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Museum

Design-Ausstellung “A Sense of Belonging ” in Chur

Das Projekt «A Sense of Belonging» ist dem Thema der Tradierung und der zeitgenössischen Interpretation von Handwerkskunst gewidmet. Die von Giovanna Lisignoli kuratierte Ausstellung zeigt Arbeiten von Schweizer Designern, die nicht alleine unter dem Gesichtspunkt ihres handwerklichen Wertes, sondern mit Fokus auf die dahintersteckende Weitergabe von gestalterischen Fertig- und Fähigkeiten und deren Neuinterpretation gezeigt werden. Der Grundgedanke des Projektes ist, dass jedes künstlerische Werk traditionelle Aspekte sowie deren zeitgenössische Auslegung enthält. Die Erschaffung einer jeden Arbeit ist demnach ein Wechselspiel zwischen Fortbestand und Erneuerung. Mit vergangenen Generationen geteiltes Wissen und Können schafft eine Form von Zusammengehörigkeit – ob diese als solche empfunden oder gar nicht bewusst wahrgenommen wird. Die ausgestellten Objekte nehmen durch diesen Blickwinkel Bezug auf das reiche Erbe alpiner Möbeltypologien. Das Objekt «Structura Intuitiva» des Bündner Industriedesigners Carlo Clopath beispielsweise ist ein architektonisch anmutendes Sideboard, das von bäuerlichen Konstruktionsmethoden seines Heimatkantons inspiriert ist. Auch für Reto Crameri hat das Bündnerland  als Inspirationsquelle gedient: Für das Projekt «Stramin» hat er die geometrischen Muster des traditionellen, bis ins 17. Jahrhundert zurückreichenden Flammenstichs aufbrechen und zeitgenössisch interpretieren lassen. Aita Bott hat mit der Glocke einen weiteren Bestandteil der Engadiner Kultur in ihre Arbeit «Zampuogn» aufgenommen. Die Designerin spielte mit dessen Symbolik für Orientierung und Zusammenkommen, verfremdete das Objekt zu einer Leuchte und verband es so mit der Erkundung ihrer eigenen Wurzeln. Auch die übrigen Arbeiten von Studio Ilio, Kueng Caputo und Dimitri Baehler thematisieren verschiedene Handwerkskünste und deren Wiederaufarbeitung, Weiterentwicklung und Neuinterpretation.

Die Ausstellung kann noch bis zum 13. April 2018 in der OKRO Galerie in Chur besichtigt werden.

Einladung Swissbau Focus: Gebaute Identität – Innenarchitektur und das Kulturerbe 2018

Innenarchitektur im Fokus.

Innenarchitektur im Fokus.

Die Swissbau – die grösste Baumesse der Schweiz – zeigt nicht nur innovative Produkte einer zukunftsorientierten Baubranche, sondern gibt auch neue Impulse von Fachleuten. So lädt die Vereinigung Schweizer InnenarchitektInnen VSI.ASAI. in die Focus Arena ein, um über die heutige Rolle der Innenarchitektur innerhalb der Baukultur zu diskutieren. Die VSI.ASAI.  nutzt als Trägerschaftsmitglied des Kulturerbejahres 2018 das Jahr, um die Frage der Positionierung, ihres Erbes und den Anforderungen zukünftiger Baukultur nachzugehen. Welche Gestaltungsansätze gelten für die Etablierung zukünftiger Baukultur als zentral? Vier Referenten und Referentinnen präsentieren ihre Sichtweise. Im Anschluss laden die VSI.ASAI. und Vitra gemeinsam zum Besuch des Vitra Campus ein. Besichtigt werden kann u.a. das von der Londoner Innenarchitektin Sevil Peach gestaltete, 2200 Quadratmeter grosse Open Space Office.

Der moderierte Anlass findet am 19. Januar 2018 um 17.45 – 19.15 Uhr in der Swissbau Focus Arena  statt. Anschliessend fährt ein Shuttlebus zum Vitra Campus. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Weitere Informationen zum Anlass finden Sie unter www.swissbau.ch

 

Über Berge und Kristalle

16 unterirdische Wunderkammern bilden das Herzstück der Swarovski Kristallwelten. Vier der Kammern wurden nun neu gestaltet: Am Werk waren der indische Designer Manish Arora, der österreichische Multimediakünstler André Heller, der israelische Künstler Arik Levy und der mexikanische Architekt Fernando Romero. Die Installationen sind so unterschiedlich wie ihre Erschaffer. Das farbenfrohe Utopia Aroras kontrastiert mit der reduziert gestalteten Botschaft Hellers; der geometrischen Formensprache Levys steht der rotglühende Sonnenball Romeros gegenüber. Wer mit einer Reise ins winterliche Tirol liebäugelt, den erwarten – neben der neuen Kammern – eine kunstvoll illuminierte Gartenlandschaft, Workshops und natürlich der berühmte Swarovski-Christbaum. Übrigens ist auch die Region Hall-Wattens einen Ausflug wert, schliesslich sind die Tiroler Berge im Winter eine besonders beeindruckende Kulisse. Es locken Winterwanderungen durch den Naturpark Karwendel, das Naturschnee-Skigebiet Glungezerbahn oder das Städchen Hall, das statt der üblichen Verdächtigen kleine, lokale Läden zu bieten hat.

