner Start-Ups Green City Solutions. Dieser Stadtbaum ist nicht im eigentlichen Sinne ein Baum, sondern eine Wand und genauer: ein innovatives Bepflanzungskonzept, das Städten eine Lösung gegen Luftverschmutzung und zunehmende Hitzebelastung anbietet. Der City Tree besteht aus einer Stahlkonstruktion, die mit lebendem Moossubstrat und einer Deckbepflanzung aus ausgewählten Laub- und Nadelgehölzen, Stauden, Gräsern und Blühpflanzen bepflanzt wird und überall aufgestellt werden kann. Und was wissen wir nun über Pflanzen? Dass sie die positive natürliche Eigenschaft besitzen, Feinstaub und Stickoxide aus der Luft zu filtern und so unsere Atemluft zu verbessern. Durch die vertikale Anbringung der Pflanzen kann die Feinstaubbelastung gar um bis zu 30 Prozent verringert werden. Laut Green City Solutions ist ein City Tree im Stande, die Stadtluft so effektiv zu filtern wie 275 Bäume! Zudem sorgen Pflanzen mit ihrer Verdunstungs- und Verschattungsleistung für ein angenehmeres Klima und sind ganz einfach auch hübsch anzusehen. Das alles ist tatsächlich grossartig und spricht für die Sache. Und solange keine richtigen Bäume wegen dieser Bilanz weichen müssen, freuen wir uns über jede Pflanzenfilterwand, die in den Städten aufgestellt wird. (Bilder: Green City Solutions)

Migros einmal anders

In Churwalden eröffnet am 27. Oktober die jüngste Filiale des Detailhändlers. Neben frisch eingeräumten Regalen können Interessierte auch die besondere Architektur des Hauses bewundern: auf der einen Seite Supermarkt, auf der anderen Busterminal. Das Gebäude mit den markanten Fassadenschwertern besteht zu 95 Prozent aus Schweizer Holz. Ein Grossteil davon kommt aus Churwalden selbst. Für Design und Umsetzung ist übrigens das Churer Architekturbüro Ritter Schumacher verantwortlich. Neben der Regionalität lag der Fokus auch auf einer nachhaltigen Bauweise. Mit der Abwärme der Kälteanlagen wird beispielsweise der Supermarkt beheizt, LED-Leuchten punkten durch ihre Lebensdauer und dem minimierten Energieverbrauch. Wer also fürs kommende Wochenende noch keine Pläne hat, der gönne sich für den bescheidenen Preis von 2.50 Franken in Churwalden einen Becher Aproz, ein Bürli und eine Olma-Bratwurst. Und lasse sein Auge von dem kleinen, aber feinen architektonischen Wurf zu den Bergmassiven schweifen, während er heimlich seine Wurst in etwas Senf tunkt…

Für Surrealisten und Tagträumer: The Living Boom

Während dem diesjährigen European Architecture Student Assembly in der litauischen Stadt Nida realisierte ein Team internationaler Studenten einen öffentlichen Platz für die Stadt. «The Living Boom» liegt am Ende eines Piers, der sich in die Kurische Lagune hinausstreckt und ein spektakuläres Panorama über Sanddünen, Wälder und die Kurische Nehrung bietet. Der neue Raum verbindet die Gegensätze des geborgenen Wohnzimmers mit der Offenheit der Landschaft. Ein Platz für alle, die das Tagträumen noch nicht verlernt haben.

