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Architektur

Die letzten Tage eines Kolosses

Gewöhnlich bedaure ich Häuser, die zum Abriss freigegeben werden. Ein Stück Geschichte verschwindet, wird ersetzt durch Neubauten ohne Charme und Patina. Anders an der Förrlibuckstrasse 180 in Zürich West: Der Granitkoloss «Orion» ist von so konsequenter Hässlichkeit, dass keinerlei Bedauern aufkommen mag. Umso weniger, als dass er kurz vor seinem Rückbau zum Hort für Kunst wird und somit zu einem würdigen Ende findet. Die Sollbruchstelle ist ein Kunstprojekt, das den Übergang von Altbau zu Neubau erfahrbar macht, indem sich die Kunstwerke ihrer eigenen Vergänglichkeit ausliefern. Kunst, die am und im sterbenden Bau präsentiert wird, verschwindet mit dem Abbruch. Kuratiert von Gründerin und Initiantin Nikkol Rot bespielen zehn Künstlerinnen und Künstler gegen 1000 Quadratmeter einer Etage. Vertreten ist auch das Architekturbüro EM2N, das den Neubau plant, der dereinst an der Förrlibuckstrasse in die Höhe wachsen wird. Noch bis Sonntagabend stehen die Tore offen, dazu gibt es Fischknusperli und Bier, Konzerte, eine Lesung und vor allem Zeit, sich vom sterbenden Bau zu verabschieden.

Eine Legende ist zurück: Das «One & Only Le Saint Géran» auf Mauritius

Heute morgen wurde ich am Hauptbahnhof Zürich von strahlender Sonne empfangen. Ehrlich. Allerdings strahlte sie mir von einem riesigen eBoard von Swiss entgegen. Wenn Sie also dem nasskalten Wetter entfliehen, echte Sonne tanken wollen, noch Ferientage und auch noch etwas vom dicken Portemonnaie übrig haben – oder schon die nächsten Ferien planen – dann ist das frisch renovierte, wiedereröffnete Luxus-Resort «One & Only Le Saint Géran» auf Mauritius vielleicht etwas für Sie. Das bereits 1975 als eines der ersten Luxushotels der Insel eröffnete Resort hat mich mit seiner einmaligen Lage, der üppigen Vegetation und der Freundlichkeit der Mitarbeitenden bezaubert. Zudem lädt die blaue Lagune zum Schwimmen und zum Wassersport ein. Besonders Spass hatte ich am Wasserskifahren und Schnorcheln, aber auch im neuen «Palm Grove Pool» und im «Lap-Pool» des neuen Spa-Bereiches lässt es sich wunderbar abkühlen oder einfach nur das Panorama geniessen. Die Ausstattung der Zimmer und Suiten des paradiesischen Inselresorts ist topmodern und bietet alle erdenklichen Annehmlichkeiten. Besonders gut in Erinnerung habe ich auch das frische, schmackhafte Essen und die Drinks mit lokalem Rum. In sechs Restaurants und Bars kann man die Fülle aus lokalen und internationalen Köstlichkeiten entdecken – von Tapas im pan-asiatischen Restaurant «Tapasake» über frischen Fisch im Strandrestaurant «La Pointe» bis hin zu leckeren Dessertkreationen im «L’Artisan», der resorteigenen Bäckerei und Kaffee-Lounge, um nur drei davon zu nennen. Und last but not least, kann man sich im neuen Spa von Kopf bis Fuss verwöhnen lassen oder im brandneuen Fitnesscenter «Club One» ein paar Pfunde abtrainieren – zum Beispiel auf einem der ersten Padel Courts von Mauritius, beim Spinning, Yoga, Pilates, Kickboxen oder Zumba.

Einladung Swissbau Focus: Gebaute Identität – Innenarchitektur und das Kulturerbe 2018

Innenarchitektur im Fokus.

Innenarchitektur im Fokus.

Die Swissbau – die grösste Baumesse der Schweiz – zeigt nicht nur innovative Produkte einer zukunftsorientierten Baubranche, sondern gibt auch neue Impulse von Fachleuten. So lädt die Vereinigung Schweizer InnenarchitektInnen VSI.ASAI. in die Focus Arena ein, um über die heutige Rolle der Innenarchitektur innerhalb der Baukultur zu diskutieren. Die VSI.ASAI.  nutzt als Trägerschaftsmitglied des Kulturerbejahres 2018 das Jahr, um die Frage der Positionierung, ihres Erbes und den Anforderungen zukünftiger Baukultur nachzugehen. Welche Gestaltungsansätze gelten für die Etablierung zukünftiger Baukultur als zentral? Vier Referenten und Referentinnen präsentieren ihre Sichtweise. Im Anschluss laden die VSI.ASAI. und Vitra gemeinsam zum Besuch des Vitra Campus ein. Besichtigt werden kann u.a. das von der Londoner Innenarchitektin Sevil Peach gestaltete, 2200 Quadratmeter grosse Open Space Office.