Häuser des Jahres 2017

Wie sieht eine zeitgemässe Antwort auf die Bauaufgabe Einfamilienhaus aus? Um diese Frage zu beantworten, lobt das DAM zusammen mit dem Callwey Verlag zum 7. Mal den Wettbewerb «Häuser des Jahres» aus. Vor Preisverleihung und Ausstellungseröffnung diskutieren Stadtplaner, Trendforscher und Architekturjournalisten am Einfamilienhaus-Kongress die erstaunlich spannenden Fragen rund um das gute alte Einfamilienhaus. Die 50 besten Bauprojekte werden bis zum 26. November im DAM zu sehen sein; und wer es nicht nach Frankfurt schafft, kann sich immerhin mit der Publikation «Häuser des Jahres 2017» behelfen.

Der Einfamilienhaus-Kongress findet vom 28.–29. September 2017 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt statt. Tickets

Auf Dschungel-Tour in Zürich

Tiger und Schlangen im Patumbah-Park? Mit Expeditionsleiter Albert erleben die BesucherInnen den alten Park auf überraschende Weise neu.

Tiger und Schlangen im Patumbah-Park? Mit Expeditionsleiter Albert erleben grosse und kleine Besucher den alten Park auf überraschende Weise neu.

Kinder und andere neugierige Wesen können nun den Patumbah-Park auf ganz neue Weise erleben. Das Heimatschutzzentrum erweitert sein Angebot mit einer Dschungel-Tour. Ab September führt Expeditionsleiter Albert abenteuerlustige Besucher auf geheimen Pfaden durch den altehrwürdigen Park der Villa Patumbah – Krokodilgraben und Schlangenfelsen inbegriffen.

Nächste Termine: Sonntag, 03. September und 01. Oktober 2017, Anmeldung am Vorabend notwendig.

That’s How!

Diesmal nicht. Auf keinen Fall. Mögen sämtliche Ausstellungen des Jahres ungesehen an mir vorüberziehen – diese eine, die werde ich nicht verpassen. Der grossartige Illustrator Christoph Niemann zeigt sein Werk erstmals in der Schweiz in einer Einzelausstellung: «That’s How!» ist noch bis Ende Oktober 2017 im Basler Cartoonmuseum zu sehen. Niemann verwandelt Landkarten in Poesie, malt fotografierte Alltagsgegenstände weiter, schnitzt Designmobiliar aus Früchten, arrangiert Gummibären und Legosteine und zeichnet den New-York-Marathon – während er ihn rennt! Noch heute werde ich prophylaktisch ein Halbes Basel-retour lösen, um der Möglichkeit eines Versäumnisses keine Chance zu geben. Ich bin schon unterwegs…

Indoor Cloud

Der Niederländer Berndnaut Smilde hat die Wolken vom Himmel geholt und ins Museum gesteckt. Als seine Bilder erstmals im Web auftauchten, schlugen sie ein wie ein Gewittersturm. Jeder wollte hinter die «Magie des Wolkenmachens» blicken und erfahren, welche Technologie im Spiel war. Den Künstler selbst kümmert dies nur am Rande; ihn interessiert vor allem das Ungreifbare dieser flüchtigen Ansammlungen kleiner Wassertropfen. Und die verschiedenen Mythen, mit denen Wetterphänomene verknüpft werden. Mittlerweile hat er seine Wolken in die Freiheit entlassen und inszeniert sie auch inmitten der Landschaft. Mehr über Berndnaut Smilde gibts in der nächsten ATRIUM Ausgabe oder in der Publikation «Builded Remnants».

Noch mehr Tiefgang

Vor Kurzem haben wir uns hier den Haifischen im Pfäffikersee und ägyptischen Schätzen gewidmet, die aus den Tiefen des Meeres geborgen wurden und zurzeit in der Ausstellung «Osiris» im Museum Rietberg zu sehen sind. Irgendwie kriegen wir von den unergründlichen Tiefen der Ozeane aber gerade nicht genug und möchten euch das «Museo Atlantico» deshalb nicht vorenthalten. Allerdings: Wer es besichtigen will, muss sich auf einen Tauchgang begeben – es befindet sich nämlich in 12 Meter Tiefe unter der Meeresoberfläche, in der Bucht Las Coloradas vor der südlichen Küste von Lanzarote. Die Unterwasserausstellung besteht aus zehn Installationen, lebensgrosse Skulpturen, die der Künstler Jason deCaires Taylor aus pH-neutralem Zement gefertigt hat. Die Skulpturen sind jedoch nicht nur Ausstellungsobjekte, sie bilden auch ein grosses künstliches Riff, das der marinen Biomasse helfen soll, zu gedeihen und Unterschlupf für Engelhaie, Barrakudas- und Sardinenschwärme, Kraken und Schmetterlingsrochen bietet. Ziel von Jason deCaires Taylors Unterwasserkunst ist jeweils der visuelle Dialog zwischen Kunst und Natur, der ein Reflektieren über die heutige Zeit und die Fragen über die Nutzung der natürlichen Ressourcen aufwerfen soll. Die Frage, die sich mir im Moment stellt, ist: Sollte ich nicht doch endlich einmal den PADI-Tauchkurs absolvieren?

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