Leserreise – Mediterrane Architektourkreuzfahrt

 

Die von Architectour und Espazium organisierte Schiffsreise vom 1. bis 8. Oktober 2016 geht dem mediterranen Erbe des Städtebaus und der Architektur der Nachkriegsmoderne auf den Grund. Leserinnen und Leser von Das Ideale Heim profitieren ab einem Buchungswert von CHF 1950.- und ­unter Angabe des Buchungscodes «DIH2016» von zwei Gratisausflügen ihrer Wahl. Die Reiseroute führt über die legendäre Côte d’Azur und den Golfe du Lion bis an die Costa Brava. Nach dem Lichten des Ankers in Cannes wird das Segelschiff «Star Flyer» der französischen Küste entlang die Häfen von Saint-Tropez, Marseille und Sète ansteuern. In Spanien erwarten Sie der Fischerort Palamós und die katalonische Metropole Barcelona. Eine Kreuzfahrt an Bord ­eines Segelschiffs ist ein einzigartiges maritimes Erlebnis und mit maximal 160 Passagieren erfüllt die «Star Flyer» hohe Ansprüche. Das Segelschiff ist exklusiv für die Architekturkreuzfahrt reserviert, das Programm auf die Interessen der Mitreisenden zugeschnitten. Weitere Informationen und Buchungsdetails sind über die Architectour-Website erhältlich oder ­direkt über Marlene Wolf unter info@architectour.ch oder Telefon 052 320 05 00.

Trend-Talk: Wohnformen der Zukunft

wohnbedarf

Über die Zukunft des Wohnens. Ein Trend-Talk im «wohnbedarf», Zürich

Mitten in der Stadt leben oder doch lieber ein Häuschen im Grünen? Wie entwickeln sich Ballungszentren und Pheripherie, wie Mobilität, Mietpreise, Haushaltsgrössen und Flächenbedarf? Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Passt unser Leben noch immer in eine Vierzimmer-Altbauwohnung? Neue Wohnformen werden ausprobiert: Collaborative Living, Alters- oder Generationen-WGs… Ein Architekt und Professor, eine Stadtentwicklerin, ein Immobilienspezialist und ein Innenarchitekt diskutieren über Entwicklungen, Trends und Szenarien. Es sind noch einige wenige Plätze frei, unbedingt anmelden! anmeldung@kion.ch

Wann & wo: Mittwoch, 06. Juli um 18.45 in den Räumen von wohnbedarf, Talstrasse 11-15, 8001 Zürich

World Crafts Talk: Handwerk Stuckateur

Heute sind von Hand gefertigte Stuckprofile wieder gefragt.

Heute sind von Hand gefertigte Stuckprofile wieder gefragt.

World Crafts Talk goes Zurich: Am Donnerstag, 23. Juni, erklärt der Stuckateur Patrick Messerli, Inhaber der Stuckmanufaktur AG, alles über sein altes, traditionsreiches Handwerk. Gipsornamente wurden bereits von den Ägyptern und Römern eingesetzt. Allerdings war der Beruf des Stuckateurs schon immer eng an Hochblüten und Niedergänge der Stilepochen gebunden. Im Mittelalter etwa verschwanden die Fassadendekorationen fast völlig, um umso opulenter während Barock und Renaissance zelebriert zu werden. In den 70er-Jahren kam schliesslich der letzte Tiefpunkt, die ersten fabrikneuen Zierprofile kamen auf den Markt. Heute ist die Handarbeit der Stuckateure allerdings wieder gefragt. Wer mehr über die Welt der Rosetten, Konsolen und Sopraporten erfahren möchte, sollte sich die Veranstaltung in den Räumlichkeiten von Gartmann und Gutarra Architekten morgen Abend auf keinen Fall entgehen lassen und sich sofort anmelden – wir werden auf jeden Fall da sein!

World Craft Talks, Donnerstag, 23. Juni, 18.45–20.00 Uhr, Gartmann und Gutarra Architekten, Oberdorfstrasse 10, Zürich