Der moderierte Anlass findet am 19. Januar 2018 um 17.45 – 19.15 Uhr in der Swissbau Focus Arena  statt. Anschliessend fährt ein Shuttlebus zum Vitra Campus. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Weitere Informationen zum Anlass finden Sie unter www.swissbau.ch

 

Fachevent Licht & Cheminée

Was braucht es für ein gutes Lichtkonzept? Eignet sich jede Wohnung für ein Cheminée? Worauf muss man achten und wer hilft bei der Planung? Die Referenten Andrin Schweizer, Mia Kepenek, Daniel Vettori und Jürg Hofmann unterhalten sich über Gemütlichkeit, moderne Wohnlichkeit und verraten Wissenswertes zum Thema. Stephanie Ringel von Schöner Wohnen führt durch das Gespräch. Der Fachevent Licht & Cheminée findet am Mittwoch, 29. November 2017, von 18.30 bis 19.30 Uhr in der Bauarena Volketswil, Industriestrasse 18, statt. Willkommensdrink ab 18 Uhr, Apéro-Riche im Anschluss an die Veranstaltung.

 

Wunderzeichner

Es gibt viele Beispiele dafür, dass ein Stift, ein Stück Papier und Talent ein Wunderwerk vollbringen können. Mein Gekritzel auf dem «das-müsste-noch-erledigt-werden»-Block gehört klar nicht dazu. Doch schon früher hatten Zeichnungen in der Architektur einen unschätzbaren Wert und bis heute ist die visuelle Darstellung wichtiger Bestandteil der Disziplin. Als Anerkennung der bedeutenden Rolle, die das Handzeichnen aber auch digital produzierte Renderings und Visualisierungen haben, wurde der «Architecture Drawing prize» ins Leben gerufen – kuratiert von Make Architects, dem Sir John Soane’s Museum und dem World Architecture Festival. Die Jury wählte aus 166 Eingaben aus 15 Ländern drei Gewinner für die Kategorien Handzeichnung, Digital und Hybrid. Jerome Xin Hao Ng, Student an der Bartlett School of Architecture in England, ist mit seinem Werk «Momento Mori: a Peckham Hospice Care Home» der Gesamtsieger sowie Gewinner der Kategorie Hybrid. Christopher Wijatnos «Deepwater Purgatory» wusste in der Kategorie der digitalen Zeichnungen zu überzeugen und Dimitrios Grozopoulis «Scenarios for a Post-Crisis Landscape» ging als Siegerprojekt der handgezeichneten Eingaben hervor. Tatsache ist, dass uns beim Sichten aller nominierten Projekte die Kugelschreiber im Mundwinkel stecken geblieben sind. Aber überzeugt euch selbst: am World Architecture Festival in Berlin (15-17 November 2018) und im Sir John Soane’s Museum in London (21 February – 14 April 2018). Hingehen, ansehen, selber kreativ werden!

Heute-Abend-Programm

Die Vortragsreihe «Junge Schweizer Architektinnen und Architekten» im Architekturforum Zürich wurde vor mehr als zehn Jahren gestartet und hat in Zürich mittlerweile institutionellen Charakter. Unser Hinweis heute soll einerseits ein genereller Ansporn sein, die Gelegenheit (wieder) einmal zu nutzen, um Newcomer der Architekturszene Schweiz und ihre Arbeiten kennenzulernen. Andererseits möchten wir direkt auf Furrer Jud Architekten aufmerksam zu machen, die wir 2014 bereits einmal im UMBAUEN + RENOVIEREN porträtieren durften. Kennst du noch nicht? Dann lass die Arbeit für heute gut sein, mach dich auf den Weg zur Brauerstrasse 16 (um 19 Uhr geht es los, die guten Plätze sind schnell besetzt!) und lerne Patric Furrer und Andreas Jud am heutigen Vortragsabend kennen!

Fr. 18.– nicht vergessen – es sei denn, du bist Mitglied (gratis) oder Senior/Student (Fr. 9.–).