Der neue Turm der Tate Modern

Der Erweiterungsbau der Londoner Tate Modern. Südansicht, ©Tate

Der Erweiterungsbau der Londoner Tate Modern. Südansicht, ©Tate

Endlich war es soweit: Nach neun Jahren Bauzeit eröffnete die Tate Modern am Wochenende ihren neuen Erweiterungsbau. Dank der zusätzlichen 21’000 Quadratmeter möchte die neue Tate Modern ihr Konzept weiter verfolgen und durch Zukäufe aus Südamerika, Afrika und Asien das geographische Blickfeld erweitern. Auch Künstlerinnen werden gezielt gefördert; in Zukunft sollen Frauen in der Tate Modern ebenso gut vertreten sein wie ihre männlichen Kollegen. Entworfen wurde das «Switch House» von den Basler Architekten Herzog & De Meuron, die auch schon die «alte» Tate Modern gestaltet hatten. Ziel von Herzog & De Meuron war es, Ursprungs- und Erweiterungsbau zu einem Konglomerat von Gebäuden verschmelzen zu lassen, die zusammen ein Ganzes bilden. Wer noch keine Ferienpläne hat und sich von der Strahlkraft des diesjährigen Sommers ermutigt fühlt, in Richtung Norden zu reisen: Die Ausstellung der palästinensisch-britischen Künstlerin Mona Hatoum läuft noch bis zum 21. August. Der Besuch der Sammlung ist nach wie vor gratis.

Wo: Tate Modern, Bankside, London SE1 9TG, www.tate.org.uk

Open house in Basel

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Der Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel wird dieses Wochenende eröffnet. Der Eintritt ist am Sonntag, 17. April, und am Montag, 18. April, in allen drei Häusern kostenlos. Eröffnet und frei zugänglich sind dann auch die grosse Sonderausstellung Sculpture on the Move 1946 – 2016 sowie die Ausstellung Barnett Newman – Zeichnungen und Druckgrafik. Der von den Basler Architekten Christ & Gantenbein geplante und realisierte Erweiterungsbau ist unterirdisch mit dem Haupthaus verbunden. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, denn in der Ausgabe von Umbauen+Renovieren 4/16 erscheint ein Interview mit den Architekten zu ihrem Bauwerk. Die Ausgabe ist am 24. Juni am Kiosk erhältlich. Und wenn Sie jetzt neugierug geworden sind, dann nutzen Sie den Open House-Anlass. Es lohnt sich!

 

Helvti Diner mit drive

Das Setting ist ein Traum: ein architektonisch spannendes, wenn nicht gar spektakuläres Gebäude, 451 Parkplätze direkt vor Ort und alles Mitten in Zürich. Der neue Helvti Diner passt in das Parkhaus Urania wie die Faust aufs Auge … Die beiden Initianten Adrian Hagenbach und Leopold Weinberg von we are content hatten denn auch das richtige Konzept parat: Wie bereits schon der Helvti Diner am Stauffacher, der in einem ehemaligen Tramhaltestellenhäuschen einquartiert ist, richtet sich das neue Lokal im ehemaligen Internet Café beim Parkhaus Urania nach den klassischen American Diners, die als Imbissbuden in ausrangierten Bahnwaggons entstanden waren. Der zeitgemässe Twist der  am American Diner der 1950er-Jahre orientierten Inneneinrichtung und der Menükarte steht dem Lokal gut. Alles sehr schick und sauber her- und angerichtet. «Eine alte Idee neu umzusetzen, ist nichts Neues», mögen einige nun bemerken. Und: «Noch so ein durchgestylter Schuppen …». Doch wer das neue Helvti Diner als «Szenenlokal» beschimpfen möchte, liegt daneben – wie schon ein Blick auf die Menükarte verrät. Denn hier steht nichts von vegan, kohlenhydratefrei oder fettarm, wie es zur Zeit scheinbar in jeder Restaurantkarte Zürichs zu stehen hat, dafür sind die Produkte frisch und von hoher Qualität – die Hamburger werden aus 100% Angus Fleisch von Schweizer Rindern aus Mutterkuh- und Freilandhaltung und ohne weitere Zusatzstoffe oder Bindemittel gefertigt. So. Die Preise sind aufgrund dessen auch schön hoch angesetzt, aber man is(st) ja hier auch nicht im Mac Donalds.

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