Reise ins Licht: magisches Südafrika

Wer den heimischen Herbst verlängern oder dem nahenden Winter entfliehen möchte, dem würde ich eine Reise in die Küsten-Region von Südafrika empfehlen, das zurzeit mit milden Temperaturen um zwanzig Grad aufwartet. Was die Wassertemperaturen angeht, sind diese zwar nicht jedermanns Sache, da der Atlantische Ozean selbst im Sommer (Dezember bis Februar) ziemlich kühl ist. Aber weiter östlich lockt ja noch der Indische Ozean. Ausserdem besucht man Südafrika ja nicht in erster Linie, um Schwimmen zu gehen, obschon es traumhafte Strände gibt – auch zum Surfen. Meiner Meinung nach lohnt sich die weite Reise nur schon wegen der Lebhaftigkeit und Vielseitigkeit von Kapstadt, dem Licht und den Weinen in Franschhoek und Stellenbosch und der überwältigenden Tierwelt am Ostkap. Zudem verzückt Südafrika auch luxusgewöhnte Reisende mit exklusiven Hotels wie The Silo, MannaBay und Ellerman House, den Weingütern La Petite Ferme und Delaire Graff Estate sowie der Great Fish River Lodge. Sie alle stammen aus dem Portfolio des Südafrika-Experten und Luxus-Safari-Anbieters Rhino Africa. Mehr erfahren Sie im dreiseitigen Reise-Bericht in der aktuellen Print-Ausgabe von Das Ideale Heim.

Häuser des Jahres 2017

Wie sieht eine zeitgemässe Antwort auf die Bauaufgabe Einfamilienhaus aus? Um diese Frage zu beantworten, lobt das DAM zusammen mit dem Callwey Verlag zum 7. Mal den Wettbewerb «Häuser des Jahres» aus. Vor Preisverleihung und Ausstellungseröffnung diskutieren Stadtplaner, Trendforscher und Architekturjournalisten am Einfamilienhaus-Kongress die erstaunlich spannenden Fragen rund um das gute alte Einfamilienhaus. Die 50 besten Bauprojekte werden bis zum 26. November im DAM zu sehen sein; und wer es nicht nach Frankfurt schafft, kann sich immerhin mit der Publikation «Häuser des Jahres 2017» behelfen.

Der Einfamilienhaus-Kongress findet vom 28.–29. September 2017 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt statt. Tickets

Dornbracht animiert Kreative zum Austausch

 

Moodboards sind in einem kreativen Arbeitsprozess wichtig, denn sie lassen uns träumen und in neue Welten eintauchen. Fast wichtiger aber ist, dass sie uns Impulse geben, um Neues entstehen zu lassen. Und genau das will Dornbracht mit ihrer neuen Social-Media-Kampagne «Create new balance» fördern.

Ab sofort sind Kreative weltweit dazu aufgerufen, ihre Ideen und Interpretationen zum Thema «Transitional Style» unter dem Hashtag #createanewbalance zu teilen. Architekten, Innenarchitekten, Designer und Planer sollen so ihren ganz persönlichen Blick auf den Transitional Style teilen. Dieser zeichnet sich vor allem durch die Verbindung von traditionellen und zeitgenössischen Elementen aus, dabei wird mit den Themen Material, Farbe und Formen experimentell umgegangen und in Balance gebracht. Moodboards, Skizzen oder Renderings sind genauso erwünscht wie neue Entwürfe oder bereits bestehenden Arbeiten. Wichtiger ist, dass ein Austausch auf den Social-Media-Plattformen stattfindet, der wiederum inspiriert und zu neuen Ideen anregt.

Anlass zu diesem Social-Media-Aufruf ist die Armaturen-Kollektion «Vaia», die in Zusammenarbeit mit dem Architekten Rafael de Cárdenas und Neri&Hu entstanden ist. Das elegant-progressive Design ist vom Transitional Style inspiriert und verbindet traditionelle Elemente mit zeitgenössischen. Ganz nach dem Motto: «Create a new balance – between traditional elegance and contemporary cool». Anhand von Moodboards und Materialcollagen zeigen die Designer, wie sie die beiden Elemente miteinander verbinden – und wir hoffen, viele weitere Kreative tun es ihnen unter dem #createanewbalance gleich.

Die Beiträge sollen #createanewbalance sowie die Account-Tags @dornbracht (Facebook, Twitter, Pinterest) beziehungsweise @dornbracht_official (Instagram) enthalten.

Ausflug ins Engadin

Guarda Kopie

Sie brauchen einen Grund, um der Hitze, Trägheit und Lethargie der Stadt zu entfliehen? Wir nennen Ihnen sogar einen guten: ein Exkursionswochenende ins Engadin. World Crafts und Calcina – der Fachverband für Kalk – laden Ende Juni ein, etwas über den alten Baustoff Kalk sowie dem damit verbundenen Handwerk zu lernen. Führungen durch die Dörfer Ardez und Guarda mit ihren Sgraffito-Fassaden und die Besichtigung des Kalkofens in Sur En da Sent stehen auf dem zweitägigen Programm, begleitet und geführt wird man von verschiedenen Menschen, die sich dem faszinierenden Material und dem Sgraffito verschrieben haben. Kühle, frische Bergluft und Horizonterweiterung durch Weiterbildung gibt es gratis dazu. Achtung: Unbedingt anmelden bis zum 25. Juni!

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